EZB erhöht Kreditrahmen: Mehr Notkredite, weil Griechen ihre Konten räumen

EZB erhöht Kreditrahmen: Mehr Notkredite, weil Griechen ihre Konten räumen

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Auf europäischer Seite läuft das Hilfsprogramm Ende Februar aus. Ohne den Plan könnte es für Griechenland brenzlig werden.

Damit Griechenlands Banken nicht das Geld ausgeht, hat die EZB den Rahmen für ELA-Notkredite nach Medienberichten schon wieder erhöht. Trotzdem dürfte es schon bald wieder eng werden.

Die Europäische Zentralbank (EZB) stützt die Geschäftsbanken in Griechenland: Nach übereinstimmenden Informationen von "Frankfurter Allgemeiner Zeitung" und "Handelsblatt" hat der EZB-Rat in einer Telefonkonferenz beschlossen, das ELA-Kreditvolumen um rund fünf Milliarden Euro auf rund 65 Milliarden Euro zu erhöhen. Die EZB wollte die Berichte nicht kommentieren

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Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank Claudia Buch Quelle: Dominik Pietsch für WirtschaftsWoche

Hintergrund sei die angespannte Lage der griechischen Banken, die zunehmend unter Mittelabflüssen in Milliardenhöhe leiden. Wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Kreise berichtet, reicht auch der erweiterte Rahmen der Notkredite („Emergency Liquidity Assistance“) gerade, um die Banken bis in kommende Woche hinein liquide zu halten.

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Seit Mittwoch können sich griechische Banken bei der EZB kein frisches mehr Geld besorgen, weil die Notenbank Hellas-Staatsanleihen sowie staatlich garantierte Bankanleihen nicht mehr als Sicherheiten akzeptiert. Die Institute sind nun auf die teureren Notkredite angewiesen, die die griechische Zentralbank vergibt.

Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf die Kreise berichtet, ist der erst in der vergangenen Woche aufgestockte Rahmen für die ELA-Kredite bereits ausgeschöpft. Der Hauptgrund sei, dass viele Griechen ihre Konten räumten.

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In der Nacht zum Donnerstag war die Eurogruppe vorerst mit dem Vorhaben gescheitert, sich mit Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis auf einen gemeinsamen Kurs für die finanzielle Rettung des Landes zu einigen. Doch die Zeit drängt: Das Hilfsprogramm läuft auf europäischer Seite Ende des Monats aus. Ohne diesen Plan könnte es laut Experten für Athen bald brenzlig werden, beispielsweise bei der Rückzahlung fälliger Schulden.

Sollte sich Griechenland nicht in den kommenden Wochen mit seinen Geldgebern einigen, könnte die EZB nach vorheriger Androhung den Liquiditätshahn zudrehen, glaubt Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Denn die EZB darf ELA-Kredite für einen längeren Zeitraum nur gewähren, wenn die Zahlungsfähigkeit des griechischen Staates gesichert ist: „Faktisch wäre Griechenland dann aus der Währungsunion ausgeschieden.“

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