Euro-Rettung: EFSF soll spanische Anleihen kaufen

Euro-Rettung: EFSF soll spanische Anleihen kaufen

Die Euroländer erwägen einem Bericht zufolge, mit Hilfe des Rettungsfonds EFSF spanische Staatsanleihen von privaten Banken zu kaufen und so die Zinsen für das südeuropäische Land zu senken.

Es wäre die neueste Medizin der Euro-Retter für den spanischen Patienten - und der bekommt sie nun möglicherweise früher verabreicht, als ursprünglich gedacht: Einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge denken die Länder der Währungszone konkret über den Kauf spanischer Staatsanleihen mit Mitteln aus dem Euro-Rettungsschirm EFSF nach.

Durch die Intervention auf dem sogenannten Sekundärmarkt solle die Nachfrage nach den Schuldscheinen angekurbelt und so die drückende Zinslast des Landes gesenkt werden.

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„Die Instrumente stehen jedenfalls zur Verfügung“, sagte ein EU-Diplomat der Nachrichtenagentur dapd. Die Zeitung zitierte einen anderen Kenner der Materie aus EU-Kreisen mit den Worten: „Wir hoffen, dass wir die Märkte nun beruhigen können.“ Zwar sei das spanische Bankenproblem noch nicht gelöst, „aber wir sind dabei, dies zu tun“. Aufseiten der Eurogruppe gab man sich auf dapd-Anfrage zugeknöpft. Dort hieß es zu den Spekulationen lediglich „kein Kommentar“.

Euro-Rettungsschirm Moody's senkt Ausblick für EFSF

Erst am Dienstag hat die Ratingagentur Moody's den Ausblick für Deutschland auf negativ gesetzt, nun folgt der Rettungsschirm EFSF auf dem Fuße. Auch mehrere deutsche Bundesländer geraten ins Visier.

huGO-BildID: 24762717 ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Frau steht am 11.05.2010 im Regen mit einem blauen EU-Schirm vor dem Gebäudekomplex des EU-Parlaments in Brüssel. Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit des Euro-Rettungsschirms EFSF abgestuft. S&P senkte das Rating von der Bestnote «AAA» auf «AA+», wie der Fonds am Montagabend (16.01.2012) in Luxemburg mitteilte. Dieser Schritt war nach der Abstufung unter anderem Frankreichs erwartet worden. Foto: Thierry Monasse +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Die Reserviertheit verwundert nicht, geht es bei dem bislang noch nie genutzten Instrument doch um unangekündigte, also praktisch „geheime“ Anleihenkäufe, um die Märkte auszutricksen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) höchstselbst hatte den ebenfalls gebeutelten italienischen Staat bereits Anfang Juli ermutigt, die bestehenden Instrumente zu nutzen und zu testen - und zwar „ohne das im Einzelnen vorher anzukündigen“. Im Ernstfall könnte der Rettungsschirm EFSF dann binnen Tagen eingreifen.

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