Euro Spezial 2012

Die WirtschaftsWoche und der Bayerische Rundfunk beantworten gemeinsam die 20 drängendsten Fragen zum Euro und Europa.

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Kommentare zu: Welche Zukunft hat der Euro?

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25 Kommentare
  • 26.10.2012, 07:16 UhrEinBuerger

    Es geht hier nicht mehr um "Rettung" von irgend jemandem oder irgend etwas, sondern nur noch darum zu verhindern dass Deutschland als einziges Euro-Land dem crash entkommt.

    ALLE wissen doch dass die Süd-Staaten und die Süd-Banken NIEMALS ihre Schulden zurückzahlen werden / können / wollen.

    Und den crash muß man möglichst lange hinauszögern, denn bis dahin kann man als FPIIGS noch viel Geld für sich selbst zum konsumieren oder investieren abstauben.

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    Es gibt doch prinzipiell nur 3 Lösungen:

    1. Die FPIIGS geben nicht mehr aus als sie erwirtschaften - das lehnen sie strikt ab, bzw. versprechen es für die Zukunft mit dem festen Vorsatz die erforderlichen Reformen nicht durchzuführen.

    2. Deutschland zahlt ewig für die FPIIGS - das lehnen wir Bürger ab (außer der deutschen Opposition, die ist unbedingt dafür und der deutschen Regierung, die sagt sie sei dagegen, wobei sie aber am Ende alternativlos auch dafür ist). Hierdurch wird der "crash für alle" nur hinausgezögert.

    3. Deutschland weigert sich zu zahlen bzw. verlässt den Euro - dann sind wir natürlich die Schuldigen am Dilemma weil wir die Welt nicht retten.

  • 26.10.2012, 07:29 UhrWegweiser

    Nötigung? Erpressung? Zwangsgemeinschaft? Ausbeutung? Währungssozialismus?

    Diese Bezeichnungen sind leider wohl angemessen. Diese Währung vereint ökonomisch völlig unterschiedliche Volkswirtschaften mit verschiedenen technologischen und wirtschaftlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeiten. Dies führt zwangsläufig zu gefährlichen Ungleichgewichten, die nicht mehr durch einen zeitnahen und flexiblen Wechselkurs ausgeglichen werden können. Der Ausgleich erfolgt über die Fonds, über die EZB und auch über den Verzicht in den noch wenigen leistungsfähigen Eurovolkswirtschaften auf Einkommenszuwächse und auf deren eigenen binnenökonomischen Entwicklungsmöglichkeiten. Und auch auf Lebensqualität.

    Diese Transfer- und Haftungsvergemeinschaftlichungsunion jedoch birgt ein gewaltiges Sprengpotenzial, ähnlich einem kaum sichtbaren Supervulkan. Die Rettungsdimensionen sind heute schon astronomisch, die volkswirtschaftlichen Auswirkungen auf die einzelnen Länder enorm. Wenn auch in jedem Land sehr unterschiedlich ausgeprägt.

    Viele Euroteilnehmerländer sind in dieser "Zonenwährung" kaum mehr existenz- und überlebensfähig. Die Handlungsspielräume der Politik werden immer kleiner, die gesellschaftspolitischen Problemstellungen hingegen immer größer. Die Spar- und Anlagefunktion einer Währung kann der Euro sicherlich nicht mehr erfüllen. Dies jedoch hat gravierende Auswirkungen.

    Ein weiter so, ein weiter wie immer, es kann in dieser Form kaum mehr weiter geführt werden. Diese ökonomischen Realitäten muss auch die Politik erkennen. In jedem Land, auch in Deutschland selbst.

  • 26.10.2012, 07:32 Uhrholger

    zuerstmal was politiker sagen ist eigentlich egal, wie fukushima gezeigt gilt heute mal das eine und morgen halt das gegenteil.
    auch irgendwelche verträge sind nichts wert das zeigt das verhalten der ezb und der bailout der kein bailout sein darf.

    die lösung ist einfach.

    aus dem euro austreten und vorher euros 'drucken' um target2 und sonstige kosten auszugleichen. wenn der alte euro relativ zu einer neuen währung in brd eh abwertet ist das also völlig egal...

  • 26.10.2012, 08:36 UhrHelgoo

    Erschreckend ist aus meiner Sicht vor allem, dass der Bürger de facto keine Möglichkeit hat, sich in Wahlen gegen diesen kollektiven Irrsinn auszusprechen, die politische Klasse hat sich in ihre Phantasiewelt eingegraben, und jede noch so berechtigte Kritik an Europa um jeden Preis wird als Rechtspopulismus abgetan. Die Medien spielen dieses Spiel bedingungslos mit. Es ist herzerwärmend, dem halben Kontinent einen Staatshaushalt zu verschaffen, den er nicht erwirtschaftet. Nur funktionieren wird es nicht. Nur eine Frage der Zeit, bis auch wir unter der Schuldenlast zusammenbrechen oder sie weginflationieren müssen.

