Finanzhilfen abgeschlossen: EFSF überweist letzte Tranche an Griechenland

Finanzhilfen abgeschlossen: EFSF überweist letzte Tranche an Griechenland

, aktualisiert 13. August 2014, 18:18 Uhr
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Der Rettungsfonds EFSF überweist eine weitere Milliardenhilfe an Griechenland.

Der europäische Rettungsfonds hat eine weitere Milliarde Euro an Griechenland gezahlt. Zugleich wurde bekannt, dass die griechische Wirtschaft im Frühjahr kaum noch geschrumpft ist.

Der Euro-Rettungsfonds EFSF hat die dritte und letzte Tranche einer Milliardenhilfe an Griechenland überwiesen. Mit der Zahlung von einer Milliarde Euro seien die von den Euro-Finanzministern im April beschlossenen Finanzhilfen für Athen abgeschlossen, teilte der EFSF am Mittwoch in Luxemburg mit. Das Hilfspaket beinhaltet ein Gesamtvolumen von 8,3 Milliarden Euro. Den Löwenanteil von 6,3 Milliarden Euro hatte Griechenland bereits Ende April erhalten.

Die Auszahlung der vorerst letzten Tranche durch den EFSF erfolgte nach einer weiteren Überprüfung der Reformschritte in dem Krisenland. Das Volumen der EFSF-Hilfsgelder an Athen summiert sich damit nach Angaben des Rettungsfonds auf insgesamt 141,8 Milliarden Euro. Weitere 1,8 Milliarden Euro hält der EFSF für mögliche neue Hilfszahlungen zurück.

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Zugleich wurde am Mittwoch bekannt, dass Griechenlands Wirtschaft im Frühjahr so wenig geschrumpft ist, wie seit fast sechs Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt sank zwischen April und Juni im Vergleich zum Vorjahresquartal nur noch um 0,2 Prozent, wie das nationale Statistikamt Elstat mitteilte. Diese Daten sind allerdings nicht um jahreszeitliche Schwankungen bereinigt.

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Quelle: dpa

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten einen Rückgang um 0,4 Prozent erwartet. Ökonomen in Athen hatten gar mit einem Minus von 0,5 Prozent gerechnet.

Griechenland und seine internationalen Geldgeber aus EU und IWF sagen der Wirtschaft nach sechs Jahren Rezession für 2014 erstmals wieder ein Wachstum von 0,6 Prozent voraus. Zuletzt hatte es im zweiten Quartal 2008 ein Plus beim BIP von 0,4 Prozent gegeben. Danach stürzte die griechische Wirtschaft immer tiefer ab, seit 2010 ist der Staat von Hilfskrediten abhängig.

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Von entscheidender Bedeutung wird die Entwicklung im dritten Quartal sein. Dann werden die ersten konkreten Ergebnisse der Tourismussaison zum Tragen kommen. Die griechische Wirtschaft profitiert in diesem Jahr von einem langersehnten Touristenboom. Unklar sind jedoch die Auswirkungen der Ukraine-Krise und insbesondere die Folgen des Embargos Russlands für EU-Agrarprodukte, die auch Griechenland treffen.

Die überraschend guten Konjunkturdaten haben die Anleger an der griechischen Börse erfreut. Der Leitindex kletterte am Mittwoch in der Spitze um 1,6 Prozent. Er notierte damit deutlich fester als viele andere europäische Börsenplätze.

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