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Europäische Union: 20 Milliarden Euro soll das neue Budget haben

Europäische Union: Tiefe Gräben trennen Deutschland und Frankreich

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Kroatien

Offiziell noch Beitrittskandidat, die Billigung (Ratifizierung) des Beitrittsvertrages in den EU-Mitgliedstaaten läuft. Vom 1. Juli 2013 an wird Kroatien 28. Mitgliedsland sein. Die EU-Kommission gibt Zagreb bis zum Beitritt zehn „Hausaufgaben“ auf, unter anderem bei der Justiz und der Innenpolitik. Kein EU-Überprüfungssystem nach dem Beitritt geplant.

Bild: AP

20 Milliarden Euro soll das neue Budget haben

Er forderte einen EU-Finanzkommissar mit durchschlagenden Kompetenzen nach dem Vorbild des europäischen Wettbewerbskommissars, der Millionenstrafen verhängen kann und eine herausgehobene Stellung innerhalb der EU-Kommission genießt.

Da ein solches Mehr an Kompetenzen nur mit einer Änderung der EU-Verträge möglich ist, wollten die EU-Kommission und auch EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy die Idee gar nicht diskutieren. „Zu einem späteren Zeitpunkt kann man das gerne besprechen“, hieß es dazu aus dem Umfeld eines EU-Regierungschefs.

Auch mit seiner zweiten Idee sorgte Schäuble in Brüssel für Irritation. Er regte an, die nächste Tranche der Hilfe für Griechenland in Höhe von 31 Milliarden Euro auf ein Sperrkonto zu überweisen, um so sicherzustellen, dass die Gläubiger zunächst bedient würden. Im Zweifelsfall sollte auch in Kauf genommen werden, dass der griechische Staat seine Bediensteten nicht mehr zahlen kann. Schäubles Logik: Nachdem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel Griechenland den Verbleib in der Euro-Zone zugesichert hat, soll Druck auf das Land ausgeübt werden, endlich die versprochenen Reformen durchzuziehen, auf die die internationalen Kreditgeber schon so lange warten.

Aber selbst bei Parteifreunden stieß Schäuble mit dem Vorschlag auf Skepsis. „Es wäre schön, wenn man den Druck auf Griechenland hoch halten könnte“, sagt » » ein führender CDU-Abgeordneter im Europäischen Parlament, der am Umbau der Euro-Zone mitverhandelt. „Aber was macht man, wenn Griechenland die Gehälter nicht mehr auszahlen kann?“ Die Konsequenzen möchte sich niemand in Brüssel ausmalen.

Wofür die EU Geld ausgeben will

  • Nachhaltiges Wachstum

    Mit 490 Milliarden Euro ist die Förderung des nachhaltigen Wachstums der größte Posten in den Budgetvorschlägen der EU-Kommission für die Jahre 2014 bis 2020. Im Vergleich zur aktuellen Haushaltsperiode entspricht das einem Zuwachs von zwölf Prozent.

  • Agrarpolitik

    383 Milliarden Euro sollen für die "gemeinsame Agrarpolitik" locker gemacht werden, was eine Kürzung von sieben Prozent gegenüber der aktuellen Haushaltsperiode entspricht. Insbesondere eine produktivere und umweltschonendere Flächennutzung soll gefördert werden.

  • Außenpolitik

    70 Milliarden Euro gehen an die Außenpolitik, 25 Prozent mehr als aktuell.

  • Verwaltung

    13 Prozent mehr Geld soll der Verwaltung zur Verfügung gestellt werden, insgesamt rund 63 Milliarden Euro.

  • Bürgerrechte, Freiheit, Sicherheit, Justiz

    Mit 19 Milliarden Euro stellt das Budget für das Bürgerrechte, die Freiheit, Sicherheit sowie Justiz den kleinsten Anteil dar. Im Vergleich zur aktuellen Haushaltsperiode soll sich das Budget damit allerdings mehr als verdoppeln: 58 Prozent mehr Geld soll dem Posten zugesprochen werden.

Schäubles Vorstoß war jedoch kein Zufall.

