Griechenland: Troika zweifelt an Größe des Privatisierungsfonds

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Ein Arbeiter platziert griechische Flaggen vor dem Parlament in Athen.

von Silke Wettach

Die Troika ist sich einig, dass der griechische Privatisierungsfonds deutlich weniger als die von der Bundesregierung ins Spiel gebrachten 50 Milliarden Euro umfassen wird.

Laut eines Verhandlungsdokuments vom jüngsten EU-Gipfel, das der WirtschaftsWoche vorliegt, rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) in den kommenden drei Jahren nur mit einem Erlös von 1,5 Milliarden Euro. Er wirft den Europäern vor, mit unrealistischen Zahlen zu hantieren. Falle der Erlös geringer aus als erwartet, müssten die Kreditgeber Geld nachschießen. Der Fonds war eine Kernforderung der Bundesregierung, die damit den Widerstand in der Union gegen neue Hilfen brechen wollte.

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EU-Diplomaten zufolge haben die drei Institutionen schon beim EU-Gipfel deutlich gemacht, dass der von Berlin geforderte Wert von 50 Milliarden viel zu hoch angesetzt ist. „Bereits bei den Verhandlungen auf dem EU-Gipfel haben der Internationale Währungsfonds (IWF), die EU-Kommission und die Europäische Zentralbank einmütig darauf hingewiesen, dass drei bis fünf Milliarden Euro in den kommenden drei Jahren ein realistischer Wert wären“, sagte ein EU-Diplomat der WirtschaftsWoche.

Bisher hatten Fachleute die Größenordnung des Privatisierungsfonds angezweifelt, aber die Skepsis der Institutionen war nicht nach außen gedrungen.

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