Flüchtlinge: Balkanroute macht Grenzen zu

Flüchtlinge: Balkanroute macht Grenzen zu

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Die Geflüchteten treffen auf geschlossene Grenzen.

Österreich begrenzt die Flüchtlingszahlen und die Balkanländer folgen. Vorübergehend werden Grenzen geschlossen, um den Zustrom der Migranten zu bremsen. Noch ist unklar, wie in Zukunft die neue Regelung aussehen soll.

Die Länder entlang der Balkanroute begrenzen nach der Einführung von Obergrenzen für Flüchtlinge in Österreich die Passage über ihre Grenzen. Serbien schloss am Freitag nach Medienberichten vorübergehend Übergänge zu Mazedonien. Als Folge habe Mazedonien seine Grenze zu Griechenland zeitweise dicht gemacht, hieß es in diesen Berichten weiter. Die griechische Regierung kritisierte die fortgesetzte Weigerung vieler EU-Staaten zur Aufnahme von Flüchtlingen unterdessen scharf.

Die Grenze sei nicht generell geschlossen, erklärte das serbische Innenministerium. Es werde vielmehr das am Vortag zwischen Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien und Mazedonien verabredete neue Grenzregime angewendet. Demnach werden alle Migranten zurückgeschickt, die keine Registrierung von der mazedonisch-griechischen Grenze vorweisen können.

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Der nördliche Nachbar Kroatien habe den bisher üblichen Weitertransport von Flüchtlingen und Migranten vom nordserbischen Sid in Richtung Slowenien eingestellt, wurde die Grenzschließung zuvor in serbischen Medien begründet. In der Stadt Sid an der Grenze zu Kroatien stauten sich die Menschen.

Flüchtlingskrise Österreich will seine Südgrenze bald lückenlos kontrollieren

Die Einreise für Flüchtlinge soll in Österreich künftig deutlich strenger ablaufen. Die Alpenrepublik wird auch weitere Zäune errichten. Für Touristen scheinen das keine guten Nachrichten zu sein.

„Es wird unterschiedliche bauliche Maßnahmen von Containern bis hin zu weiteren Grenzzäunen geben“, sagte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. Quelle: dpa

Der Bau eines Zaunes entlang der griechischen Nordgrenze könne dazu führen, dass Hunderttausende Migranten und Flüchtlinge in Griechenland steckenbleiben, sagte der für Bürgerschutz zuständige Vize-Minister Nikos Toskas im griechischen Fernsehen Skai. „Einige haben die europäischen Werte noch nicht verinnerlicht und wollen nur Einwohner mit einer (mit weißer) Hautfarbe haben“, sagte er.

Griechenland werde etwa 50 000 Migranten aufnehmen können. Mehr könne das Land nicht ertragen. „Wir werden nicht das Schwarze Loch (für Migranten) werden und alle anderen schauen zu.“

So viel Geld bekommen Flüchtlinge in den europäischen Ländern

  • Platz 1: Dänemark

    800 Euro zahlt das Land im Monat pro Flüchtling. Die Summe muss allerdings versteuert werden.

    Quelle: EU-Kommission / Frontex, Stand: 18. September 2015

  • Platz 2: Zypern

    Die Spanne, die der Inselstaat für einen Asylbewerber zahlt, liegt zwischen 85 und 452 Euro pro Monat.

  • Platz 3: Norwegen

    400 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 4: Deutschland

    352 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 5: Frankreich

    330,30 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 6: Finnland

    zwischen 85 und 290 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 7: Belgien

    zwischen 176 und 276 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 8: Großbritannien

    232 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 9: Luxemburg

    225 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 10: Polen

    187 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 11: Schweden

    177 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 12: Lettland

    66 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 13: Bulgarien

    33,23 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 14: Niederlande

    20 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 15: Slowenien

    18 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 16: Slowakei

    12 Euro pro Flüchtling / Monat.

  • Platz 17: Italien & Griechenland

    0 Euro pro Flüchtling / Monat.

Die griechische Küstenwache und die europäische Grenzschutzagentur Frontex retteten in den vergangenen zwei Tagen 1753 Menschen aus den Fluten der Ägäis. Das teilte die Leitung der Küstenwache am Freitag in Piräus mit. Zugleich stieg die Zahl der Menschen, die aus der Türkei zu den griechischen Inseln übersetzten. Die Zahl war zeitweise zurückgegangen - nach Angaben der Küstenwache witterungsbedingt.

Am Freitagmorgen kamen in Piräus 1835 Migranten von den Ägäisinseln an. Weitere 1350 wurden während des Tages an Bord von zwei Fähren erwartet, berichteten griechische Medien. Weitere 2300 bereits registrierte Migranten warteten auf der Insel Lesbos auf eine Fähre, die sie am Samstag nach Piräus bringen sollte, hieß es.

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Wie das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mitteilte, sind seit Jahresbeginn bis zum 18. Februar gut 88 000 Migranten aus der Türkei nach Griechenland gekommen. 37 Prozent davon waren Kinder. Nach einer kurzen Pause kamen in den vergangenen Tagen wieder mehr Migranten an. Wagten am 14. und 15. Februar nur 51 und 181 Migranten die Überfahrt von der türkischen Ägäisküste aus, so waren es am 16. Februar 1783 und am 17. Februar sogar 4611.

Den zeitweisen Rückgang führt das UNHCR auf schlechtes Wetter zurück. Diese Ansicht vertrat auch ein Offizier der griechischen Küstenwache auf der Insel Chios. „Der Rückgang hing mit dem Wetter und nicht mit türkischen Einschränkungsmaßnahmen zusammen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

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