Euro-Zone: Niedrigste Arbeitslosigkeit seit 2012

Euro-Zone: Niedrigste Arbeitslosigkeit seit 2012

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In Europa ist die Arbeitslosigkeit zurückgegangen

In der Euro-Zone sind so wenig Menschen ohne Job wie seit gut zwei Jahren nicht mehr. Vom einstigen Sorgenkind Spanien kommen gute Nachrichten: Dort nimmt die Wirtschaft wieder Fahrt auf.

Die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone ist auf das niedrigste Niveau seit knapp zweieinhalb Jahren gesunken. Die entsprechende Quote sank im Dezember auf 11,4 Prozent, wie das Europäische Statistikamt am Freitag mitteilte. Im November hatte sie noch bei 11,5 Prozent gelegen.

Dies zeigt, dass sich die Konjunkturerholung nun auch am Stellenmarkt in den 18 Staaten der Währungsunion allmählich bemerkbar macht. Auch aus der weitere zehn Staaten umfassenden Europäischen Union gab es positive Nachrichten: Mit einem Wert von 9,9 Prozent fiel die Arbeitslosenquote erstmals seit Oktober 2011 unter die Zehn-Prozent-Marke.

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Die niedrigste Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone weist Deutschland mit einer Quote von 4,8 Prozent aus. Die rote Laterne hält Griechenland mit 25,8 Prozent laut letzten verfügbaren Daten vom Oktober, dicht dahinter folgt Spanien mit 23,7 Prozent im Dezember. Nach einer mehrjährigen Durststrecke Rezessionsjahren kommt Spaniens Wirtschaft aber immer stärker in Schwung. Im vierten Quartal 2014 legte die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone gegenüber dem Vorquartal um 0,7 Prozent zu. Das teilte das Statistikamts INE am Freitag in Madrid mit. Das ist der stärkste Zuwachs seit dem Schlussquartal 2007.

Im Jahresvergleich erhöhte sich das BIP im Schlussquartal um 2,0 Prozent. Dank dieses fulminanten Jahresendspurts lag die Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr unter dem Strich um 1,4 Prozent über dem Vorjahr. Damit liegt Spanien fast auf Höhe Deutschlands mit einem Wachstum von 1,5 Prozent. Allerdings hinkt der Vergleich: Während sich die größte Wirtschaft Europas in den Vorjahren dem Sog der Euro-Schuldenkrise entziehen und immerhin Mini-Wachstum verbuchen konnte, war die spanische Wirtschaft zuvor jahrelang auf Schrumpfkurs.

Für 2015 geht die Regierung bislang von einem nochmals beschleunigten Wachstum von 2,0 Prozent aus. Wirtschaftsminister Luis de Guindos sagte in der vorigen Woche allerdings, dass sogar eine Marke von fast drei Prozent möglich sein könne. Er kündigte für April eine Korrektur der offiziellen Wachstumsprognose nach oben an.

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Derweil beschleunigt sich in Spanien der Rückgang der Verbraucherpreise. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat ging das Preisniveau im Januar um 1,5 Prozent zurück, teilte INE mit. Im Dezember hatte der Rückgang noch bei 1,1 Prozent gelegen.

Sinkende Energiekosten lassen die Verbraucherpreise auch in den anderen Euroländern weiter fallen. Im Januar lag das Preisniveau um 0,6 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat, teilte das Statistikamt Eurostat mit. Grund dafür sind vor allem die deutlich gefallenen Rohölpreise.

Im Dezember hatte das Minus bei der jährlichen Inflationsrate erst 0,2 Prozent betragen. Damals war die Rate erstmals seit der schweren Wirtschaftskrise 2009 im Jahresvergleich gesunken. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den gesamten Euroraum eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Dieses Ziel verfehlt sie seit Anfang 2013.

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