Entzug des Spitzenratings: S&P stuft die EU herab

Entzug des Spitzenratings: S&P stuft die EU herab

Die Ratingagentur Standard & Poor's hat der Europäischen Union bei der Beurteilung ihrer Kreditwürdigkeit die Bestnote entzogen. Grund sei die schwächere Verfassung der 28 EU-Mitgliedsländer.

Standard & Poor's hat der Europäischen Union ihre Spitzenbewertung entzogen. Das Langfrist-Rating wurde auf "AA+" von "AAA" gesenkt, wie die US-Ratingagentur am Freitag mitteilte. "Unserer Meinung nach hat die Kreditwürdigkeit der jetzt 28 EU-Mitgliedstaaten insgesamt abgenommen." Dabei spiele eine Rolle, dass der Zusammenhalt der EU-Mitgliedsländer abgenommen habe. Das zeige sich in den Spannungen bei den jüngsten Verhandlungen über den EU-Haushalt. Diese signalisierten steigende Risiken, dass die EU in einigen Mitgliedstaaten an Rückhalt verlieren könnte.

Ein paar Staaten hatten die Verabschiedung des Budgets zumindest zeitweise blockiert. "Wir halten es für möglich, dass die Verhandlungen vorzeitig wieder aufgenommen werden müssen", schrieben die Fachleute. Die EU hatte sich im Sommer nach monatelangem Streit auf einen Finanzrahmen bis 2020 geeinigt.

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Euro-Krise Schlechte Noten für Europas Krisenländer

Marode Banken und wackelige Regierungen: Die Euro-Krise hat auch 2013 den Kontinent in Atem gehalten. Drei der acht Krisenländer fielen positiv auf – für die anderen hagelt es teils miese Noten.

Auch 2013 hat die Finanzkrise Europa in Atem gehalten. Welches der acht Krisenländer fiel positiv auf, welches negativ? Wir haben den Check gemacht und verteilen Zeugnisse. Quelle: WirtschaftsWoche Online

Der Entscheidung vorausgegangen war in den vergangenen Monaten eine Herabstufung der Ratings von Frankreich, Italien, Spanien, Malta, Slowenien, Zypern und den Niederlanden. Die Gefahr, dass das Rating der EU bald wieder gesenkt werde, sei aber gering, befand S&P: Den Ausblick beurteilen sie als stabil.

Die EU kann auf eigene Rechnung Kredite am Markt aufnehmen, gehört aber zu den kleinen Spielern am Anleihemarkt. Derzeit sind nach S&P-Berechnungen Anleihen im Volumen von 56 Milliarden Euro in Umlauf. Das Geld wurde überwiegend für Irland und Portugal benötigt.

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