Marine Le Pen greift Fillon an

Frankreich: Le Pen greift konservativen Konkurrenten Fillon an

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Marine Le Pen

Der angeschlagene Präsidentschaftsanwärter François Fillon wird weiter kritisiert - nun von Rechtsaußen. Bei den Konservativen scheinen sich hingegen die Wogen zu glätten.

Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen hat den in der Job-Affäre unter Druck geratenen Präsidentschaftskandidaten François Fillon angegriffen. Der Konservative habe sich zwar für die Beschäftigung seiner Frau und seiner beiden Kinder entschuldigt, doch gleichzeitig erklärt, alles sei legal gewesen. „Ich kann mir keinen Reim darauf machen, was François Fillon macht und sagt“, sagte die Chefin der rechtsextremen Front National (FN) dem Sender LCI. Im Hinblick auf Erklärungen Fillons sprach die 48-Jährige auch von „Lüge“.

Der 62-Jährige hatte eingeräumt, die Anstellung von Familienmitgliedern als parlamentarische Mitarbeiter sei ein Fehler gewesen. Er versicherte gleichzeitig, den Präsidentenwahlkampf fortzusetzen.

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Die europafeindliche Le Pen gilt in Meinungsumfragen mit einem Stimmenanteil von mindestens 25 Prozent als Favoritin für die erste Runde der Präsidentenwahl im April. Im entscheidenden Duell im Mai werden allerdings dem früheren Wirtschaftsminister Emmanuel Macron größte Chancen eingeräumt, die 48-jährige FN-Chefin zu schlagen. Ihm werden in der Stichwahl rund zwei Drittel der Stimmen zugetraut. Fillon, der in der Job-Affäre Sympathiewerte verlor, dürfte nach diesem Szenario bereits in der ersten Runde ausscheiden.

Marine Le Pen Rechtspopulistin startet Wahlkampf mit Angriffen

Marine Le Pen schwört ihre Anhänger ein. Im Fall eines Siegs will sie ein Referendum über die EU-Mitgliedschaft Frankreichs, auch die Militär-Zusammenarbeit in der Nato stellt sie infrage.

Marine Le Pen: Rechtspopulistin startet Wahlkampf mit Angriffen Quelle: REUTERS

Der Fraktionschef der konservativen Republikaner im Parlament, Christian Jacob, sagte laut Nachrichtenagentur AFP nach einem Treffen von Abgeordneten mit Fillon: „Die Basis hat gehalten.“ Man sei nun in den Wahlkampf zurückgekehrt.

Es hatte in den vergangenen Tagen mehrfach Spekulationen gegeben, wonach Ex-Premier Alain Juppé (71) Fillon ersetzen könnte. Doch der Bürgermeister von Bordeaux erklärte öffentlich, er stünde nicht für einen „Plan B“ zur Verfügung.

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