Emmanuel Macron: Französischer Wirtschaftsminister tritt zurück

Emmanuel Macron: Französischer Wirtschaftsminister tritt zurück

, aktualisiert 30. August 2016, 19:23 Uhr
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Emmanuel Macron gibt sein Amt als französischer Wirtschaftsminister auf.

Der französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron hat seinen Rücktritt bekanntgeben lassen. Der Finanzminister übernimmt fortan die Zuständigkeit fürs Wirtschaftsministerium.

Frankreichs Wirtschaftsminister Emmanuel Macron hat die Regierung verlassen und geht künftig politisch eigene Wege. Der 38-Jährige reichte am Dienstag bei einem Treffen mit Präsident François Hollande seinen Rücktritt ein, wie der Élyséepalast mitteilte. „Ich möchte heute eine neue Etappe meines politischen Kampfes beginnen", sagte er. Macron werden Ambitionen auf eine Kandidatur bei der Präsidentenwahl im kommenden Frühjahr nachgesagt. Macron ließ offen, ob er selbst eine Kandidatur anstrebt. Finanzminister Michel Sapin übernahm zusätzlich das Wirtschaftsressort.

Macron hatte sich zunehmend von Hollande und Regierungschef Manuel Valls abgesetzt. In den vergangenen Monaten war immer wieder über einen möglichen Rücktritt des liberaler orientierten politischen Jungstars spekuliert worden. Im April hatte Macron eine eigene politische Bewegung gegründet, die er „weder rechts, noch links“ positionierte. Er hatte aber immer wieder seine Loyalität zu Hollande betont.

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Der Staatschef hatte Macron 2014 zum Wirtschaftsminister gemacht. Mit seiner wirtschaftsfreundlichen Linie war der frühere Investmentbanker wiederholt beim linken Flügel der sozialistischen Regierungspartei angeeckt. Ein von ihm verantwortetes Liberalisierungsgesetz boxte die Regierung im vergangenen Jahr mangels eigener Mehrheit mit einer Sonderregel durchs Parlament, mit der sie eine Abstimmung umgehen kann.

Frankreich wählt im April und Mai 2017 seinen nächsten Präsidenten. Ob Hollande noch einmal antritt, will er Ende des Jahres entscheiden. Er ist wegen anhaltend schlechter Umfragewerte und einer hohen Arbeitslosigkeit angeschlagen. Seine Reformpolitik hatte ihm viel Kritik vom linken Flügel seiner Sozialistischen Partei eingebracht. Die Sozialisten haben eine Vorwahl angesetzt, für die sich auch schon die im Streit ausgeschiedenen Ex-Minister Arnaud Montebourg und Benoît Hamon beworben haben.

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