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Kommentare zu: Drohen der Euro-Zone japanische Verhältnisse?

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10 Kommentare
  • 01.02.2013, 08:34 UhrOldPlayer

    Zwei Probleme müssen gelöst werden.

    1.Europa benötigt Wirtschaftswachstum
    2.Europa benötigt einen billigeren Euro um die Exportkraft der schwachen Länder zu fördern.

    Japan und die USA bedienen sich dem billigen Geld, was den Euro zu stark werden lässt. Das heißt, die EZB wird nachziehen müssen. Mit der Erhöhung der Geldmenge, durch den gleichzeitigen Ankauf von Staatsanleihen, fließt allerdings nur ein geringer Teil in die Realwirtschaft.
    Mit Geld, was direkt in die Realwirtschaft gelenkt wird, z.B. durch Subventionen, erkauft man sich nur Zeit. Man holt Geschäfte aus der Zukunft in die Gegenwart, mit der Verlagerung der Probleme nach hinten.

    Es gibt aber eine Lösung. Neue Produkte, bzw. neue Produktionen. Ergo …, man setzt die EZB-Mrd. gezielt ein und kauft Patente auf. Über diese Patente holt man sich "neue" Arbeitsplätze nach Europa. Dadurch wird das Versagen der Bildungspolitik kaschiert und Risiken minimiert. Ein ganz legales Geschäftsgebaren, was die Marktwirtschaft in Europa, durch die Subventionsbevorzugung einzelner Produktbereiche, nicht aushebelt.

  • 01.02.2013, 10:00 Uhrallesverloren

    Da Japan und die USA derzeit schon die Option Latein-Amerika gewählt haben, macht für die Euro-Zone die sogenannte Japan-Option (der letzten 20 Jahre) keinen Sinn.

    Durch den dadurch verursachten zu hohen Euro-Kurs verschwindet Europa aus den Exportmärkten und die Ungleichgewichte innerhalb Europas verstärken sich noch.

    Es wird uns nichts weiteres übrig bleiben, als die ebenso ungeliebte Latein-Amerkia Option zu wählen. Der werden sich viele andere Länder anschliessen. Mit dem deutschen Sozialmodell ist das nicht mehr kompatibel, da dann die Geldvermögen verschwinden. So was nennt man dann eine Sozial-Union.

  • 01.02.2013, 10:21 UhrHaafJohannes

    Nachdem Amerika und Japan die Geldmengen weiter vergrößert und den Schuldenberg weiter erhöht, steigt der Euro gegenüber dem US$ und Japan. Die Folge ist, für die schwachen Euro-Länder wie Spanien, Griechenland, Portugal, Irrland, Italien, Frankreich, Zypern ... fällt die Wettbewerbsfähigkeit und steigt die ERwerbslosigkeit. Dies wird durch weitere Schuldentransfers und Schuldenerhöhungen für die Eurogemeinschaft versucht politisch auszugleichen. Doch der Druck auf die Eurogemeinsschaft wächst. Die hohe Erwerbslosigkeit zwingt irgendwann ein schwaches Land aus dem Euro auszutreten und zurückzukehren zu einer abwertbaren Landeswährung. Nach der Abwertung wird sich die Erwerbslosigkeit langsam vermindern, aber dafür in anderen Euroländern größer werden. Schulden werden in den kommenden 30 Jahren nicht zurück gezahlt werden können, deshalb werden auch die Garantieländer im Euro mit höherem Schuldenstand leben müssen, mindestens 120 % des Bruttosozialprodukts. Dies wird irgendwann nicht mehr tragbar sein und zu einer Währungsreform führen, denn die breite Masse wird irgendwann den Kaufkraftverlust nicht ohne politische Aufstände hinnehmen. Es ist eine Frage der Zeit bis die Eurokrise eine Sprengkraft erreicht, durch hohe lang andauernde Erwerbslosigkeit und überhöhte Staatsverschuldung, durch den Freikauf der spekulierenden BAnken von den abzuschreibenden Staatsanleihen. Nachdem jetzt auch die zyprischen BAnken neben den spanischen BAnken auf Kosten der breiten Masse im Euroraum gerettet werden sollen, werden die Staatschulden immer mehr wachsen. Politisch wird das nicht mehr zu kontrollieren sein und einen Zerfall des Euros oder eine Eurodikdatur mit sich bringen. Nur mit polizeilicher und militärischer Gewalt werden die Volksaufstände verhindert werden können. Es braucht deshalb dringend eine Politikwechsel, bevor nichts mehr zu retten ist (www.wa2013.de). Es ist einfach moralisch verwerflich, wenn Euro-Bürger, egal welchen Landes, mit ihrer Kaufkraft für Banken haft

  • 01.02.2013, 10:35 UhrPequod

    So hat man doch mit der Einrichtung des Schwarzgeldverschiebe-
    bahnhofs Süd in Zypern die ideale Achse zum Bahnhof Nord in Ir-
    land hergestellt! So ist man ebenso naiv mit dem hinkenden Ver-
    gleich, daß der Euro-Zone japanische Verhältnisse drohen sollten,
    denn inzwischen hat allein die BRD für das Ungleichsgewicht-
    verhälnis der Finanzen in ''Europa'', was nur auf der Landkarte existiert, aufzukommen.
    Daß das in einem Desaster enden muß, dafür braucht man bestimmt
    nicht den Rat von renommierten Finanz- und Wirtschaftsnobelpreis-
    trägern heranzuziehen, besonders wenn man die hoffnungslose Lage
    in Spanien betrachtet!

