Bild: APKroatien
Offiziell noch Beitrittskandidat, die Billigung (Ratifizierung) des Beitrittsvertrages in den EU-Mitgliedstaaten läuft. Vom 1. Juli 2013 an wird Kroatien 28. Mitgliedsland sein. Die EU-Kommission gibt Zagreb bis zum Beitritt zehn „Hausaufgaben“ auf, unter anderem bei der Justiz und der Innenpolitik. Kein EU-Überprüfungssystem nach dem Beitritt geplant.
Bild: ReutersIsland
Erst seit Mitte 2009 um Aufnahme bemüht. Seit Jahrzehnten eng mit der EU im gemeinsamen Wirtschaftsraum verbunden. Ein Teil der Verhandlungen ist bereits erledigt, weil Island seit langem viele EU-Standards einhält. Wichtige offene Streitpunkte sind die Entschädigung britischer und niederländischer Anleger durch isländische Bankenpleiten sowie das Thema Fischerei.
Bild: dapdTürkei
Schon 1987 stellte die Türkei einen Beitrittsantrag, 2005 begannen schließlich die Verhandlungen. Sie befinden sich derzeit in einer Sackgasse. Die Verhandlungen sind in 13 von insgesamt 35 Themenbereichen eröffnet, aber in nur einem abgeschlossen. In acht Bereichen werden keine Verhandlungen begonnen, weil die Türkei ihr Assoziierungsabkommen mit der EU nicht auf Zypern anwendet. Außerdem gibt es Kritik an rechtsstaatlichen Mängeln und am Minderheitenschutz.
Bild: REUTERSAlbanien
Albanien soll Kandidat für einen künftigen Beitritt zur Europäischen Union werden. Vorher muss das Land aber Probleme wie organisierte Kriminalität, Korruption und mangelnde Rechtsstaatlichkeit angehen.
Bild: REUTERSEhemalige Jugoslawische Republik Mazedonien:
Seit 2005 Bewerberland, seit 2009 gibt es - wie auch in diesem Jahr - eine Empfehlung zum Beginn von Verhandlungen. Griechenland blockiert das wegen eines Namensstreits mit Skopje: Mazedonien bezeichne eine griechische Region, lautet die Devise in Athen.
Bild: REUTERSSerbien
Seit März 2012 offiziell Bewerberland. Verhandlungen haben noch nicht begonnen. Der Kosovo-Konflikt belastet die Beziehungen: Die EU fordert von beiden Seiten Bereitschaft zu gutnachbarlichen Beziehungen.
Bild: REUTERSMontenegro
Beitrittsverhandlungen für den Kandidaten Montenegro laufen seit Ende Juni. Das Land hat in einigen Bereichen große Fortschritte auf dem Weg zur EU gemacht, hat aber beispielsweise im Justizbereich noch großen Nachholbedarf. Das Land soll die organisierte Kriminalität und hohe Korruption bekämpfen.
Bild: REUTERSKosovo
Bisher nur ein „potenzielles Bewerberland“. Fünf EU-Staaten erkennen die Unabhängigkeit des früher zu Jugoslawien gehörenden Kosovos nicht an. Brüssel stellt Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen in Aussicht, wenn das Land gewisse Voraussetzungen erfüllt.
Bild: REUTERSBosnien-Herzegowina:
Auch ein potenzieller Anwärter. Im Land sind noch EU-Soldaten zur Verhinderung von Zusammenstößen der unterschiedlichen Volksgruppen sowie zur Ausbildung von Sicherheitskräften eingesetzt. Die Kommission sieht erhebliche Mängel, deshalb wird es keine raschen Verhandlungen über einen EU-Beitritt geben.
Kroatien
Offiziell noch Beitrittskandidat, die Billigung (Ratifizierung) des Beitrittsvertrages in den EU-Mitgliedstaaten läuft. Vom 1. Juli 2013 an wird Kroatien 28. Mitgliedsland sein. Die EU-Kommission gibt Zagreb bis zum Beitritt zehn „Hausaufgaben“ auf, unter anderem bei der Justiz und der Innenpolitik. Kein EU-Überprüfungssystem nach dem Beitritt geplant.
