Griechenland: Varoufakis fordert Ende der Feindseligkeit

Griechenland: Varoufakis fordert Ende der Feindseligkeit

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Wolfgang Schäuble und Yanis Varoufakis im Gespräch

In der Griechenland-Krise fordert Finanzminister Yanis Varoufakis mehr Höflichkeit im Umgang. In einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" sprach er von einem "Schwarzer-Peter-Spiel".

Athens Finanzminister Yanis Varoufakis hat deutsche und griechische Politiker dazu aufgerufen, sich nicht mehr gegenseitig zu beschimpfen. Man sei inzwischen bei „offener Feindseligkeit“ angekommen, kritisierte Varoufakis in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“. „Von diesem toxischen Schwarzer-Peter-Spiel profitieren einzig Europas Feinde“, schrieb er. „Es muss aufhören.“

Varoufakis verteidigte, Anfang 2010 dafür plädiert zu haben, griechische Staatsschulden abzuschreiben und keine neuen Kredite der europäischen Partner anzunehmen. „Tatsache ist, dass Griechenland kein Recht hatte, sich zu einer Zeit, als seine öffentlichen Schulden nicht mehr zu bewältigen waren, Geld von den deutschen oder anderen europäischen Steuerzahlern zu borgen.“

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Seiner Ansicht nach sei damals schon abzusehen gewesen, dass die geplante Rettungspolitik die Einkommen der Menschen so sehr würde einbrechen lassen, dass auch die Bedienung der neuen Kredite unmöglich werden würde. „Fünf Jahre nach Umsetzung der ersten Rettungsaktion steckt Griechenland weiter in der Krise“, so der 54-Jährige.

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