EU-Finanzminister: Schäuble attackiert Griechenland

EU-Finanzminister: Schäuble attackiert Griechenland

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble attackiert die griechische Politik - der Ton wird schärfer

Quelle:Reuters

Kleine Fortschritte auf der Telefonkonferenz der Finanzminister, die Entscheidung fällt aber frühestens am Montag. Derweil wird der Ton zwischen Griechenland und Deutschland schärfer.

Die Eurogruppe hat ein Ende der Hängepartie um das Kreditpaket zur Rettung Griechenlands für Anfang kommender Woche in Aussicht gestellt. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker erklärte nach der Telefonkonferenz der Finanzminister, er sei zuversichtlich, dass die Gruppe bei ihrer nächsten Sitzung am Montag alle notwendigen Beschlüsse fassen könne. Griechenland habe weitere dazu notwendige Voraussetzungen erfüllt, darunter einen Plan für Einsparungen von weiteren 325 Millionen Euro in diesem Jahr.

In deutschen Regierungskreisen hieß es aber zurückhaltend, die nun vorgelegten Unterlagen müssten erst sorgfältig bis Montag geprüft werden. Die Entscheidung über das Rettungspaket sei offen. Der Streit über den mangelnden Reformwillen des pleitebedrohten Euro-Staates brach zwischen Deutschland und Griechenland unterdessen offen aus. Der griechische Staatspräsident Karolos Papoulias verbat sich Kritik von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble als Beleidigung seines Landes. Zuvor hatte Finanzminister Evangelos Venizelos „bestimmte Mächte“ gewarnt, mit dem Feuer zu spielen. Schäuble hatte Griechenland als Fass ohne Boden bezeichnet und erklärt, die Euro-Zone könne eine Pleite des Landes heute besser verkraften als vor zwei Jahren. In Griechenland wurde das als Vorbereitung eines Rauswurfs aus der Euro-Zone verstanden.

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In der Bevölkerung wächst die Wut über immer neue Forderungen aus Berlin. Demonstranten verbrannten bereits deutsche Fahnen. In Zeitungen wurde eine Fotomontage von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einer Nazi-Uniform veröffentlicht. „Wer ist Herr Schäuble, dass er Griechenland kränkt? Wer sind die Niederländer? Wer sind die Finnen?“, fügte der 82-jährige Papoulias während eines Mittagessens mit dem Verteidigungsminister und Spitzenvertretern des Militärs in Athen hinzu. Deutschland, Finnland und die Niederlande hatten Euro-Kreisen zufolge zuletzt eine Verschiebung des Rettungspakets bis nach der für April geplanten Wahl zur Diskussion gestellt.

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