Euro-Krise: Vor der Gelddruck-Orgie

KommentarEuro-Krise: Vor der Gelddruck-Orgie

von Frank Doll

Vor 20 Jahren wurden die Grundlagen des Euros ausgehandelt - an die sich niemand hielt. Warum sollte es mit den jetzigen Sparanstrengungen klappen?

Vor 20 Jahren wurden im niederländischen Maastricht die Grundlagen und Prinzipien einer einheitlichen europäischen Währung ausgehandelt. Nur was nützt das schönste Vertragswerk, wenn sich anschließend niemand an die ausgehandelten Regeln hält? Entsprechend werden auch die jetzt beim EU-Gipfel viel beschworenen Sparanstrengungen keine lange Halbwertzeit besitzen und sich in ein paar Monaten als Lippenbekenntnisse erweisen.

Spätestens, wenn im nächsten Jahr die Wirtschaft in der Euro-Zone in den freien Fall übergeht, die ohnehin schon rekordhohe Arbeitslosigkeit im Währungsraum (aktuell 16,294 Millionen Arbeitslose) durch Massenentlassungen noch dramatischer zunimmt, dann wird sich dieser EU-Gipfel überlebt haben. Jede Wette!

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Fehlender Widerstand

Dann aber bekommt die Welt der Anlagenschieber endlich das, was sie sich so sehr erhofft: die große Gelddruck-Orgie der Europäischen Zentralbank (EZB). Viel politischen Widerstand hätte EZB-Präsident Mario Draghi übrigens nicht zu befürchten. Als der Italiener vor ein paar Tagen den EZB-Jahresbericht im Europäischen Parlament vorstellte, blieben 701 der 736 Sitze im Parlament leer. Unfassbar!

Nur statt der erhofften Erlösung von der Euro-Krise wird die Monetarisierung der Staatschulden durch die EZB den Abgang des Euro eher noch beschleunigen. Wenn der Liter Benzin über zwei Euro kostet, dürfte auch der letzte Euro-Kredit bei den Bürgern verbraucht sein.

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