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Griechenland: Athen fehlt viel mehr Geld als bisher erwartet

Nach vorläufigen Erkenntnissen der Troika müsse im Staatshaushalt eine Lücke von rund 20 Milliarden Euro geschlossen werden, so ein Bericht. Fast doppelt so viel wie zuletzt eingestanden.

Geuro

Es war eine Idee des früheren Deutsche-Bank-Chefvolkswirts Thomas Mayer: Griechenland führt eine Parallelwährung ein, den Geuro, der neben dem Euro im Land zirkuliert. Unternehmen könnten dann ihre Beschäftigten mit dem Geuro bezahlen, diese sich  dafür Lebensmittel und andere Verbrauchsgüter kaufen. Da sich die neue Parallelwährung gegenüber dem Euro schnell abwerten würde, wären griechische Produkte und Dienstleistungen – hier vor allem der Tourismus – schnell wieder wettbewerbsfähig. Nach außen hin könnte das Land weiter in Euro rechnen. Es blieb eine Idee.

Bild: dapd

Die Lücke im griechischen Staatshaushalt ist einem Medienbericht zufolge größer als bislang bekannt. Nach vorläufigen Erkenntnissen der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) fehlten der Regierung von Ministerpräsident Antonis Samaras derzeit rund 20 Milliarden Euro und damit fast doppelt so viel wie zuletzt eingeräumt, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

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Samaras soll laut dem Bericht bereits mehrfach angefragt haben, ob die öffentlichen Gläubiger bereit wären, auf die Rückzahlung von Schulden zu verzichten. Zuletzt wurde verstärkt über einen zweiten Schuldenschnitt für Griechenland spekuliert, der diesmal vor allem die staatlichen Gläubiger treffen würde.

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11 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 24.09.2012, 14:54 Uhrmichel

    Niemand wundert sich inzwischen, das alle Zahlen aus Griechenland bereits nach kurzer Zeit durch noch schlechtere abgelöst werden. Was erwartet man denn von einem Land, das Jahrzehnte geschummelt, belogen und betrogen hat. Eine Bürgerschaft der Selbstbedienung hat sich dort breit gemacht und das Staatswesen untergraben. Bezogen auf den Umfang der Staatsschulden sind selbst nach dem Schuldenschnitt von 100 Mrd. kaum Verbesserungen eingetreten. Jetzt wartet man auf ständig steigende und nicht versiegende Transferzahlungen anderer Schuldenstaaten um möglichst weiter abzukassieren. Das dabei die Führungselite des gesamten Landes wie bisher am meisten abgreift dürfte klar sein. Wenn aber dieses kleine Land mit seinem unerheblichen Anteil an der europäischen Wirtschaftsleistung schon solche immensen Summen benötigt um zu überleben, frage ich mich, welche Beträge notwendig werden um Italien oder Spanien zu stützen. Da sind die jetzt gehebelten zwei Billionen des ESM ein Tropfen auf dem heißen Stein. Das neue Schuldgeld landet sowieso zum geringsten Teil in der realen Wirtschaft. Es wird die Habensalden der oberen Million Erdenbürger explodieren lassen und alle anderen zu Zinssklaven degradieren. So übt man mit Finanzpolitik Macht aus und hebelt so nach und nach alle demokratischen Regeln und sozialen Grundrechte aus. Wir haben keine Schuldenkrise und schon gar keine Staatsschuldenkrise. Wir haben eine Störung des Geldumlaufs durch zu hohe und ständig zunehmende Besitzstände weniger zum Nachteil der Mehrheit, ungerechte Steuerpolitik in Bezug auf Einkommen durch Arbeit und Kapitalerträge, Nichtverfolgung und gerechte Ahndung von Steuerbetrug, zu viele Subventionen zur Steuersenkung usw. Berücksichtigt man alle Zinslasten in den Preisen dürften heute schon in Deutschland mehr als 20% von hundert Euro an die Kapitalbesitzer gehen. Tendenz steigend. Solange dieser Trend nicht verändert wird, geht der Marsch in den Untergang für alle weiter.

  • 23.09.2012, 22:37 UhrWahrheit29

    Na ja das ist ja ganz was Neues, daß den Griechen Geld fehlt und das Defizit größer ist als erwartet. Das geht doch seit 10 Jahren so im 3 montigen Rhythmus.

  • 23.09.2012, 20:37 UhrClemens

    Es ist aus Brüssel gewollt, das die Griechen ihre Eigenständigkeit aufgeben sollen und aus Brüssel regiert werden. Um Griechenland zu retten benötigt es eine Schenkung von 500Milliarden und dann sind sie in ein paar Jahren wieder genau dort wo sie heute sind. Addieren Sie alle Zahlungsverpflichtungen plus Sanierung der Banken, Renten- und Krankenkassen, dann kommen Sie auf ca.1000Milliarden.

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