Euro Spezial 2012

Die WirtschaftsWoche und der Bayerische Rundfunk beantworten gemeinsam die 20 drängendsten Fragen zum Euro und Europa.

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Kommentare zu: Ökonomen diskutieren am Kern der Krise vorbei

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25 Kommentare
  • 16.10.2012, 07:08 UhrMarktfreund

    Die einzige langfristige Lösung für alle Probleme bietet weder Politik noch Wissenschaft, sondern der Markt. Die ewig Gestrigen können sich dagegen stellen, Geld drucken, den Euro retten und die Renten erhöhen oder kürzen. Letztlich ist es egal, denn die Märkte werden Sie richten und das ist Gut so. Finanztransaktionssteuer hin oder her. Wer sich nicht stark genug macht im globalen Wettbewerb geht unter. Es wird Zeit, dass das auch den Völkern gesagt wird, anstatt immer noch die Lüge vom Sozial-blabla zu verbreiten. Das Einzige, was langfristig hilft, ist in die Hände zu spucken und kräftig anzupacken. Jeder Streik macht es nur schlimmer...

  • 16.10.2012, 07:19 UhrWegweiser

    Leider geht auch dieser Artikel etwas an den tatsächlichen Ursachen für diese Eurowährungszonenkrise vorbei. Die Ausschaltung des flexiblen Wechselkurses und der Wegfall des differenzierten Zinsniveaus durch diese Einheitswährung haben Europa in dieses finanzielle, soziale und politische Chaos geführt.

    Diese Währungsunion ist ökonomisch nicht leistungs- und überlebensfähig im ökonomischen Sinne. Wenige Eurovolkswirtschaften erhalten durch ihre Leistungsfähigkeit, durch ihre eigene technologische Innovationsfähigkeit diese Kunstwährung. Und durch den Verzicht auf die eigene Währung. Deren Einkommensentwicklungen, deren eigene Investitionsquoten der letzten Jahren, sie sprechen für sich. Ebenso die nationalen Leistungsbilanzsalden.

    Ein weiteres gutes Anschauungsbeispiel ist die EZB. Deren Geld- und Währungspolitik dient nur noch dem bedingungslosen Erhalt dieser Währungszone mit all ihren bisherigen Mitgliedern. Target 2, ELA und der Ankauf von Staatsanleihen am Sekundärmarkt, ein riesiger Liquiditätstender LTRO ohne ausreichende Besicherungen. Viele Banken in den heutigen Europroblemvolkswirtschaften leiden unter hohen Kapitalabflüssen. Der EFSF hat mit seinen noch ausleihefähigen Restmitteln eine Hilfe an spanische Banken geleistet, der ESM soll dies fortsetzen. Eine europäische Bankenunion mit einer gemeinsamen Haftungseinlagensicherung ist in Planung.

    Deutschland, Österreich, die Niederlande, Finnland, sie brauchen den Euro? Nein, sie brauchen ihre eigenen stabilen Währungen als Fundament ihres eigenen Wohlstandes und ihrer eigenen Zukunft. Die Schweiz, Schweden, Dänemark oder auch Norwegen sind ein gutes Anschauungsbeispiel.

  • 16.10.2012, 07:48 Uhrsteuermichl

    Sollte die Wirtschaft in Spanien das Schicksal Griechenlands teilen, so werden die Kosten, die für den Weiterbetrieb des Euro in Spanien benötigt werden, sehr viel höher sein als die Infusionen in Richtung Athen. Berlin hofft also auf eine wirtschaftliche Genesung Spaniens aus einem Tal von 25% Arbeitslosigkeit und einem ruinierten Bankensystem wegen fauler Kredite und horrender Kapitalabflüsse. Unter Einsatz aller verfügbaren Mittel setzt die Kanzlerin auf die europäische Hochkonjunktur, die alles richten soll und muß. Die Wirtschaftsdaten Spaniens und Italiens sind jedoch weiterhin im Abwärtstrend (Arbeitslosenquote, Einkaufsindex, Kapitalabflüsse). Allein die Target-2 Salden sind besser als im letzten Quartal. Ob das ausreicht, wird die Zukunft zeigen. Griechenland hat die Warterei nichts genutzt: das Land ist auf Jahrzehnte zurückgeworfen worden. Warum sollte es in Spanien anders laufen ?

