Digitaler Binnenmarkt: EU will günstigere Paketzustellung ins europäische Ausland

Digitaler Binnenmarkt: EU will günstigere Paketzustellung ins europäische Ausland

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Wenn es nach der EU-Kommission geht, sollen Pakete in der EU zukünftig günstiger werden.

Die EU-Kommission hat Maßnahmen zur Stärkung des digitalen Binnenmarktes innerhalb der EU ausgearbeitet. So soll die Paketzustellung ins europäische Ausland günstiger und das Geoblocking beschränkt werden.

Mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen will die EU-Kommission einem digitalen Binnenmarkt in der Europäischen Union näherkommen. So soll über eine höhere Transparenz und eine stärkere Kontrolle durch Aufsichtsstellen das Verschicken von Paketen ins europäische Ausland günstiger werden.

Die Brüsseler Behörde schlug zudem vor, Schranken beim Online-Shopping abzubauen, Internet-Inhalte europaweit verfügbar zu machen sowie Video-Streamingdienste wie Netflix oder Amazon Prime dazu zu verpflichten, mindestens 20 Prozent ihres Programms europäischen Produktionen vorzubehalten. Die Initiative, die ein Kernprojekt von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ist, muss noch von EU-Parlament und den Mitgliedsstaaten gebilligt werden.

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Bei den Vorschlägen zu den Paketpreisen verzichtete die EU-Kommission zwar vorerst auf eine Obergrenze, bezeichnete dies aber als "letztes Mittel", wenn der Wettbewerb keine zufriedenstellenden Ergebnisse bringe.

Studie zum Onlinehandel Segen und Fluch der Paketflut

Weil immer mehr Menschen online shoppen, werden immer mehr Pakete ausgeliefert. Für Paketdienste ist das Glück und Pech zugleich: Sie haben gewaltige Wachstumschancen. Doch die Mengen zu stemmen, wird nicht einfach.

Angefeuert vom Onlinehandel: Die Paketflut in Deutschland steigt weiter. Quelle: dpa

Im Jahr 2019 solle überprüft werden, ob weitere Schritte nötig seien. Die Brüsseler Behörde reagiert damit nach eigenen Angaben auf Beschwerden von Verbrauchern und kleinen Firmen, die sich bei Bestellungen im Internet über hohe Versandpreise ins EU-Ausland beklagen.

EU-Kommission will Geo-Blocking beschränken

Zudem will die Kommission Schranken beim Online-Shopping abbauen und den Zugriff auf Inhalte von Internetseiten in anderen EU-Staaten erleichtern, indem das sogenannte Geoblocking eingeschränkt wird.

Beim Geoblocking werden bestimmte Inhalte wie Videos oder Musik in anderen EU-Ländern nicht zugelassen, was unter anderem mit Lizenzgründen verbunden ist. Nach Angaben der Kommission kaufen nur 15 Prozent der Verbraucher über das Internet Waren im EU-Ausland ein, weil es zu teuer und zu kompliziert sei. Eine solche Diskrimierung habe aber keinen Platz in der digitalen Welt, argumentierte die Behörde.

Deshalb will sie die Geoblocking-Praxis Online-Anbietern wie Amazon oder Zalando ebenso untersagen wie Autovermietern und Verkäufern von Konzerttickets. Allerdings soll damit nicht die Verpflichtung der Internethändler verbunden sein, die Ware auch ins EU-Ausland zu liefern.

In einer weiteren Initiative schlug die EU-Kommission eine Lockerung der Regeln bei TV-Werbung vor. So sollen zwar zwischen sieben Uhr und 23 Uhr weiter maximal 20 Prozent der Sendezeit auf Werbung entfallen. Die Beschränkung von zwölf Werbeminuten pro Stunde soll aber aufgehoben werden.

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