Gbureks Geld-Geklimper: Angriffe auf die Billionen-Festung

ThemaEZB

kolumneGbureks Geld-Geklimper: Angriffe auf die Billionen-Festung

Kolumne von Manfred Gburek

Zunehmend ergreifen Politiker die Initiative, wenn es um Finanzthemen geht. Ihr Ziel: höhere Steuern. Anlegern bleibt nichts anderes übrig, als dagegenzuhalten: mit erhöhter Flexibilität und dem Verfolgen der EZB-Politik.

5,15 Billionen Euro, zweifellos ein imponierender Betrag. So hoch war, wie zuletzt berichtet, das Geldvermögen der Deutschen Ende 2013. Überwiegend angelegt auf Konten aller Art, in Wertpapieren und Ansprüchen gegen Versicherer – womit sich die Frage aufdrängt: Sind die Deutschen verrückt geworden? Verrückt, weil sie ihr Geld vor allem in solche Anlagen stecken, die nach Abzug der aktuell bei 0,7 Prozent liegenden Euroraum-Inflationsrate bestenfalls eine Mini-Realverzinsung abwerfen.
Fairerweise sei gesagt, dass die Deutschen einen nicht minder imponierenden Betrag in Immobilien investiert haben, der nach deren Anstieg in den vergangenen Jahren deutlich über 5 Billionen Euro liegen dürfte. Abgerundet wird das Ganze durch den besonders erfolgreichen deutschen Mittelstand und seine unternehmerischen Beteiligungen – außer Aktien, die zum Geldvermögen gehören -, durch Kunstwerke, Hobbyanlagen wie Oldtimer oder Silberschalen, nicht zu vergessen Gold von unbekannter Höhe, gelagert im heimischen Safe oder in einem der beliebten Schweizer Zollfreilager.

Abartig, geistlos und manchmal dreist

Anzeige

Toll, diese reichen Deutschen, könnte man da ausrufen. Wirklich? Was jetzt folgt, ist keine Miesmacherei, sondern das Ergebnis von Beobachtungen, die wir alle täglich anstellen können - und aus denen wir rechtzeitig die Konsequenzen ziehen sollten. Ein Beispiel: die kalte Progression, das ist der Sprung in einen Steuersatz, der Gehaltssprünge im unteren Mittelstand netto weitgehend zunichte macht.

Gbureks Geld-Geklimper Das Ende der EZB-Wortspiele naht

Die Geldpolitik der EZB stößt an Grenzen, die nächste dicke Überraschung liegt in der Luft. Nur wer rechtzeitig vorsorgt, kann sich gegen die Folgen absichern.

Wie weit kann die EZB mit ihrer Geldpolitik noch gehen, ohne einen Schaden zu vermeiden? Niemand weiß es, auch nicht ihr oberster Chef Mario Draghi. Quelle: dpa

Geradezu abartig ist die darüber geführte Diskussion, denn sie dreht sich bereits um die Gegenfinanzierung für den Fall, dass die kalte Progression bereinigt oder ganz abgeschafft würde – was ganz und gar nicht sicher ist. Dabei kommen dann so geistlose Vorschläge heraus wie die Aufweichung der Euro-Stabilitätskriterien, ein Sonderzuschlag für Bildung, die Abschaffung der Absetzbarkeit von Handwerksleistungen, eine EU-weite Maut, eine Sonderabgabe für den Straßenbau, die Einführung einer Finanztransaktionssteuer und die Erhöhung der Abgeltungsteuer.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%