Frischer Wind im Geldbeutel: Der neue Fünf-Euro-Schein ist schwerer

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Frischer Wind im Geldbeutel: Der neue Fünf-Euro-Schein ist schwerer

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Der neue und der alte Fünf-Euro-Schein im Vergleich.

von Saskia Littmann

Die Bundesbank hat den neuen Fünf-Euro-Schein vorgestellt. Er soll nicht nur sicherer sein, sondern vor allem strapazierfähiger. Was Sie über den neuen Fünf-Euro-Schein wissen müssen.

Mut zu mehr Farbe. Den hatten die europäischen Notenbanken bei der Gestaltung des neuen Fünf-Euro-Scheins. Während das alte Exemplar in mattem Grün-grau etwas trist daher kommt, sind die Farben des neuen Scheins klarer und kräftiger. Gelb-grün leuchtet die neue Banknote, die ab dem 2. Mai dieses Jahres in der Euro-Zone eingeführt wird. Gleich geblieben ist dagegen die grundsätzliche Optik. Weiterhin ziert ein Tor aus der Antike die Vorderseite und eine Brücke aus der entsprechenden Zeit die Rückseite.

Der Fünf-Euro-Schein ist die erste neue Banknote der neuen "Europa-Serie", der zweiten Generation der Euro-Scheine. Die Bundesbank stellte am Donnerstag die wichtigsten Merkmale des neuen Scheins vor. Bereits am 10. Januar hatte Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), die Banknote präsentiert. Während sich die Größe des Scheins im Vergleich zum Vorgänger nicht geändert hat, ist er ein wenig schwerer geworden. Vorher hätte ein Fünfer 0,63 Gramm gewogen, sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele am Donnerstag in Frankfurt. Jetzt seien es 0,71 Gramm, die Scheine seien also rund zehn Prozent schwerer geworden. Das dürfte sich auf das normale Portemonnaie allerdings nicht auswirken.

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Grund für das höhere Gewicht der Scheine ist der neue Anstrich, den die Banknoten erhalten haben. Eine Lackierung soll dafür sorgen, dass die Geldscheine länger haltbar werden. Denn Fünfer und Zehner, die am häufigsten den Besitzer wechseln, hatten bisher nur eine durchschnittliche Lebensdauer von zwischen einem und dreieinhalb Jahren. Gerade Fünfer hielten oft weniger als ein Jahr. Die Lackierung soll den Scheinen ein bis zu 25 Prozent längeres Leben ermöglichen. Allerdings werden sie nicht alle Scheine der neuen Serie bekommen. Hunderter oder Fünfhunderter, die im Alltag seltener gebraucht werden, werden auf die Lackierung verzichten. Die zusätzlichen Kosten, die aufgrund der anspruchsvolleren Herstellung anfallen, sollen sich durch die längere Haltbarkeit ausgleichen.

Nicht nur länger halten, auch sicherer sollen die neuen Banknoten werden. Die verbesserten Sicherheitsmerkmale der "Europa-Serie" war ebenfalls ein Grund für neue Banknoten. Die meisten erkennbaren Sicherheitsmerkmale befinden sich jetzt auf der Vorderseite der Scheine. Es habe sich gezeigt, so Thiele, dass die Rückseite wenig beachtet wird, wenn es darum geht, Falschgeld zu enttarnen. Das Wasserzeichen zeigt jetzt nicht mehr den Torbogen des Scheins, sondern den Kopf von Europa, der Namensgeberin der Serie aus der griechischen Mythologie. Auch eine große, strukturierte Fünf rückt in den Mittelpunkt des Scheins. Der Rand ist ebenfalls gestanzt. Diese fühlbaren Strukturen auf dem Schein sollen beispielsweise Sehbehinderten den Umgang mit den verschiedenen Banknoten erleichtern.

Thiele betonte allerdings, dass mangelnde Sicherheit nicht der Grund für die Einführung neuer Scheine war. "Die aktuellen Falschgeldzahlen sind nicht der Grund für die Einführung der Scheine", sagte Vorstandsmitglied Thiele. Europaweit sei die Zahl der Blüten schließlich seit 2009 zurück gegangen. In Deutschland war 2012 dagegen mehr Falschgeld im Umlauf, vor allem auf kleine Scheine hatten es die Betrüger abgesehen.

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Gedruckt wurden die neuen Fünfer in Druckereien in Frankreich, Italien, Spanien, Österreich und Griechenland. Das Bargeld, welches jede Notenbank der Euro-Zone beisteuern muss, richtet sich nach ihrem Anteil am Gesamtkapital der EZB. Deutschland muss dementsprechend das meiste liefern. Wer welche Scheine drucken muss wird in der Regel einmal in Jahr vom EZB-Rat bestimmt. Die Druckkosten muss dann jede Bank selber tragen. Die Bundesbank schreibt die Aufträge jeweils aus. Etwa acht Cent kostet die Herstellung einer Banknote im Schnitt, kleinere Scheine wie Fünfer sind laut der Bundesbank etwas günstiger.

Auch an weiteren Scheinen wird bereits unter Hochdruck gearbeitet. Der nächste Schein aus der neuen "Europa-Serie" wird der Zehner sein, wann genau er eingeführt wird gab die Bundesbank allerdings nicht bekannt. Auch die Restbestände der alten Scheine werden noch durch die europäischen Notenbanken ausgegeben, es werden also eine Zeit lang beide Fünfer-Serien im Umlauf sein. Stück für Stück werden die alten Scheine dann vom Markt genommen.

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