Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnt vor nachlassenden Reform- und Sparbemühungen auch in Ländern, die unter hoher Jugendarbeitslosigkeit leiden. „Kurzlebige Konjunktur- und Ausgabenprogramme und immer höhere Schulden für nachfolgende Generationen schaffen aber keine nachhaltigen Arbeitsplätze, die dringend benötigt werden“, sagte Weidmann der „WAZ“-Mediengruppe. „Als Schwergewicht in der Währungsunion hat Frankreich eine besondere Vorbildfunktion. Gerade jetzt, da wir uns schärfere Regeln zum Defizitabbau gegeben haben, sollten wir deren Glaubwürdigkeit nicht dadurch in Frage stellen, dass wir deren Flexibilität voll ausreizen. Was wir jetzt brauchen ist Vertrauen in die Sanierung der Staatsfinanzen“, sagte Weidmann. Weidmann meinte: „Frankreich hat zwar in den vergangenen Jahren sein Haushaltsdefizit verringert, nach der Prognose der EU-Kommission beläuft es sich in Frankreich in diesem Jahr aber immer noch auf knapp 4 Prozent und wird im nächsten Jahr sogar wieder leicht steigen. Das ist für mich kein Sparen.“

Der Drahgi ist nur noch ein Lachplatte. Woher der seinen Optimismus nimmt, ist mir einigermaßen schleierhaft.

@ln-von-e
Es ist das Kapital, welches aus der Welt muss. Bitte erklären Sie mir, warum die Realwirtschaft so viel Kapital braucht. Ww. realwirtschaftl. Leistung $ 70 Trillion; das Volumen des lizenzsierten Finanzbereichs beträgt $ 60 Trillion; im OTC Finanzbereich türmen sich $ 780 Trillion auf (BIZ/BIS in Basel). Wozu braucht die Realwirtschaft ein Volumen von $ 840 Trillion. In vielen Industrienationen dominiert der Finanzbereich bis zu 70 % des BIP/BSP. Halten Sie das Dogma "Kapital arbeitet" ebenfalls für ein Ammenmärchen? Was bewirkt eigentlich der Zinseszins, Geldschöpfung aus dem Nichts etwa?
Die letzten 30 Jahre der Finanzialisierung, als Ausweg aus der Stagflation 1970-iger Jahre und seit den 1985-iger Jahren, dem Einbruch der Profitrate, haben gezeigt, dass so alle 3 Jahren die Erschütterungen der Realwirtschaft ihren Ausgangspunkt im Finanzbereich hatten. Mit Lohnsenkungen (Schröders Agenda 2010) uä. wurde versucht die Rentabilität (Profit) mindestens zu erhalten. Paralell dazu stieg die Verschuldung der Privathaushalte.
Was bedeutet es für das Wachstum, wenn die gesamte Geldumlaufgeschwindigkeit nach den prognostizierten Zahlen 2010 auf 1,8 fällt. Es wurden 14,3% neues Geld ins Land gepumpt. Wo landete dieses Volumen, in der Realwirtschaft oder nur im Finanzbereich, an der Börse? Würde dieselbe Umlaufgeschwindigkeit von 2,0 wie 2009 sein, dann müsste das Bruttoinlandsprodukt nicht nur um 2%, sondern sogar um 14,3% steigen.
Die Staaten der EU verschulden sich seit Jahrzehnten zum Vorteil des Finanzbereichs. Anstatt sich das notwendige Geld durch Steuern zu holen, senken die Länder die Steuern zugunsten der Kapitalgeber, leihen sich von denen das erforderliche Kapital gegen Zinsen. Dümmer geht es nimmer!
Wie bei der dtschen. “Bankenrettungsaktion” geht es in Frankreich nur um die Absicherung der Kreditforderungen der Kapitalgeber. Gesamtverschuldung F: 370 %; Staat 88%; privat, Unternehmen, Finanzbereich=280%. Wo krachte es bisher zuerst?

Und hier nochmals die Zusammenfassung der beliebtesten Ammenmärchen:
a) Europa wird kaputtgespart. (Es ist genau umgekehrt, Europa wurde in die Krise hineingeprasst)
b) Geldpolitik lockern hilft. (Die Zinsen der EZB sind kurz vor Null und nichts hats genützt).
c) Deutschland macht zu wenig. (hat schon viel zu viel gemacht = Geld verschleudert).
d) Ohne Euro sind die Exporte gefährdet. (da dann die Zulieferer und Rohstoffe billiger werden hat das so gut wie keinen Einfluß).
e) In der Krise muss mehr konsumiert werden. (das hat in den 20-er Jahren gestimmt, aber jetzt ist 2013).
f) Bei der Rückkehr zur DM sind die Target-2-Salden weg. (Nein, die Bundesbank richtet sich das als Guthaben ein).
g) Wenn der Euro scheitert gibt es eine Weltwirtschaftskrise. (Die haben wir jetzt, durch den Euro).
h) Wenn Deutschland aus dem Euro geht, dann machen alle die Grenzen zu und kaufen bei uns nicht mehr, vor allem Frankreich.
(Wenn Frankreich mehr als ein Viertel seines Exports verliert (das geht nach Deutschland) sind die platt).
i) Sparpolitik verhindert Wachstum.(Das Gegenteil ist richtig, Wachstum kann nur entstehen, wenn die wertschaffende Wirtschaft die wertverzehrende übersteigt, also weg mit den "Staatsdienern").