20 Milliarden Euro soll das neue Budget haben
Er forderte einen EU-Finanzkommissar mit durchschlagenden Kompetenzen nach dem Vorbild des europäischen Wettbewerbskommissars, der Millionenstrafen verhängen kann und eine herausgehobene Stellung innerhalb der EU-Kommission genießt.
Da ein solches Mehr an Kompetenzen nur mit einer Änderung der EU-Verträge möglich ist, wollten die EU-Kommission und auch EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy die Idee gar nicht diskutieren. „Zu einem späteren Zeitpunkt kann man das gerne besprechen“, hieß es dazu aus dem Umfeld eines EU-Regierungschefs.
Auch mit seiner zweiten Idee sorgte Schäuble in Brüssel für Irritation. Er regte an, die nächste Tranche der Hilfe für Griechenland in Höhe von 31 Milliarden Euro auf ein Sperrkonto zu überweisen, um so sicherzustellen, dass die Gläubiger zunächst bedient würden. Im Zweifelsfall sollte auch in Kauf genommen werden, dass der griechische Staat seine Bediensteten nicht mehr zahlen kann. Schäubles Logik: Nachdem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel Griechenland den Verbleib in der Euro-Zone zugesichert hat, soll Druck auf das Land ausgeübt werden, endlich die versprochenen Reformen durchzuziehen, auf die die internationalen Kreditgeber schon so lange warten.
Aber selbst bei Parteifreunden stieß Schäuble mit dem Vorschlag auf Skepsis. „Es wäre schön, wenn man den Druck auf Griechenland hoch halten könnte“, sagt » » ein führender CDU-Abgeordneter im Europäischen Parlament, der am Umbau der Euro-Zone mitverhandelt. „Aber was macht man, wenn Griechenland die Gehälter nicht mehr auszahlen kann?“ Die Konsequenzen möchte sich niemand in Brüssel ausmalen.
Wofür die EU Geld ausgeben will
Nachhaltiges Wachstum
Mit 490 Milliarden Euro ist die Förderung des nachhaltigen Wachstums der größte Posten in den Budgetvorschlägen der EU-Kommission für die Jahre 2014 bis 2020. Im Vergleich zur aktuellen Haushaltsperiode entspricht das einem Zuwachs von zwölf Prozent.
Agrarpolitik
383 Milliarden Euro sollen für die "gemeinsame Agrarpolitik" locker gemacht werden, was eine Kürzung von sieben Prozent gegenüber der aktuellen Haushaltsperiode entspricht. Insbesondere eine produktivere und umweltschonendere Flächennutzung soll gefördert werden.
Außenpolitik
70 Milliarden Euro gehen an die Außenpolitik, 25 Prozent mehr als aktuell.
Verwaltung
13 Prozent mehr Geld soll der Verwaltung zur Verfügung gestellt werden, insgesamt rund 63 Milliarden Euro.
Bürgerrechte, Freiheit, Sicherheit, Justiz
Mit 19 Milliarden Euro stellt das Budget für das Bürgerrechte, die Freiheit, Sicherheit sowie Justiz den kleinsten Anteil dar. Im Vergleich zur aktuellen Haushaltsperiode soll sich das Budget damit allerdings mehr als verdoppeln: 58 Prozent mehr Geld soll dem Posten zugesprochen werden.
Schäubles Vorstoß war jedoch kein Zufall.
Er wollte vor dem Gipfel darauf hinweisen, dass eine Währungsunion aus deutscher Sicht Disziplin benötigt. Und möglicherweise ging es ihm nicht nur darum, den Ton zu setzen, sondern auch seinem Ärger Luft zu machen, dass sich gemeinsame europäische Schuldtitel in der Diskussionsgrundlage des Gipfels fanden – obwohl Schäuble diese genauso vehement ablehnt wie die Kanzlerin.
Bester Beleg
Der von EU-Ratspräsident Van Rompuy verfasste Bericht zur Zukunft der Währungsunion illustriert die Misere der Gemeinschaft. Der Belgier war im September durch alle Hauptstädte der EU getourt und hatte in Absprache mit der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank und dem Europäischen Parlament Elemente für eine Neuarchitektur der Währungsunion gesammelt. Entsprechend liest sich das Papier: Statt einen klaren Weg nach vorne aufzuzeigen, spiegelt es die unterschiedlichen Prioritäten der Mitgliedstaaten wider.
















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Alle Kommentare lesen23.10.2012, 12:45 UhrAnonymer Benutzer:hjr
Tiefe Gräben bestehen nicht nur zwischen Deutschland und Frankreich!
Wenn Frau Merkel immer von der Einheit Europas spricht und die 27 Staaten beschwört, vergisst sie , dass z.B. Irland zweigeteilt ist, Großbritannien eventuell Schottland verliert, Spanien mit dem Baskenland und Katalonien zwei Kandidaten hat, die die Unabhängigkeit anstreben, Zypern und weitere Mitglieder mehr uneins als einig sind. Wenn das das Europa ist, für das Frau Merkel "kämpft", träumt sie mehr als sie realisiert!
23.10.2012, 11:47 UhrAnonymer Benutzer:Steigenberger
Eigentlich müssten Kanzleramt u. Auswärtiges Amt machtvoll, intelligent,
auf systematischer Grundlage deutsche Interessen im EU-Zirkus vertreten.
Aber mit Profallas u. Westerwelles ist kaum "Staat" zu machen, die
berliner Ministerialbürokratie scheint auch keinen Durchblick oder kein
Interesse zum Schutz der hiesigen Bürger u. Wähler zu haben.
Sollten da Bank u. Exportindustrie-Lobbykräfte schon ganze Arbeit geleistet haben ?! zum Ausverkauf der vitalen Interessen der normalen
Bürger !!
Nur Wissenschaftler wie Prof. Sinn stellen sich klar den Problemen u.
versuchen Lösungen aufzuzeigen.
Wie kann man sich beim "Umbau" des politischen Systems im Euroraum nur
auf die Vertreter der Schuldenmacherländer verlassen: Barroso = Portugal
Rompelstielzchen = Belgien, Drahgi = Italien, Juncker aus Luxemburg ist
der Interessenvertreter der luxemburgischen Finanzindustrie die mit dem
Volumen der potentiellen "Eurobonds" ein Riesengeschäft machen würde via
"Vermittlungsprovisionen" - in die Hände dieser Hinterzimmerkamarilla
darf nicht das Schicksal Europas, des Euros u. Deut6schland gelegt werd-
en, dafür müssen Merkel u. Steinbruck kämpfen u. endlich selbst einnen
praktikablen Lösungsansatz vorweisen; Schnellschüsse á la Schäuble
bringen nichts u. der "Kümmerhaushalt von 20 Mia. Eu" ist auch nur ein
untaugliches Trostpflaster.
Der begrenzte Schuldentilgungsfonds = 50 - 60 % der Altstaatsschulden
könnte neutral Abhilfe schaffen, denn auch wir haben hier schon über
85% Staatsverschuldung !
23.10.2012, 10:09 UhrAnonymer Benutzer:steuerhilfe.net
Am Ende setzt sich die Südschiene um Frankreich sowieso durch, und der deutsche Sparer/Rentner/Steuerzahler wird zahlen. das ist doch schon beschlossene sache spätestens nach der BTW 2013, werden die ''sogenannten'' Eurobonds aufgelegt, damit der Transfermechanismus von deutschen Volksvermögen, in Richtugn Südschiene und Paris so richtig in Gang kommt.
Alles andere im Moment sind nur Nebelkerzen die geworfen werden, um die Leute im Dunkeln zu lassen.