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7 Kommentare
Fragen:
a) Wie waren die Preise für Güter des täglichen Bedarfes (z.B. Brot, Benzin, Strom ...) vor der Euroeinführung?
b) Wie hoch ist die jährliche Inflationsrate für die besagten Güter?
c) Bewerten Sie das Ergebnis in Bezug auf Kaufkraftgewinn/-verlust
Lösung:
a) Brot: 2.60DM, Benzin 1.80DM und Strom 19Pfg(Kwh)
b) Die jährliche Rate, mit der die obigen Beträge verzinst werden müssten (Heute: Brot 5.80DM, Benzin 3.30DM und Strom 46Pfg/Kwh) liegen bei 6-8% pro Jahr.
c) Dies kann man Inflation nennen oder auch nicht. Tatsache ist im Betrachtungszeitraum 2001/2012 eine realistische Kaufkraft-entwertung von ca. 50%

Völlig richtig.
Jemand, der zu anderen Ergebnissen kommt, lebt eben nicht in Deutschland.

Eine ganz "einfache" Frage meinerseits:
wie werden diese Preissteigerungen finanziert?
(ich frage ausdrücklich "Preissteigerungen", da Konsumartikel, nicht "Inflation" von Vermögenswerten)
Nun, von den Schulden, die aufgetürmt werden, damit Preise steigen. Diese Schulden sind der Dreh- und Angelpunkt auf dem Weg in die Deflation.

Soso, Banken können wg. Basel 3 nicht so ohne weiteres das billige EZB-Geld weiterverleihen?
Da trifft sich aber das Kleingedruckte gut:
FAZ, 20.07.2011, Basel 3· Anleihen von EU-Staaten gelten den Finanzaufsehern weiterhin als risikolos. Laut dem neuen Entwurf müssen Banken auch griechische Staatsanleihen nicht mit Eigenkapital unterlegen.

Das ist die große Lüge der Statistik von den stabilen
Preisen seit der EURO-Einführung.
Und viele glauben ja noch dieser systematischen Volksverdummung.
Man setzt den Warenkorb neu zusammen und alles stimmt wieder.

Interessanter Artikel. Und im Kern dennoch so falsch.
Die EZB kann weder einfach mal eben Geld drucken oder überschüssiges Geld einsammeln. Dieser Mythos ist scheinbar nie aus der Welt zu schaffen.
Die EZB schmeißt nicht mit Geld um sich, sondern vergibt Kredite an Schuldner, die Altkredite bedienen müssen, auf Basis immer schlechterer Sicherheiten. Sie schafft also kein neues Geld, sondern versucht quasi rückwirkend den kreditfinanzierten Konsum in der Vergangenheit zu finanzieren.
Die Inflation (=Preisanstiege von Sachgütern, also Immobilien, Aktien, Rohstoffe wie auch Gold etc.) liegt nämlich HINTER uns und nicht VOR uns. Wenn Aluminium oder Gold von einem auf das andere Jahr doppelt so teuer werden, wenn eine Münchener 2-Zimmerwohnung jahrelang um +15% p.a. an Wert gewinnt, dann IST das Inflation, wenn die Einkommen recht konstant bleiben. Jene Preistreiberei war jedoch zum allergrößten Teil kreditfinanziert.
Jetzt, da ein weiteres Schuldenmachen kaum mehr möglich ist, um den vermeintlichen Boom weiter zu befeuern, wird es schwierig. Denn nicht nur, dass die Party nicht weitergehen kann wie bisher, vielmehr werden nun große Teile der Kredit- und Schuldengebirge unhaltbar.
Es gibt derzeit wirklich nichts, was auf eine Inflation hinweisen könnte (Nein, der teurer werdende Joghurt ist kein Indikator!). Die Deflation ist hinter den Kulissen schon lang im Gange, von der Wirtschaftspresse weitgehend unbemerkt.
Diejenigen, die jetzt noch aus Inflationsängsten kreditfinanzierte Immobilien oder sonstige Vermögenswerte erwerben, werden ihr blaues Wunder erleben, wenn sie im Zuge der voranschreitenden Deflation Bekanntschaft machen mit der Nachschusspflicht, die greift, sobald die Werte der Sicherheiten nicht mehr den Kreditrahmen abdecken können.

Die Behauptung, wir hätten keine Preisinflation, ist einfach falsch.
Selbstverständlich kann man sich einen Warenkorb stricken, in dem sich nur Produkte befinden, die entweder keine oder nur geringfügige Preissteigerung haben.
Die Realität sieht aber anders aus:
Alles wird seit Jahren teurer.
Und zwar mehr als die 2%, die immer wieder genannt werden.
Die Billionen an ungedecktem Papiergeld, die Frischgelddrucker Draghi in den Geldumlauf gebracht hat, werden spätestens innerhalb 1 Jahres die Inflation weiter antreiben.
Kommentare zu: Steigen die Preise – oder steigen sie nicht?
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