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Euro-Krise: „Draghis Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel“

Euro-Krise: Zittern vor der EZB-Entscheidung

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„Draghis Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel“

Der ehemalige EZB-Präsident Jean-Claude Trichet Quelle: dpa
Die Unabhängigkeit der Notenbank wird angezweifelt. Bereits Draghis Vorgänger Jean-Claude Trichet musste sich gegen Vorwürfe der direkten Staatsfinanzierung wehren Quelle: dpa

Die EZB windet sich heraus. Schon Draghis Vorgänger Jean-Claude Trichet, der die Käufe zu Beginn der Schuldenkrise startete, argumentierte stets: Die Bank kaufe nur Anleihen, die bereits ausgegeben seien. Dies sei keine direkte Staatsfinanzierung.

Wofür die Deutschen bei der Euro-Rettung haften

Die US-Bank Goldman Sachs warnt in einer Analyse, dass die EZB mit ihren bisherigen Staatsanleihen keinen dauerhaften Erfolg habe erzielen können und ein erneutes Eingreifen die Märkte eher verunsichern als beruhigen könnte. Außerdem gilt ganz allgemein: Je mehr Geld die Zentralbank in das System pumpt, desto eher steigt die Inflation. Und wenn die Teuerung erst einmal mehrere Prozent beträgt, wird es schwierig, sie in den Griff zu bekommen.

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Wie also verhalten sich Mario Draghi und der EZB-Rat? Möglicherweise mit einer Ankündigung, Anleihen auf dem Sekundärmarkt zu kaufen, sollte es für Italien und Spanien nicht zeitnah günstiger werden, sich Geld zu leihen. Möglicherweise reichen schon starke verbale Signale, um die Renditen zu beeinflussen. Allein die Tatsache, dass die EZB klar macht, im Zweifelsfall für Eingriffe bereit zu stehen, könnte die Marktteilnehmer beruhigen. So könnte die EZB einen Marke festlegen, etwa einen Zinssatz von sieben Prozent, bei dem die Notenbank so umfangreich eingreift, bis der Zinssatz unter die kritische Marke rutscht.

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Fakt ist: Der EZB-Chef hat sich selbst unter Zugzwang gebracht. Lässt er seinen deutlichen Worten, keinen Taten folgen, wird die Reaktion an den Märkten heftig ausfallen – und der Italiener beschädigt sein. Denn: „Die Glaubwürdigkeit von EZB-Chef Mario Draghi steht auf dem Spiel“, warnte David Thebault, Chef-Händler bei Global Equities. „Der Zentralbank bleibt eigentlich nichts anderes übrig, als mit einem starken Maßnahmenpaket aufzuwarten.“

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 02.08.2012, 13:29 UhrNichtDumm

    Das was Hollande und seine südländischen Kumpane planen, ist Krieg gegen Deutschland. Sie lassen uns so lange bluten, wie wir blöd sind und dann treten sie einfach aus der Geldmaschine aus. Deutschland bleibt dann auf den Schulden sitzen und sie können munter wieder ihre alten Währungen abwerten.

  • 02.08.2012, 07:18 UhrWegweiser

    Vertrauen, Glaubwürdigkeit, Nachhaltigkeit, sie können mit diesen Maßnahmen kaum erzeugt werden. Eher im Gegenteil, es verleitet die Marktteilnehmer dazu, die Grenzen der Handlungsoptionen der EZB und der Fonds einmal umfassend auszutesten.

    Die bisherigen Maßnahmen der EZB haben immer nur eine kurzfristige Stabilisierung erbracht. Die Target 2 Salden wachsen, eine real bereits stattfindende Kapitalflucht aus den südlichen Europroblemvolkswirtschaften zeigt dies.

    Fehlende ökonomische Prosperität und ein unabsehbarer Rekapitalisierungsbedarf bei Banken in den Südzone sind weitere Kennzeichen der Eurozone. So bleibt die EZB als Notanker zur Geldversorgung, es wird gerettet, stabilisiert und gekauft, geflutet und abgezinst, der Außenwert des Euro dürfte dies wohl bald schwer zu schaffen machen. Hoffentlich hat die EZB dann noch genügend brauchbare Drittwährungen zur Hand, wenn der Euro stabilisiert werden muss. Die Bestände der Buba dürften dafür herhalten müssen. Die Goldbestände der einzelnen Notenbanken ebenso. Alternativlos und basta!

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