Europäische Union: Juncker wegen Luxemburger Steueroase in der Kritik

exklusivEuropäische Union: Juncker wegen Luxemburger Steueroase in der Kritik

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Jean-Claude Juncker

von Christian Ramthun

In Brüssel wächst die Kritik an den Steuervergünstigungen im Heimatland des künftigen EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker.

„Als Luxemburger Finanzminister und Premier hat er 20 Jahre lang den Fortschritt im Kampf gegen Steuervermeidung und -hinterziehung aufgehalten – zum Schaden Deutschlands und Frankreichs“, kritisiert der grüne Europaabgeordnete Sven Giegold. Neuen Anlass geben die Daten zu den EU-Direktinvestitionen in Drittländern. Von den insgesamt 280 Milliarden Euro flossen 2013 allein 213 Milliarden Euro über Luxemburg, berichtet die WirtschaftsWoche. Umgekehrt gingen von den rund 370 Milliarden Euro ausländischen Direktinvestitionen in der EU zunächst 240 Milliarden Euro in das Großherzogtum.

Dass nahezu alle großen Private-Equity-Fonds, multinationalen Konzerne und Versicherungen ihre Gelder durch das kleine EU-Mitgliedsland schleusen, liegt laut dem Magazinbericht an den massiven Steuervergünstigungen. So biete Luxemburg Steuerbefreiungen für Dividendeneinnahmen und für Gewinne aus der Veräußerung von Beteiligungen. Außerdem gebe es in Luxemburg, wie in anderen Ländern auch, die von Deutschland heftig kritisierten Lizenzboxen, in denen Unternehmen ihre Lizenzeinnahmen mit nur sechs Prozent versteuern müssen. Die meisten Steuervergünstigungen entstanden dabei unter der Ägide des künftigen EU-Kommissionspräsidenten Juncker.

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