Er wollte vor dem Gipfel darauf hinweisen, dass eine Währungsunion aus deutscher Sicht Disziplin benötigt. Und möglicherweise ging es ihm nicht nur darum, den Ton zu setzen, sondern auch seinem Ärger Luft zu machen, dass sich gemeinsame europäische Schuldtitel in der Diskussionsgrundlage des Gipfels fanden – obwohl Schäuble diese genauso vehement ablehnt wie die Kanzlerin.

Bester Beleg

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Der von EU-Ratspräsident Van Rompuy verfasste Bericht zur Zukunft der Währungsunion illustriert die Misere der Gemeinschaft. Der Belgier war im September durch alle Hauptstädte der EU getourt und hatte in Absprache mit der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank und dem Europäischen Parlament Elemente für eine Neuarchitektur der Währungsunion gesammelt. Entsprechend liest sich das Papier: Statt einen klaren Weg nach vorne aufzuzeigen, spiegelt es die unterschiedlichen Prioritäten der Mitgliedstaaten wider.

10 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 23.10.2012, 12:45 Uhrhjr

    Tiefe Gräben bestehen nicht nur zwischen Deutschland und Frankreich!
    Wenn Frau Merkel immer von der Einheit Europas spricht und die 27 Staaten beschwört, vergisst sie , dass z.B. Irland zweigeteilt ist, Großbritannien eventuell Schottland verliert, Spanien mit dem Baskenland und Katalonien zwei Kandidaten hat, die die Unabhängigkeit anstreben, Zypern und weitere Mitglieder mehr uneins als einig sind. Wenn das das Europa ist, für das Frau Merkel "kämpft", träumt sie mehr als sie realisiert!

  • 23.10.2012, 11:47 UhrSteigenberger

    Eigentlich müssten Kanzleramt u. Auswärtiges Amt machtvoll, intelligent,

    auf systematischer Grundlage deutsche Interessen im EU-Zirkus vertreten.

    Aber mit Profallas u. Westerwelles ist kaum "Staat" zu machen, die

    berliner Ministerialbürokratie scheint auch keinen Durchblick oder kein

    Interesse zum Schutz der hiesigen Bürger u. Wähler zu haben.

    Sollten da Bank u. Exportindustrie-Lobbykräfte schon ganze Arbeit geleistet haben ?! zum Ausverkauf der vitalen Interessen der normalen
    Bürger !!
    Nur Wissenschaftler wie Prof. Sinn stellen sich klar den Problemen u.
    versuchen Lösungen aufzuzeigen.

    Wie kann man sich beim "Umbau" des politischen Systems im Euroraum nur
    auf die Vertreter der Schuldenmacherländer verlassen: Barroso = Portugal
    Rompelstielzchen = Belgien, Drahgi = Italien, Juncker aus Luxemburg ist
    der Interessenvertreter der luxemburgischen Finanzindustrie die mit dem
    Volumen der potentiellen "Eurobonds" ein Riesengeschäft machen würde via
    "Vermittlungsprovisionen" - in die Hände dieser Hinterzimmerkamarilla
    darf nicht das Schicksal Europas, des Euros u. Deut6schland gelegt werd-
    en, dafür müssen Merkel u. Steinbruck kämpfen u. endlich selbst einnen
    praktikablen Lösungsansatz vorweisen; Schnellschüsse á la Schäuble
    bringen nichts u. der "Kümmerhaushalt von 20 Mia. Eu" ist auch nur ein
    untaugliches Trostpflaster.
    Der begrenzte Schuldentilgungsfonds = 50 - 60 % der Altstaatsschulden
    könnte neutral Abhilfe schaffen, denn auch wir haben hier schon über
    85% Staatsverschuldung !

  • 23.10.2012, 10:09 Uhrsteuerhilfe.net

    Am Ende setzt sich die Südschiene um Frankreich sowieso durch, und der deutsche Sparer/Rentner/Steuerzahler wird zahlen. das ist doch schon beschlossene sache spätestens nach der BTW 2013, werden die ''sogenannten'' Eurobonds aufgelegt, damit der Transfermechanismus von deutschen Volksvermögen, in Richtugn Südschiene und Paris so richtig in Gang kommt.

    Alles andere im Moment sind nur Nebelkerzen die geworfen werden, um die Leute im Dunkeln zu lassen.

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