  • 01.02.2013, 10:49 UhrOndoron

    Die Eurozone wird auseinanderfliegen. Und die EU dazu. Das werden die Bevölkerungen der einzelnen Nationalstaaten erzwingen. Es ist zwar aktuell vom Tisch, aber die Zeit arbeitet weiter. Es bildet sich ein unheimlicher Eisberg, der noch nicht sichtbar ist. Wer meint, daß man dieses "europäische Projekt" gegen über 80% der Meinung der europäischen nationalen Völker - es gibt keine "europäische Nation"!! - durchpeitschen zu können, der hat nichts von Geschichte verstanden! Nichts, gar nichts.
    Immer mehr Menschen merken, daß die deutsche Parteiendiktatur (siehe hierzu auf mmnews die Buchbesprechung von von Krause zu Albrechts Buch (jawohl, jemand aus der Albrecht-Familie, ein Bruder des ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten und Onkel der von der Leyen) die größte Katastrophe in Deutschland seit 1945 anrichtet. Wer nicht erkennt, daß diese Katastrophe Europa zerstören wird, und zwar verantwortet von denjenigen, die von den "Vereinigten Staaten von Europa" und dem "europäischen Projekt" dümmlichst schwadronieren, der ist dermaßen ideologieverseucht und damit beratungsresistent, daß jedwede Kommunikation scheitern muß. Exemplarisch muß man nur Schäuble bei Milbradts Rede auf dem CDU-Parteitag anschauen, Helmut Schmidt in einer Talkshow erleben oder den alten Genscher im Willy-Brandt-Haus. Widerliches Pack - so verachtenswert wie früher die Genossen im Politbüro in Ost-Berlin. Wie in der Animal Farm beschrieben... es gibt keinen Unterschied mehr zwischen den Schweinen und den Menschen... zwischen den Politikern, die alles zerstören, und den offiziellen Ideologen. Widerlich!
    Die deutsche Gesellschaft wird so zugetrommelt, wie es die Nazis unter dem Klumpfuß nicht besser vermochten.

  • 01.02.2013, 11:40 UhrEinBuerger

    "Wir müssen zurückkehren zu Haftung und Verantwortung einzelner Staaten für ihre Schulden sowie zur Preisniveaustabilität durch entsprechende Geldpolitik."

    Das ist sicherlich richtig, wird aber bei der Dominanz des ClubMed in allen Gremien, dem permanenten Umfallen von CDU-CSU-FDP und der Kollaboration von SPD-Grünen mit diesem ClubMed leider nicht stattfinden.

    • 02.02.2013, 12:42 UhrSilverager

      Da muss ich Ihnen leider zustimmen. Eine Rückkehr zu Haftung und Verantwortung der Staaten bleibt ein frommer Wunsch des Autors.

      Und so beschleunigt sich die Fahrt des Zuges weiter, der auf die Wand zufährt.

  • 01.02.2013, 14:57 UhrPequod

    Vernunftregelung des 30jährigen Finanzkriegs
    -------------------------------------------------
    Leute wir haben schon zuviel Geld gedruckt, laßt uns den nun
    schon seit 20 Jahren andauernden 30jährigen Finanzkrieg vor-
    zeitig beenden, und schnellstens zu funktionierenden Währun-
    gen zurückkehren, bevor alles zusammenbricht!
    Nach der augenblicklich einzuschätzenden Lage reicht aber of-
    fensichtlich die ''Vernunft'' nicht mehr!

  • 01.02.2013, 16:16 Uhrv6yz

    Fliehkräfte nehmen zu
    Die ökonomischen Strukturen der Länder der Eurozone (und der EU) sind bekanntlich sehr verschieden. Die beiden Szenarien werden in den Ländern ganz unterschiedliche Schäden anrichten. In Deutschland z.B. dürfte eine galoppierende Inflation schlimmer wüten als in Italien, dem Land der Immobilienbesitzer.
    Mit dem japanischen Szenario könnte D vielleicht besser fertig werden, weil es sich ökonomisch langsam von der Eurozone und der EU löst. Nur noch 40% der Exporte gehen in die Eurozone, der mit ihr und der EU erwirtschaftete Leistungsbilanzüberschuss ist in den letzten 4 Jahren um 50% gesunken, der mit dem Rest der Welt um kanpp 300% gestiegen. Nur werden mit steigender ökonomischer Kluft und zunehmender politischer Integration auch die Transfers in die anderen Euro- und EULänder zunnehmen, wie es ja schon jetzt sichtbar wird. Die Deutschen werden mit der Intensivierung der euröpäischen "Solidarität" zu VOLLBESCHÄFTIGTEN HALBSKLAVEN.

  • 02.02.2013, 20:52 UhrDieterStaas

    In Deutschland drohen Japanische Verhältnisse
    Die japanische Bürokratie, die den Staat nach deutschem Vorbild bis heute beherrscht, hat im Bemühen, die eigenen Steuern zu minimieren und gleichzeitig die sozialen Hierarchien zu erhalten, ein demographisches Desaster angerichtet. Die altersbedingte Schwindsucht, die Japan in wenigen Jahrzehnten auslöschen wird, ist durch keine Politik mehr zu heilen. Japan steuert (hier verstanden als hilfloses Eingreiffen in ein leerlaufendes Ruder) direkt auf den Abgrund zu. Immerhin kann es noch als abschreckendes Beispiel dafür dienen, was eine auf Wettbewerb und Export orientierte und reduzierte Politik anrichten kann. Für Deutschland kommt das Beispiel Japans allerdings zu spät, weil nach 40 Jahren sozialpolitischen Amoklaufs und der daraus folgenden demographischen Katastrophe keine Umkehr mehr möglich ist. Doch Länder wie Frankreich, die bisher fast alles richtig gemacht haben, können am Beispiel Japans lernen, ihren Weg, eine lebenswerte und überlebensfähige Gesellschaft zu erhalten, fortzusetzen (vgl. wie alles so kam und warum und was noch kommt).

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