Euro-Krise: Griechenlands Schuldenrückkauf überrascht den Markt

03. Dezember 2012
Griechenland hat am Montag die Bedingungen für den Rückkauf seiner Staatsanleihen bekannt gegeben. Die Märkte reagierten positiv. Quelle: dapdBild vergrößern
Griechenland hat am Montag die Bedingungen für den Rückkauf seiner Staatsanleihen bekannt gegeben. Die Märkte reagierten positiv. Quelle: dapd

Athen hat am Montag sein Angebot zum Schuldenrückkauf auf den Tisch gelegt. Das hat die Märkte beflügelt - die zehnjährige Staatsanleihe legte binnen weniger Minuten um zehn Prozent zu.

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Griechenland hat am Montag die Bedingungen für seinen geplanten Schuldenrückkauf veröffentlicht und den eigenen Staatsanleihen kräftig Antrieb verliehen. Den Haltern verschiedener Staatspapiere mit langen Laufzeiten werden Angebote von 30,2 bis 40,1 Prozent des ursprünglichen Werts gemacht. Die Offerte endet am 7. Dezember, teilte die zuständige staatliche Behörde PDMA mit.

Als Verfahren wurde eine modifizierte holländische Auktion gewählt. Dabei müssen Investoren ihre Preisvorstellung offenlegen, bevor das Kaufangebot unterbreitet wird. Den Zuschlag erhalten die Gläubiger, die sich mit dem wenigsten Geld zufrieden geben.

Zuletzt hielten Privatanleger griechische Staatsanleihen im Volumen von etwa 62 Milliarden Euro. Etwas mehr als die Hälfte davon befindet sich in den Händen von Banken und Anlegern in Ausland. Es gilt als sicher, dass die griechischen Finanzinstitute, die rund 15 Milliarden Euro halten, an dem Rückkaufprogramm teilnehmen werden.

Die Aktion ist wichtiger Bestandteil eines Milliarden-Pakets an Maßnahmen, um Griechenland in den kommenden Jahren zusätzlich finanziell zu unterstützen. Für den Schuldenrückkauf soll eine Summe von bis zu zehn Milliarden Euro in die Hand genommen werden. Damit würde Griechenland nach Schätzungen von Experten eine Schuldenlast von bis zu 30 Milliarden Euro loswerden. In Athen wurde jedoch befürchtet, dass ausländische Privatanleger wie Hedge-Fonds in Erwartung höherer Gewinne das Angebot nicht annehmen werden. Finanzminister Stournaras hatte für diesen Fall in der vergangenen Woche über einen „Plan B“ gesprochen, dessen Details er aber nicht bekanntgab.

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Kommentare | 2Alle Kommentare
  • 03.12.2012, 19:02 Uhrmathias

    Privatanleger müssen mit dem HAMMER behauen sein auf so ein Angebet
    einzugehen.

    Deutschland steht für alles gerade.

  • 03.12.2012, 17:30 UhrLilly

    Bund der Steuerzahler zu Schäuble u. Griechenland vom 03.12.2012

    http://www.stop-esm.org/newsletter/02_12_2012/Die_Geisterfahrt_des_Dr_Schaeuble.pdf

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