  • 16.10.2012, 08:53 UhrRoger13

    Tatsächlich besteht nur noch eine Option für D und dies ist der Austritt aus der Währungsgemeinschaft.Alle anderen Lösungen sind zum Scheitern verurteilt.Die Südstaaten(jedenfalls Spanien,GR.,P.und Süditalien)haben nicht die erforderlichen Industriestruckturen.Diese Staaten müssen China und den Schwellenstaaten Marktanteile abnehmen um ein Wirtschaftswachstum zu haben.Wer glaubt daran.D kann 140 Mio Südmenschen nicht mit durchfüttern.Wann kehrt in den Medien endlich eine realistische Betrachtungsweise ein.Einen europäischen Superstaat will auch niemand in Europa.Dieser ist politisch nicht durchsetzbar(Frankr.und Ital.)Ein Leben ohne Euro in einem friedlichen Europa ist möglich(siehe Norw.und GB)

  • 16.10.2012, 09:05 UhrLogik

    Der Artikel endet in Unlogik pur. Er fordert zwei Dinge:

    Erstens: Auf keinen Fall ein bail-out; die Nationalstaaten müssen unbedingt selbst haften;

    Zweitens: Das lupenreine Gegenteil mit Bankenunion, gemeinsamer Haftung (also doch das bail-out) sowie Europa 2.0 etc.

    Der Artikel ist das Produkt vollendeter innerer Unlogik. Wer ganz am Ende "Erstens: kein bail-out" fordert, kann nicht gleich danach "Zweitens: doch bail-out" fordern.

    Unter "Zweitens" wurde letztlich der EU-Kniefall vollzogen und alles Gesagte komplett wieder zurückgenommen. Damit ist der Artikel sinnlos.

    • 16.10.2012, 11:39 UhrNostradamus

      Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Es geht um zwei alternative Lösungswege, also 1 oder 2 und nicht 1 und 2. Option 2 ist genau das, was Schäuble gerade vorgeschlagen hat, und führt zur Verelendung Deutschlands.

  • 16.10.2012, 09:08 UhrMV_

    Immer wieder wird das Märchen erzählt, Brünings Politik sei Fehlerhaft gewesen! Wie lange war denn bitte Herr Brüning nur im Amt? Zudem standen, als er abgesägt wurde, sämtliche denkbaren Parameter in Richtung "grün"! Man kann von ihm lernen, wie man sich in solchen Krisen zu verhalten hat. Wenn man IHM wenigstens vier Jahre Zeit gelassen hätte, wie es später dann der "GröFaZ" für sich beanspruchte!

  • 16.10.2012, 09:37 Uhrchlodwig

    Scheitert Frau Merkel, dann scheitert der Euro, Punktum.
    Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Ich denke das Prof.
    Sinn schon gute Beiträge und Anregungen geliefert hat,
    wie man die Probleme angehen könnte.

  • 16.10.2012, 09:41 UhrLuetzowerJaeger

    Der fundamentale Fehler ist: Der Verstand der Ökonomen wird dem Primat der Politik untergeordnet. Die Ideologie der EU-Plutokratie lässt nur das Drehen an kleinen Stellschrauben zu, im übrigen herrscht Denk - zumindest Sprechverbot. Der grosse Korrekturwurf der Katastrophe wäre nur möglich mit einem Austritt der BRD aus der EWU. Jeder klar denkende Ökonom würde bei fachlicher Analyse zu diesem Ergebnis gelangen. Nach Ansicht der politischen Feudalkaste der EU muss aber die wirtschaftliche Kraft der BRD in den Frondienst der Ideologie von einem europäischen Bundesstaat eingespannt bleiben - bis zum bitteren Ende und zum Segen der Goldman-Sachs Gangster. Armes Deutschland.

  • 16.10.2012, 09:59 Uhrv6yz

    Notwendige (nicht unbedingt hinreichende)Bedingungen für eine funktionierende Währungsunion zwischen selbständigen Staaten mit sehr unterschiedlicher Wirtschaft sind stiktes "No Bail Out" und Ein- und Austrittsmöglichkeit. Letzteres ist politisch ausgeschlossen worden. No Bail Out ist nicht glaubhaft, wenn der wichtigste Teilnehmer sich zur Plünderung anbietet. (Schäuble hat als Erster zum Vertragsbruch aufgerufen). Dieses Angebot des größten Teiles der politischen Klasse (und der Staatsmedien) in Deutschland resultiert aus einer Art Rassismus , der die Bevölkerung Deutschlands unter permanente Sicherheitsverwahrung durch "Europa" stellen will. Unter diesen Bedingungen gibt es keine Lösung.

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