EU-Kommission: Wirtschaft im Euro-Raum wächst 2015 deutlich

EU-Kommission: Wirtschaft im Euro-Raum wächst 2015 deutlich

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Wirtschaft im Euro-Raum erholt sich langsam.

Frankreich und Spanien mühen sich mit Reformen ab, bekommen aber ihre staatlichen Defizite nicht in den Griff. Für den gesamten Euro-Raum soll es in den kommenden Monaten aber bergauf gehen.

Die Euro-Zone lässt die Rezession endgültig hinter sich und nimmt nach Ansicht der EU-Kommission 2015 spürbar Fahrt auf. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um 1,2 Prozent wachsen und im nächsten Jahr sogar um 1,7 Prozent zulegen, schrieb die Brüsseler Behörde am Montag in ihrer Frühjahrsprognose. "Die Erholung ist jetzt angekommen", sagte der Vize-Präsident der EU-Kommission, Siim Kallas. "Die Defizite gehen zurück und die Investitionen springen wieder an." Wichtig sei vor allem, dass sich auch die Lage am Arbeitsmarkt allmählich bessere. Um künftig mehr Jobs zu schaffen, müssten die EU-Staaten ihre Strukturreformen fortsetzen und das Potenzial für Wachstum stärken, ergänzte Kallas, der zugleich EU-Verkehrskommissar ist.

Bis auf Zypern traut die Behörde allen 18 Euro-Staaten 2014 wieder eine anziehende Konjunktur zu. In den vergangenen beiden Jahren war die gesamte Wirtschaft im Währungsraum noch geschrumpft, 2013 um 0,4 Prozent. Als Zugpferd springt erneut die größte Volkswirtschaft der Euro-Zone in die Bresche: Deutschlands Bruttoinlandsprodukt wächst laut Prognose 2014 um 1,8 Prozent und 2015 um 2,0 Prozent. In Frankreich gehe es deutlich langsamer bergauf. Demnach wird die Nummer zwei im Euro-Raum 2014 nur um ein Prozent und im nächsten Jahr um 1,5 Prozent wachsen. Optimistischer als zuletzt bewertet die EU-Kommission die Entwicklung in Spanien. Hier werde die Wirtschaft um 1,1 und 2,1 Prozent zulegen.

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Als Risiken für die Konjunkturentwicklung sieht die Brüsseler Behörde einen Vertrauensverlust wegen mangelnder Reformen und eine zu lange Phase niedriger Inflation. Die Wahrscheinlichkeit einer handfesten Deflation - also eines konjunkturschädigenden Preisverfalls auf breiter Front - sei dennoch weiter sehr gering. Die Verbraucherpreise in der Euro-Zone dürften 2014 um 0,8 Prozent steigen und 2015 um 1,2 Prozent. Von stabilen Preisen spricht die Europäische Zentralbank hingegen nur bei Werten von knapp unter zwei Prozent.

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