Frankreich: Ex-Premier Juppé steht als Ersatz für Fillon bereit

Frankreich: Ex-Premier Juppé steht als Ersatz für Fillon bereit

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Ex-Premier Alain Juppe (r.) und Präsidentschaftskandidat Francois Fillon (l.)

Ex-Premier Juppé würde bei einem Verzicht Fillons wohl als Präsidentschaftskandidat der Konservativen einspringen - wenn seine Partei ihn unterstützt. Fillon erleidet indes einen weiteren Rückschlag.

Frankreichs Ex-Premierminister Alain Juppé ist nach Angaben aus seinem Umfeld bereit, bei einem Verzicht des Konservativen François Fillon als Präsidentschaftskandidat einzuspringen. Juppé werde nicht kneifen, falls Fillon zurückziehe, zitierte die französische Nachrichtenagentur AFP Juppés Entourage am Freitag. Zweite Bedingung sei die einhellige Unterstützung seiner Partei Die Republikaner.

Fillon steht wegen des Verdachts einer Scheinbeschäftigung seiner Frau auf Parlamentskosten unter Druck, zuletzt waren einige Politiker aus den eigenen Reihen von ihm abgerückt. Manche brachten den 71-jährigen Juppé als Ersatzkandidaten ins Spiel.

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Fillon hat indessen einen weiteren Rückschlag erlitten. Sein Pressesprecher Thierry Solere stellte sein Amt zur Verfügung. "Ich habe mich entschlossen, meine Aufgabe als Pressesprecher von Francois Fillon zu beenden", teilte er über Twitter mit. Solere hatte auch die Vorwahlen organisiert, aus denen Fillon als Kandidat der Republikaner hervorging.

Frankreich Ermittler durchsuchen Fillons Wohnung

Der französische Konservative François Fillon gerät immer stärker unter Druck. Auch im eigenen Lager verliert er an Rückhalt. Nun haben Ermittler seine Pariser Wohnung durchsucht.

Francois Fillon schwitzt im Scheinwerfer-Licht Quelle: REUTERS

Juppé hatte im November ebenfalls bei der Vorwahl für die Präsidentschaftskandidatur des bürgerlichen Lagers kandidiert, aber gegen Fillon den Kürzeren gezogen. Seit Bekanntwerden der Vorwürfe gegen Fillon war immer wieder darüber spekuliert worden, ob Juppé ein „Plan B“ sein könnte.

Zuletzt hatten Fillon weniger als zwei Monate vor der Wahl immer mehr wichtige Unterstützer die Gefolgschaft verweigert. Trotz der Vorladung im Ermittlungsverfahren in der Affäre um eine mögliche Scheinbeschäftigung seiner Frau will Fillon weitermachen. "Ich werde bis zum Ende kämpfen", kündigte er an. Der erste Durchgang der Präsidentenwahl findet am 23. April statt.

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