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Frankreich-Wahl: Hollande gewinnt den ersten Durchgang

Quelle: dapd

François Hollande hat die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahl klar gegen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy gewonnen. Die endgültige Entscheidung fällt aber erst in der Stichwahl in zwei Wochen.

Francois Hollande hat im ersten Wahldurchgang der französischen Präsidentschaftswahlen einen deutlichen Sieg eingefahren. Quelle: dapd
Francois Hollande hat im ersten Wahldurchgang der französischen Präsidentschaftswahlen einen deutlichen Sieg eingefahren. Quelle: dapd

François Hollande hat die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahl klar gegen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy gewonnen. Der Sozialist kam nach einer Hochrechnung des Senders TF1 von 20.00 Uhr auf 28,6 Prozent, Sarkozy auf 27 Prozent. Nach einer Hochrechnung von France 2 lag Hollande mit 28,4 zu 25,5 Prozent fast drei Punkte in Führung. Damit werden ihm die besten Aussichten auf einen Sieg in der Stichwahl am 6. Mai eingeräumt.

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François Hollande hat die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahl klar gegen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy gewonnen. Der Sozialist kam nach einer Hochrechnung des Senders TF1 von 20.00 Uhr auf 28,6 Prozent, Sarkozy auf 27 Prozent. Nach einer Hochrechnung von France 2 lag Hollande mit 28,4 zu 25,5 Prozent fast drei Punkte in Führung. Damit werden ihm die besten Aussichten auf einen Sieg in der Stichwahl am 6. Mai eingeräumt.

Marine Le Pen – die Wütende

Die 43-jährige Marine Le Pen ist Vorsitzende des Front National, der wahrscheinlich erfolgreichsten rechtsextremen Partei Europas. In den Umfragen liegt Le Pen bei rund 15 Prozent. „Frankreich geht vor die Hunde“, schimpft sie. Schuld daran seien vor allem muslimische Einwanderer aus Nordafrika, die Frankreich angeblich überschwemmen, die Sozialsysteme missbrauchen und für Terrorismus werben. Außerdem für den Abstieg der Grande Nation verantwortlich: Die internationale Finanzwirtschaft, die Bürokraten in Brüssel und der Euro. Ein Ausstieg aus EU und der gemeinsamen Währung ist für sie deshalb unumgänglich.

Mit ihrem Programm zieht Le Pen vor allem Protestwähler an, die ihrem Ärger über die regierenden Politiker schlagzeilenträchtig Luft machen wollen. Beängstigend ist: Laut einer Untersuchung des Umfrageinstitutes CSA führt sie bei den Wählern zwischen 18 und 24 Jahren. Ganze 26 Prozent in dieser Altersgruppe wollen für sie stimmen. François Hollande kommt nur auf 25 Prozent.

Bei der letzten Präsidentschaftswahl im Jahr 2007 stimmten im zweiten Wahlgang über 80 Prozent der Wähler des Front National für Nicolas Sarkozy. Damit verhalfen sie ihm zum Sieg. Diesmal wollen in der zweiten Runde am 6. Mai nur rund 40 Prozent für Sarkozy stimmen.

Bild: dpa

Die „Anti-Sarkozy“-Abstimmung zeigt sich auch in dem Ergebnis für Rechtspopulistin Le Pen, ihr waren in den letzten Umfragen maximal 16 Prozent vorausgesagt worden. Bestätigen sich die 19 Prozent, hätte sie mehr Stimmen als ihr Vater Jean-Marie vor zehn Jahren eingefahren, er hatte 2002 mit nur 16,86 Prozent die Stichwahl erreicht und Frankreich in eine Schockstarre versetzt. Auf dem vierten Platz landete der Antikapitalist Jean-Luc Mélenchon von der Linksfront mit knapp elf Prozent. Der Zentrumspolitiker Francois Bayrou erreichte laut TF1-Hochrechnung mit 8,9 Prozent Platz fünf.

Laut Wahlforschern kann Hollande für das Duell in zwei Wochen auf die meisten Stimmen des linken Lagers, aber auch auf Protestwähler Le Pens hoffen. Ihm wird das deutlich größere Wählerreservoir zugesprochen. Das liegt auch an der langen Regentschaft der Konservativen. Gewinnt Hollande in zwei Wochen, würde er das erste Mal seit Francois Mitterrands Sieg im Jahr 1988 den Élysée-Palast für die Sozialisten zurückerobern.

Quelle: dapd
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