Quelle: ScreenshotDie radikale Änderung der Google-Suche
Google will seine Suche sozialer machen und zeigt daher jetzt "persönliche Resultate" an (roter Pfeil): In der Regel sind das Profile oder Beiträge aus dem sozialen Netzwerk Google+. Innerhalb der Ergebnisliste werden diese durch ein spezielles blaues Icon gekennzeichnet (gelber Pfeil). Man kann auch zwischen den persönlichen Resultaten oder die "normalen" Ergebnissen wechseln (grüner Pfeil).
Derzeit ist die Änderung nur in der englischsprachigen Version von Google verfügbar, zudem muss man mit einem Google-Konto (z.B. GMail, Google+) angemeldet sein.
Quelle: ScreenshotDas Zuckerberg-Beispiel
Die Änderung führt zu teils kuriosen Ergebnissen, die kaum mehr die relevantesten sind. Wer beispielsweise nach „Mark Zuckerberg“ sucht, bekommt nun als erstes das Google+-Profil des Facebook-Gründers angezeigt. Erst an fünfter Stelle kommt sein Facebook-Profil, noch nach einer Meldung darüber, dass Zuckerberg Google+ nicht mehr nutzt.
Quelle: ScreenshotZuckerberg-Suche bisher
In der klassischen Suche erschien dagegen zuerst der Wikipedia-Eintrag zu Mark Zuckerberg, direkt danach dessen persönliche Facebook-Seite. Das zeigt auch, dass die Verzerrung nur zum Teil darauf beruht, dass Google keinen vollen Zugriff auf Facebooks-Daten habe, wie der Konzern gegenüber Kritikern argumentiert. Zumindest öffentliche Facebook-Profile werden durchaus erfasst, durch die Umstellung jedoch viel schlechter gewertet, als das deutlich weniger genutzte eigene Netzwerk Google+.
Quelle: ScreenshotUnbrauchbare Vorschlagsfunktion
Eine extreme Änderung gibt es auch bei der "Google Instant"-Funktion, die schön während des Tippens Vorschläge zu Suchbegriffen, -kombinationen und -ergebnissen macht. Hier werden nun zuerst verknüpfte Profile von Google+-Bekannten angezeigt. Versucht man beispielsweise "Microsoft" einzugeben, versucht Google auf die Profile bekannter „Michaels“ zu lenken. Doch die wenigsten Google-Nutzer dürften bei einer Anfrage eine Suche nach ihren Freunden im Sinn haben.
Quelle: ScreenshotBeispiel Twitter
Hier die herkömmlichen Ergebnisse einer Suche nach Twitter. Auch dabei werden in der rechten Spalte Profile von Google+-Nutzern vorgeschlagen.
Quelle: ScreenshotNeue Twitter-Ergebnisse
In der Variante mit persönlichen Ergebnissen werden nun bei einer Suche nach "Twitter" Einträge auf Google+ zum Thema angezeigt - doch ist eine Infografik zu Werbeeinnahmen auf Twitter wichtiger als der Wikipedia-Eintrag, aktuelle Nachrichten oder Links zu den Twitter-Apps für Facebook oder Apple?
Quelle: ScreenshotBeispiel Wulff
Sucht man nach "Wulff" zeigt das englische Google.com naturgemäß nicht nur Einträge zum Bundespräsidenten an - doch zumindest den Wikipedia-Eintrag und seine offizielle Seite unter den ersten sechs Ergebnissen.
Quelle: ScreenshotDie neue "Wulff"-Suche
In der neuen Variante rutscht die Bundespräsidentenseite auf Kosten von Google+-Einträgen nach unten. Grundsätzlich können Einträge aus dem sozialen Netzwerk (oder anderen) die Suche auch durchaus bereichern. Doch dabei gibt es ein weiteres Problem: Wer soziale Netzwerke intensiv nutzt, kennt genau die prominent angegeben Suchergebnisse oft schon.
Generell werden bei der neuen Google-Suche umso mehr solcher persönlichen Ergebnisse angezeigt, je intensiver der jeweilige Nutzer bei Google+ aktiv ist. Google versucht seine Nutzer mit der Umstellung noch mehr auf G+ zu zwingen. Wer die persönlichen Ergebnisse nicht will, sollte hingegen paradoxerweise eher auf Google+ verzichten.
Die radikale Änderung der Google-Suche
Google will seine Suche sozialer machen und zeigt daher jetzt "persönliche Resultate" an (roter Pfeil): In der Regel sind das Profile oder Beiträge aus dem sozialen Netzwerk Google+. Innerhalb der Ergebnisliste werden diese durch ein spezielles blaues Icon gekennzeichnet (gelber Pfeil). Man kann auch zwischen den persönlichen Resultaten oder die "normalen" Ergebnissen wechseln (grüner Pfeil).
Derzeit ist die Änderung nur in der englischsprachigen Version von Google verfügbar, zudem muss man mit einem Google-Konto (z.B. GMail, Google+) angemeldet sein.
EU-Justizkommissarin Viviane Reding will den bisher in der EU weitgehend national geregelten Datenschutzes auf ein einheitliches hohes Niveau bringen. Am Mittwoch stellte sie ein Gesetzespaket vor, mit dem Europa auf dem Gebiet des Datenschutzes einen „internationalen Standard“ setzen will. Zuletzt war der Datenschutz in der EU im Jahr 1995 geregelt worden, als das Internet noch kaum eine Rolle für Verbraucher und Unternehmen spielte.
Gilt auch für Unternehmen
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner lobte den Brüsseler Ansatz. „Die bisherige zersplitterte Rechtslage hat dazu geführt, dass sich Unternehmen wie Facebook in einem Land mit einem niedrigen Datenschutzniveau niederlassen und sich so unserem deutschen Standard entziehen, obwohl sie ihre Dienste hier anbieten.“
Die Luxemburgerin Reding, ließ sich bei den Arbeiten an der Verordnung von den EU-Ländern mit dem höchsten Datenschutzniveau wie Deutschland inspirieren, wie sie sagt. Die neuen Regeln gelten auch für Unternehmen, die ihren Sitz außerhalb der EU haben.
Datenschutzbeauftragte
Der Wirtschaft stellt Reding erhebliche Entlastung in Aussicht, weil sich Firmen nicht mehr mit 27 unterschiedlichen nationalen Regeln für Datenschutz befassen müssen. Die EU-Kommission errechnet daraus eine Ersparnis von 2,3 Milliarden Euro im Jahr.
Beobachter halten diese Zahl jedoch für „blanken Unsinn“, denn die Verordnung erlegt Unternehmen umfangreiche Pflichten zum Datenschutz auf, die mit erheblichen Kosten verbunden sind, so dass Unternehmen unter dem Strich mit Mehrkosten rechnen müssten. Deutsche Unternehmen müssten allerdings künftig erst ab 250 Mitarbeitern einen Datenschutzbeauftragten ernennen. Bisher liegt die Schwelle bei zehn Mitarbeitern. Wer gegen die neuen Datenschutzregeln verstößt, dem drohen empfindliche Strafen von bis zu einer Million Euro oder zwei Prozent des weltweiten Umsatzes.













