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exklusiv Fiskalunion: Finnlands Notenbankchef lehnt europäische Budgetverantwortung ab

von Anne Kunz und Konrad Handschuch

Der finnische Notenbankpräsident Erkki Liikanen lehnt eine Übertragung der Budgetverantwortung von den Nationalstaaten auf die europäische Ebene ab.

Erkki Liikanen Quelle: Teemu Rajala
Der Präsident der finnischen Notenbank Erkki Liikanen Quelle: Teemu Rajala

„Die Verantwortlichkeit für die eigenen Staatsfinanzen sollte niemals abgegeben werden. Diejenigen, die über die Ausgaben bestimmen, müssen auch das dafür nötige Geld einsammeln“, sagte Liikanen in einem Interview mit der WirtschaftsWoche.

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Europa ist laut Liikanen „kein Ersatz für die Nationalstaaten. Wir brauchen eine stärkere Haftung auf nationaler Ebene, und wir brauchen starke Rahmenbedingungen auf europäischer Ebene“, sagte der Notenbankpräsiden. „Ich kenne Brüssel gut genug, um zu wissen, man sollte nicht zu viele Verantwortlichkeiten an die EU abgeben“ sagte Liikanen, der von 1995 bis 2004 in unterschiedlichen Funktionen der EU-Kommission angehört hat.

Ein kurzfristiges Ende der Krise erwartet Liikanen ohnehin nicht: „Die Krise ist nicht vorbei. Sie begann 2007, aber einige Historiker sagen, dass Finanzkrisen zehn Jahre andauern. Erst dann sind Wachstum und Beschäftigung auf Vorkrisenniveau.“

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 17.06.2012, 15:00 UhrWiwoWast

    es ist ja makaber, wie die - auch erheblich beteiligte deutsche - Rüstungsindustrie die Griechen bedient, die mit Sicherheit die bisherigen Rettungsschirme erst gar nicht abdienen können! Die eine Hand nimmt, die andere gibt, sogar im Inland! Wir könnten doch mit den Mitteln gleich unsere Rüstungsindustrie direkt sponsern!
    Nationalökonomen wie Ludwig Erhart oder Helmut Schmidt haben uns das erfolgreiche Wirtschaften gelehrt. Volkswirt Steinbrück ist jetzt vom Joch der Bundeskanzlerin befreit und könnte endlich einmal kompetent seinen Mann stehen!

  • 16.06.2012, 14:58 UhrFreiwirtschaftler

    "...einige Historiker sagen, dass Finanzkrisen zehn Jahre andauern. Erst dann sind Wachstum und Beschäftigung auf Vorkrisenniveau.“

    Der gute alte Otto von Bismarck wusste schon, warum er "kein neues Geschichtsbuch", sondern "die konkreten Ursachen dargelegt" haben wollte, warum alle Hochkulturen und Weltreiche in der Geschichte untergegangen sind:

    http://www.deweles.de/files/untergang.pdf

    Warum das - nicht nur - von Historikern immer wieder "vergessen" wird, ist erst zu verstehen, wenn man die Religion verstanden und damit überwunden hat:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

  • 15.06.2012, 17:22 UhrPhoenix56

    Ich tue was ich kann um aufzuklären, aber ich fürchte es führt zu nichts. Wer nur die lokale Zeitung oder Bild liest, hat keine Ahnung wie wir verkauft werden. Die ÖR und andere Medien werden Ihrem Auftrag nicht gerecht.

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