Gipfeltreffen: Cameron und Hollande einig bei Verteidigung

Gipfeltreffen: Cameron und Hollande einig bei Verteidigung

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David Cameron bekommt nicht die erhoffte Unterstützung: Für Francois Hollande ist die Überarbeitung des EU-Vertrages keine Priorität.

Bei ihrer Verteidigungspolitik wollen Großbritannien und Frankreich künftig noch stärker zusammenarbeiten. Das Drängen der Briten auf EU-Reformen allerdings findet keine Unterstützung bei dem Nachbarn.

Auf Unterstützung von Frankreich für eine schnelle Reformen des EU-Vertrages muss David Cameron nicht mehr hoffen. Beim Treffen des britischen Premierminister mit dem französischen Staatspräsidenten François Hollande machte dieser klar, dass auch Frankreich mehr Effizienz in Europa wolle, etwa wenn es um Wachstum, den Arbeitsmarkt oder Energie gehe. „Die Überarbeitung des Vertrages hat für uns aber keine Priorität.“

Man könne nicht erwarten, dass alle Länder Europas dem Beispiel eines einzigen folgen würden. Hollande betonte aber auch: „Frankreich möchte, dass das Vereinigte Königreich in der EU bleibt.“

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Cameron bekräftigte, dass es im Falle seiner Wiederwahl bis Ende 2017 eine Volksabstimmung über den Verbleib in der Union geben werde. Da er Großbritannien in der EU halten wolle, müssten schnell Reformen ausgehandelt werden. „Die Verhandlungen werden Vertragsänderungen beinhalten“, sagte Cameron. Europa müsse wettbewerbsstärker und flexibler werden, um im globalen Rennen bestehen zu können.

Einigkeit herrschte bei dem Treffen zu Fragen der Verteidigung. So investieren beide Länder unter anderem gemeinsam 120 Millionen Pfund (146 Millionen Euro) in die Entwicklung einer Kampfdrohne. Auch soll ein unbemanntes Schiff zur Minenabwehr entwickelt werden. Großbritannien wird zudem mehr logistische Hilfe für den Einsatz des französischen Militärs in der Zentralafrikanischen Republik zur Verfügung stellen. Im Laufe des Jahres soll es eine gemeinsame Militärübung französischer und britischer Truppen geben.

Die beiden europäischen Atommächte hatten sich unter Spardruck bereits 2010 zu einer engeren militärischen Zusammenarbeit verpflichtet. So nutzen sie gemeinsam Flugzeugträger und arbeiten auch bei der Wartung von Atomwaffen zusammen. Die Beziehung sei „so eng und wichtig wie seit jeher“, sagte Cameron. Gemeinsam könne man „größeren globalen Einfluss“ gewinnen.

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