Euro-Finanzminister: Dijsselbloem bleibt Eurogruppenchef

Euro-Finanzminister: Dijsselbloem bleibt Eurogruppenchef

, aktualisiert 13. Juli 2015, 19:13 Uhr
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Der Niederländer Jeroen Dijsselbloem bleibt Vorsitzender der Eurogruppe.

Die Eurogruppe bestätigt den niederländischen Finanzminister Jeroen Dijsselbloem in seinem Amt. Der Niederländer hatte eine zentrale Rolle in den Verhandlungen mit Griechenland gespielt.

Der Niederländer Jeroen Dijsselbloem bleibt Vorsitzender der Eurogruppe. Der 49-Jährige wurde in Brüssel von den Euro-Finanzministern einstimmig für eine zweite Amtszeit wiedergewählt, wie der EU-Ministerrat mitteilte. Der Sozialdemokrat führt die Runde der 19 Euro-Finanzminister seit knapp zweieinhalb Jahren, sein erstes Mandat endet am 21. Juli. Sein Herausforderer war der Spanier Luis de Guindos.

„Ich danke meinen Kollegen für ihre Unterstützung und Zusammenarbeit und freue mich auf eine zweite Amtszeit als Präsident der Eurogruppe“, schrieb Dijsselbloem nach der Wahl auf dem Kurzmitteilungsdienst Twitter. Der niederländische Finanzminister steht seit Januar 2013 an der Spitze der Ministerrunde. Seine größte Herausforderung ist die Bewältigung der Griechenlandkrise.

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Insgesamt waren 19 Ressortchefs stimmberechtigt. Es war der zweite Anlauf für die Wahl, die im Juni wegen des Ringens um eine Lösung für Griechenland verschoben worden war. Mehrere Finanzminister, vor allem aus Nord- und Mitteleuropa, hatten allerdings zuletzt Dijsselbloems Verhandlungsführung im griechischem Schuldenstreit ausdrücklich gelobt. Der slowakische Finanzminister Peter Kazimir sagte über Dijsselbloem: „Ich mag seinen Stil. Er ist ein guter Typ.“

Der Niederländer wurde erstmals im Januar 2013 an die Spitze der Eurogruppe gewählt und folgte damals dem Luxemburger Jean-Claude Juncker nach, der seit vergangenem Jahr EU-Kommissionspräsident ist. Seit Anfang 2013 ist Dijsselbloem auch Vorsitzender des Gouverneursrats des Euro-Rettungsfonds ESM.

In der Eurogruppe koordinieren die 19 Staaten der Euro-Zone ihre Wirtschafts- und Finanzpolitik. Im Gegensatz zum Rat der 28 EU-Finanzminister ist die Eurogruppe ein informelles Gremium. Das informell tagende Gremium nahm seine Arbeit 1998 auf, da es steigenden Absprachebedarf im Zuge der Euro-Einführung zu Beginn des Folgejahres gab. In der Finanz- und Schuldenkrise stieg die Eurogruppe zu einem der weltweit wichtigsten Entscheidungsgremien auf. Die Minister entscheiden unter anderem über milliardenschwere Hilfsprogramme für pleitebedrohte Euroländer.

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