Euro Spezial 2012

Die WirtschaftsWoche und der Bayerische Rundfunk beantworten gemeinsam die 20 drängendsten Fragen zum Euro und Europa.

Kooperation mit dem Bayrischen Rundfunk

ThemaSchuldenkrise

alles zum Thema

Kommentare zu: Profitiert Deutschland von der Euro-Krise?

zum Artikel

Wir freuen uns über Ihren Kommentar. Beiträge können von der Redaktion moderiert werden. Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Nutzungsbedingungen

6 Kommentare
  • 09.10.2012, 13:43 Uhrberkmann

    Wir überweisen den Griechen zig Milliarden, auf Nimmerwiedersehen, und haben dafür inzwischen 300 Millionen an Zinszahlungen kassiert.
    Donnerwetter! Tolles Geschäft.
    Wie intelligent ist eigentlich der Redakteur?
    Oder hält der uns alle für blöd?

  • 09.10.2012, 15:40 Uhrwallibelli

    Wozu der Unfug?
    wie der Vorposter schon anmerkte, schicken wir den Griechen Hilfspakete, mit denen die uns dann wieder die Zinsen zahlen.
    Das ist doch für die Griechen ein parpetuum mobile. Die Schuldscheine werden am Fälligkeitstag gegen neue zurückgezahlt.Dies wiederholt sich bis zum St. Nimmerleinstag. Wir zahlen also an uns selbst. Buchhalterisch nachvollziehbar, sachlich verrückt. Herr Fischer, ich sehe erst mal keinen Zinsgewinn, solange die Forderung nicht zurückgezahlt ist.
    nicht

  • 09.10.2012, 18:55 Uhrallesverloren

    Der Redakteur scheint genauso blöd zu sein wie viel unsere Politiker. Die Unterstellung, Deutschland würde von der Krise profitieren ist an Dummheit kaum zu überbieten.

    Die Realzinsen sind in allen funktionstüchtigen und bonitätsstarken Ländern ausserhalb des Euros ebenfalls bei Null, siehe GB, USA, Japan, Schweiz, Schweden, Dänemark, etc. Deutschland profitiert nicht von der Krise, sondern wird zu Scheingeschäften gezwungen, die sich schon zum Zeitpunkt des Abschluss als notleidend erweisen. Wir erhalten für kurze Zeit Zinsen auf nicht rückzahlbare Kredite, das ist die Realität.

    Mittlerweile wird der Geschädigte (Sparer und Steuerzahler) von Manchen unserer tollen Medien nur noch verarscht.

  • 09.10.2012, 21:54 UhrEpping

    Vielleicht umschreibt ja dieser Artikel, wie so viele andere, das eigentliche Problem der Europa- EU- Euro- Schulden- Bankenkrise viel besser, als der Autor womöglich selber ahnt:
    Es geht nur um Geld!
    Geld, Geld, Geld!
    Gibt es denn gar nichts anderes mehr?
    Wenn es wirklich nur das ist: Sollen "sie" doch ersticken an ihrem Geld, kommt eh´nicht drauf an.
    Ich weiss, daß dies nur ein kleines Pamphlet ist, aber vielleicht regt es den Einen oder Anderen zum Nachdenken an.

  • 10.10.2012, 06:27 UhrWegweiser

    Ökonomische Ungleichgewichte, steigende Verschuldungen, immer neue Garantien und Rettungsversuche, eine Notenbankpolitik, die nur noch dem bedingungslosem Erhalt dieser Währungsunion dient. Das ist die Realität innerhalb von Europa.

    EFSF, ESM, Target 2, ELA, LTRO ohne ausreichende Absicherung, eine real vorhandene Kapitalflucht aus vielen Ländern sind zu den Markenzeichen dieser Währungsunion geworden. Diese zeigen jedoch das wahre Ausmaß der tatsächlichen ökonomischen Problemstellungen an. Tragfähige Lösungsansätze sucht man vergebens. Der Euro ist und der Euro war ein rein politisches Projekt mit dem Versuch der Sachzwangeinigung hin zu mehr EUropa. Es erweist sich immer mehr als ein Sprengsatz für dieses Europa, das in Verarmung, in Überschuldungen und wachsenden politischen Konflikten mündet. Statt ökonomischer Prosperität entwickelt es sich zu einer Transfer- und Haftungsvergemeinschaflichungszone ohne jegliche Zukunftsperspektive.

  • 10.10.2012, 07:32 Uhrder_Mahner

    Es ist mittlerweile kaum noch auszuhalten wie uns von Mainstreammedien versucht wird den Euro schmackhaft zu machen.
    Fakt ist das Projekt EURO ist längst gescheitert. Ein Feld bei dem die Pferde nicht auf der gleichen Seite des Pfluges ziehen kann nun mal nicht richtig beackert werden. Der Einheitswahn der Politik, die maßlose Gier der Banken zerstört innerhalb einer Dekade was in 60 jahren friedlicher Coexsistens mehr oder weniger Erfolgreich funktioniert. Der Euro ist für viele Länder (explizit die Südländer) nicht die Lösung sondern das Problem. Vor dem Euro konnten diese Länder ihre schwachen Handelsbilanzen mit der Währung ausgleichen. Dieser Effekt ging komplett verloren. Zudem ermöglichten die unrealistisch niedrigen Zinsen eine extreme Verschuldung welche ohne diese Niedrigzinsen nicht möglich gewesen wäre.
    Die Dt. Wirtschaft profitiert insofern natürlich kurzfristig vom Euro. Faktisch hat die BRD durch die enormen finanziellen Risiken (Verschuldung der anderen Länder) nichts anderes gemacht als einen von Ihr selbst geschaffenen kreditfinanzierten Markt zu schaffen.

    Der Arbeitnehmer hatte davon so gut wie nichts. Im Gegenteil, jahrelanger Lohnverzicht und jetzt darf er noch die aber Mrd. an Schulden (den Konsum, frühe Rente, abertausende leerstehende Wohnungen, Panzer U-Boote usw.) mit harter Arbeit zurückbezahlen.
    Der Bürger muss sich darauf einrichten das die Regierung weiterhin nahezu jedes selbst aufgestellt Gesetz brechen wird und die arbeitende Bevölkerung gnadenlos zu Kasse gebeten wird. Zwangsanleihe (Zenus als Datenquelle), PKW Maut, Energiegesetz usw.
    Es wäre zu wünschen dass der Bürger sich dieses mal früher auf die Strasse begibt solange das ganze noch einigermassen friedlich beendet werden kann. Ansonsten befürchte ich leider das beim unausweichlichen Crash schnell wieder ein vermeintlicher Heilsbringer auftaucht der viel viel leid über Europa bringen wird.

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 18.05.2013

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche