EU-Konjunktur: EU prophezeit Europa weiteres Krisenjahr

EU-Konjunktur: EU prophezeit Europa weiteres Krisenjahr

Die EU-Kommission sagt Europa ein schlechtes Jahr voraus. Gerade Spanien und Frankreich träfe es hart. Die Schulden sollen steigen. Das Defizit werde sich auf 2,8 Prozent der Wirtschaftsleistung belaufen.

Die Euro-Zone wird wohl auch 2013 in der Rezession verharren. Laut Prognose der EU-Kommission schafft es Europa nur langsam, sich von der Last der Schuldenkrise zu befreien. Nach dem Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank kappte auch die EU-Behörde ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr. Das Bruttoinlandsprodukt werde 2013 um 0,3 Prozent schrumpfen nach dem geschätzten Minus von 0,6 Prozent im Vorjahr, teilte die Kommission am Freitag in Brüssel mit.

Große Volkswirtschaften schwächeln

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Die 17 Euroländer werden laut EU-Prognose in diesem Jahr noch höhere Staatsdefizite machen, als bislang erwartet. Das Defizit im Haushalt werde sich im Euroraum auf 2,8 Prozent der Wirtschaftsleistung belaufen, schrieb die EU-Kommission am Freitag in ihrer Konjunkturprognose. Inzwischen gebe es aber erste Hinweise auf eine Erholung zum Jahresende. "Die entschlossenen politischen Schritte der jüngsten Zeit ebnen den Weg für eine Rückkehr zur Erholung", sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn. Für 2014 wird ein Aufschwung mit einem Plus von 1,4 Prozent erwartet.

Grund dafür ist die Schwäche der großen Volkswirtschaften. Für Frankreich erwartet die EU-Kommission nur ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent. In Italien wird die Wirtschaft um ein Prozent einbrechen und im krisengeschüttelten Spanien um 1,4 Prozent. Auch die Konjunkturlokomotive Deutschland werde mit 0,5 Prozent nicht mehr ganz so stark zulegen können und erst 2014 wieder deutlich um zwei Prozent wachsen. Portugal und Griechenland erwarten einen weiteren Einbruch.

Risiken größer als die Chancen

Die düsteren Aussichten für die Realwirtschaft stehen im Kontrast zur positiven Stimmung an den Finanzmärkten. Dort ist das Vertrauen in die Wirtschaftskraft der Euro-Zone nach Ansicht der EU-Kommission durch die entschiedenen Reformen und Einsparungen zurückgekehrt. Die Euro-Staaten müssten nun auf Reformkurs bleiben, sonst werde der Aufschwung bei Wachstum und Beschäftigung noch länger auf sich warten lassen, warnte Rehn.

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Auf längere Sicht sind die Risiken für die Wirtschaft im Währungsgebiet größer als die Chancen, erklärte die Kommission weiter. So bestehe die Gefahr, dass die hohe Arbeitslosigkeit die Inlandsnachfrage dämpfe und zugleich den Spar- und Reformeifer erlahmen lasse. Auch die hohe Verschuldung der USA und Japans sei eine Belastung. Für das kommende Jahr prognostizieren die EU-Volkswirte aber eine Rückkehr zum Wachstum mit einem Plus von 1,4 Prozent.

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