EU-Kommssar Rehn: Die Verzögerungen gehen auf das Konto der Griechen

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Flagge auf der Akropolis in Athen

von Silke Wettach

EU-Kommissar Olli Rehn macht Griechenland dafür verantwortlich, dass erst nach der Europawahl über ein drittes Hilfspaket für das krisengeschüttelte Land entschieden werden kann.

„Die aktuelle Überprüfung dauert nun schon sechs Monate. Die Verzögerungen gehen auf das Konto der Griechen“, sagte Rehn der WirtschaftsWoche. „Ich bin immer noch nicht immun gegen den Frust, obwohl ich diese Verzögerungen nun schon seit vier Jahren erlebe. Es ist bedauerlich“, so Rehn.

Dennoch lobt Rehn das Land auch für das Erreichte. „Auf der anderen Seite hat Griechenland bei seinem Staatshaushalt und bei den Strukturreformen in den vergangenen zwei Jahren viel erreicht. Nun muss es die Dynamik auf beiden Feldern aufrechterhalten.“ Dazu seien noch zahlreiche Reformen notwendig. „Es gibt noch viel Arbeit bei der Öffnung der Produkt- und Dienstleistungsmärkte, von Notaren bis zu Apotheken. Der Arbeitsmarkt muss reformiert und die Privatisierung in Angriff genommen werden.“

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