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Kommentare zu: Vom Scheitern einer europäischen Währungsunion

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9 Kommentare
  • 11.08.2012, 11:46 UhrPequod

    Anscheinend umgeht man die seit zweieinhalb Jahre überfäl-
    lige Währungsreform im Euroraum wie die Katze den heißen
    Brei, um so viel wie möglich daran zu verdienen.
    Warum sollte man das auch schnell beenden, solange sich
    daran prächtig, auf Kosten des Deutschen Steuerzahler,
    verdienen läßt. Am Besten läßt sich das alles auch noch
    mit den entsprechenden Europaphrasen bis zur Pleite der
    BRD verlängern!!

  • 11.08.2012, 12:31 UhrRechtundFreiheit

    Zitat:
    "Währungsunionen ohne politisches Fundament zerbrechen wieder, ist Theurls Botschaft, weil sich souveräne Staaten nicht an gemeinsame Regeln halten. Nur wenn sie mit der totalen politischen Vereinigung einhergehen, sind sie unumkehrbar."

    Schlußfolgerung:
    Wo niemand eine gemeinsame politische Union mit ihren zentralen Steuereintreibern und Bevormundern will, kann sie auch nicht gegen den Volkswillen erzwungen werden. So ist die Logik - nicht anders herum.

    Worte wie 'unumkehrbar', 'alternativlos' usw. stammen aus häßlichen Welten mit zu erwartenden Ausreden der Art: "Das habe ich doch alles nicht gewußt".

    Danach kommt der Film mit dem Titel: "Und als man ihn dann wiederfand, da war er auch im Widerstand."

  • 11.08.2012, 12:37 Uhrallesverloren

    Ich denke, dass die Lehren bei der Einführung des Euros bekannt waren.

    Deutschland wusste aufgrund der Wiedervereinigung ganz genau, wie sich eine starke Währung in einem schwachen wirtschaftlichen Umfeld wie der ex DDR auswirkt. Die massiv ansteigende Verschuldung durch die Integration und die Unmöglichkeit der Rückzahlung war bei der Euro-Einführung offenkundig.

    Frankreich wusste politisch immer was es tut. Konstruktionsfehler des Maastricht-Vertrages zu vermuten wäre da völlig naiv. Außerdem besteht dort die politische Erfahrung vorheriger Währungsunionen.

    Italien und Griechenland hatten ihre eigene schon erfolgreiche Ratio. Der Staatsbankrott war dort immer ein beliebtes Mittel der Eliten, ihre Bevölkerung zu berauben. Bei einer Währungsunion konnte man die Anzahl der Zahler entsprechend erweitern.

    Der schnelle wirtschaftliche Wiederaufbau Ost-Europas war ebenso nur mit einer starken Währung möglich, insbesondere die Struktur- und Agrarhilfen vor und nach der Aufnahme in die EU. Ich glaube nicht, dass jemand die Absicht hatte, diese Gelder jemals zurückzuzahlen. Es war vielmehr die politische Dividende eines friedfertigen Zusammenwachsens, was man sich erhoffte und letztlich ja auch bekam.

    Ich bin heute der Ansicht, dass der Euro mit der vollen Absicht eingeführt wurde, ihn gegebenenfalls und im Bedarfsfall auch kollektiv zum Scheitern zu bringen. Jedes Land hatte und hat seine eigene Ratio zu diesem Unterfangen, nicht nur die sogenannten Süd-Länder, sondern ebenfalls die Nord-Länder (Deutschland, siehe oben; Österreich zur Integration ehemaliger Gebiete; Luxemburg als zentrales Finanzzentrum statt England, etc.).

    Insofern ist die Entscheidung wohl schon gefallen. Der Euro ist ein europäisches Entschuldungs- instrument. Zugegebenermassen kein Walkampf-Schlager in Deutschland aber für die politischen Eliten nicht ohne Reiz.

  • 11.08.2012, 12:55 UhrMalocher

    Die Absolutheit sozialer Tatbestände gleich von wessen Seite zu relativieren, öffnete schon immer zutiefst die Abgründe aller Einfältigkeit. Indes sämtliches Geld der Welt ausschließlich die Existenz des Ersteren belegt, gestattet dasselbe keinem, es als Ausdruck des Letzteren aufzufassen. Sich um diesen unrevidierbaren Grundsatz nicht zu scheren, zeugt insofern davon, keinerlei Kompetenz im Umgang mit auf diese Weise vor unerlaubten Zugriffen stets geschützten Zahlungsmitteln zu besitzen. Wenn man so will, kann daraus gefolgert werden, dass jegliche Währungsunion unangreifbar bis in die ferne Zukunft Bestand hat, aber ihre ökonomisch immensen Potentiale wegen massenhaft begangener Verfehlungen wesentlicher Eigenschaften brach liegen.

  • 11.08.2012, 19:15 UhrBielefelder

    Wenn die Politiker und Ökonomen das alles wissen und die Bevölkerung bewusst täuschen, warum sollte man ihnen vertrauen?

  • 12.08.2012, 12:50 UhrPoeki

    Welche Partei kann man noch wählen damit dieser Irrsinn endlich aufhört?

    • 24.03.2013, 22:00 Uhronetimeuser

      Na, welche schon: die Alternative für Deutschland.

  • 13.08.2012, 14:28 Uhrwerner

    schulden waigel sollte weiter bierkuh praktizieren aber immer sein maul halten.es kommt bei ihm nur bier aus mund und nase

  • 01.09.2012, 11:35 UhrLeser

    Lieber Herr Knauß, das ist ein hervorragender Beitrag - der sich so (wie auch der zweite diese Woche erschienene) wohltuend qualitativ vom sonstigen oftmals inzwischen enttäuschend unreflektierten Niveau der WiWo abhebt! Bitte machen Sie weiter so!

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