Euro-Krise: Spaniens schmutziges Geschäft mit Drogen und Sex

Euro-Krise: Spaniens schmutziges Geschäft mit Drogen und Sex

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Spanien hat ein Drogenproblem: Über den Flug- und Seeweg gelangen vornehmlich Kokain aus Lateinamerika und Hasch aus Nordafrika nach Madrid.

Spanien ist nicht nur ein beliebtes Urlaubsland, sondern Hauptumschlagsplatz für Drogen. Seit der Wirtschaftskrise boomt das Geschäft mit Kokain, Geldwäsche und Prostitution.

Pedro Dominguez* ist skrupellos. Der 44-jährige Spanier ist von Montag bis Freitag in der Werbebranche tätig, sonntags besucht er zusammen mit seiner Familie gerne einen Freund, der bei einer Bank in Madrid arbeitet. Während Kinder und Frauen im Wohnzimmer reden, gehen die beiden Männer ins Bad. Und ziehen sich Kokain durch die Nase.

Später sitzen sie zusammen, trinken Whiskey, plaudern. Dann setzt sich Dominguez aufgeputscht und leicht angetrunken ans Steuer und fährt die Familie nach Hause.

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Der 47-jährige Juan Pérez* konsumiert nicht nur Kokain, sondern verkauft es auch. Zwar hat er einen festen Job, doch er braucht das Geld für schöne Urlaube und sein Motorrad. Seine Kunden sitzen vor allem in den Reichenvierteln rund um Madrid.

Rosa Álvarez* ist 17 Jahre alt und kommt an ihrer Schule täglich mit Drogen in Kontakt. Sie hat sich entschlossen, abends nicht mehr wegzugehen: "Auf den Toiletten der Clubs wird soviel Kokain konsumiert, dass es mich anekelt."

Schuldenkrise Was Spanien wirklich zugrunde richtet

Spanien leidet nicht unter zu hohen Löhnen, der Immobilienkrise oder dem unflexiblen Arbeitsmarkt - sondern an krimineller Energie, die selbst bei der Elite zu finden ist.

Quelle: AP


Drei Beispiele, die typisch sind für spanische Metropolen wie Madrid, Barcelona, Sevilla oder Valencia. Nach Angaben der Vereinten Nationen finden 21 Prozent des europäischen Kokain-Konsums in Spanien statt. Der spanische Drogenexperte Ricardo Magaz glaubt sogar, dass das Land das größte europäische Einfallstor für Haschisch und Kokain geworden ist: "Jährlich schwemmen 325 Tonnen Haschisch und 21 Tonnen Kokain ins Land." Bei Haschisch sei das Land weltweit die Nummer Eins.

Bislang ging die spanische Gesellschaft mit dem Thema locker um. Doch ein schweres Busunglück änderte die Einstellung. Der Fahrer hatte Kokain- und Haschspuren im Blut. Nun fordern die spanischen Medien mehr Kontrollen und härtere Strafen für Drogen und Alkohol am Steuer.

Attraktiver Umschlagplatz

Allerdings wird das nichts daran ändern, dass Spanien nicht nur das Lieblingsland vieler Urlauber ist, sondern auch ein attraktiver Umschlagplatz für Kokain-Händler. Nach Angaben des spanischen Innenministeriums hat der Drogenhandel im Jahr 2012 knapp sechs Milliarden Euro umgesetzt. Das sind fast 16 Millionen Euro am Tag.

Eine Besserung ist nicht in Sicht, im Gegenteil. Alleine von Januar bis März 2013 wurden in Spanien 10.300 Kilo Kokain gefunden - fast 58 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2012.
Trotzdem vermuten Kritiker, dass es Drogenhändler in Spanien weiterhin leicht haben. Manche vermuten gar Verbindungen zwischen Politik und organisiertem Verbrechen. Und das Problem geht noch weiter.

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