    • 26.10.2012, 10:21 Uhrsteuerhilfe.net

      So sieht es aus, der einfache Bürger wird völlig übergangen. Dieses Europa, ist das Europa für die politische Kaste und nicht für die Bürger. Dem Steinbrück und seine roten Partei gehts nicht mal schnell geung mit dem Transfer, von deutschen Volksvermögen zu Lasten der Rentner/Sparer/Steuerzahler in die Südschiene um Frankreich.
      Die Zeche zahlen wir, und können nichts dagegen tun. Man kann nur versuchen sich selbst ein bisschen davor zuretten.

  • 26.10.2012, 09:48 UhrPequod

    Diese Fehlkonstruktion eines Eurowährungssystem wird schon alleine
    daran scheitern, daß noch niemals in der Wirtschaftsgeschichte
    politische Vorstellungen über die ökonomischen Gesetze gesiegt
    haben! Siehe lat. Münzunion, die im Vergleich zu den skurilen Vor-
    stellungen eines Eurosystems noch als realistisch einzuschätzen
    waren!

  • 26.10.2012, 10:26 UhrLuetzowerJaeger

    Die Goldman-Sachs Bankster (Draghi, Monti, Papademos und andere) haben ihr grosses Ziel erreicht - sie haben den europäischen Kontinent fast völlig als Beute genommen. Die deutsche Politik besorgt deren Geschäft mit, dank fehlenden institutionellen Widerstands. Aus der Geschichte lassen sich die Zeichen klar deuten:
    “Das moderne Bankensystem produziert Geld aus dem Nichts. Dieser Prozess ist möglicherweise der verblüffendste Taschenspieler Trick, der je erfunden wurde. Das Bankgeschäft wurde gezeugt von Ungerechtigkeit und geboren in Sünde. Aber solltet ihr weiter Sklaven der Banken bleiben und die Kosten eurer Sklaverei selbst zahlen wollen, dann lasst die Banker weiterhin Geld produzieren und Kredite kontrollieren” Josiah Charles Stamp, Präsident der Bank of England in den 1920ern.

  • 26.10.2012, 11:14 UhrSteigenberger

    Herr Tichy ihre Beschreibung der Lage ist treffend, bitte nennen sie
    aber auch die Hauptprofiteure in Deutschland, die die Regierung qua
    Lobbytätigkeit bestärken unverantwortliche Risiken zu Lasten der Bürger
    u. Wähler einzugehen: die Finanzindustrie, die ihre ausleihungen an die
    Pigsländer nicht gefährden will u. die grossexportindustrie- voran
    Metallindustrie u. Fahrzeugbau, die um die Absatzmärkte in Südeuropa
    fürchten, dafür werden den Bürgern qua Rettungsschirmanteile u. Target"
    salden jetzt schon Ausfallrisiken von ca. 1000 Milliarden Eu. auferlegt.
    Wenn Merkel mehr Mumm hätte sich von Ackermännern & Co. zu lösen,
    dann könnte sie auch ein Konzept wie den Nordeuro, den Grexit, einen
    limitierten Altschuldentilgungsfonds statt Eurobonds durchsetzen.
    Richtig ist die Südländer wollen nur alimentiert werden ohne Gegen-
    leistungen.
    Wenn die französische wirtschaft weiter von Hollande abgewürgt wird, dann kann er kaum mehr grossspurig als Führer des Südens auftreten!
    Viel gefährlicher ist Italiens Monti, der derzeit die einmalige
    Chance wittert Italiens u. Spaniens Bank u. Staatsschulden in der Höhe
    mehrerer Billionen Eu. ( ca. 12,5 Billionen Eu. Pigsländer Staats/-Bank
    schulden) auf Nordeuropa abzuwälzen, dies muss unbedingt offensiv ver-
    hindert werden mit dem Maastrichtgrundsatz der No-Bailout-Klausel, dahin
    muss sich die Eurozone wieder hinentwickeln u. wer das nicht will muss
    austeten !!

  • 26.10.2012, 11:53 UhrCharly

    Den Euro gibt es jetzt etwa 10 Jahre.
    Seit etwa 2008, also seit etwa der Hälfte der Zeit ist der Laden mit zunehmender Tendenz in der Krise.

    Japan bankrott, AmiLand bankrott, EUdSSR bankrott.
    Der zunehmende radikale Islamismus ist die Folge der Ami-Imperialpolitik der Vergangenheit.
    Der sogenannte arabische Frühling beschert uns instabile Staaten in unmittelbarer Nähe. Woher sollen Arbeitsplätze z.B. in Staaten wie Ägypten kommen? Die Ernüchterung wird folgen.

    Die Unterstellung sogenannter "failed states" wie Griechenland ist doch masslos untertrieben. Im Grunde haben wir heute eine "failed world"

    Und natürlich wird es krachen, auf Dauer ist das unvermeidbar.
    Das Verschwinden des Euro wird dabei nur ein unbedeutender Nebeneffekt sein.

  • 26.10.2012, 12:16 UhrNichtDumm

    Es ist doch längst erkennbar. Die Nachbarländer pokern noch so lange um das Geld Deutschlands, bis sie erkennen, dass wir uns nicht länger benutzen lassen. Dann wird der Euro aufgelöst, weil er allen Euroländern unterm Strich nur geschadet hat.

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