Griechenlandrettung: Milliarden fließen nach Athen

Griechenlandrettung: Milliarden fließen nach Athen

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Nach dem erfolgreichen Schuldenrückkauf fließen nach Athen endlich die Milliarden. Die Hilfen fallen größer aus, als geplant. Der Grund: Beim Rückkauf seiner Schulden musste die griechische Regierung den Investoren mehr Geld bieten, als erwartet.

Monatelang musste Griechenland warten und seine Hausaufgaben machen. Nach dem Schuldenrückkauf geben die Euro-Länder die nächsten Milliarden frei. Das Geld soll schon nächste Woche überwiesen werden.

Nach monatelanger Hängepartie erhält Griechenland dringend benötigte Notkredite von den internationalen Geldgebern. Die Euro-Finanzminister gaben am Donnerstag 49,1 Milliarden Euro Hilfen aus dem Rettungsfonds EFSF endgültig frei.

Die Minister seien davon überzeugt, dass das Land wieder auf einem guten Weg sei, sagte Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker am Donnerstag nach einem Treffen der Kassenhüter in Brüssel. „Das Geld wird schon nächste Woche nach Griechenland fließen.“

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Die Kredite sollen Athen vor der Staatspleite retten. In Griechenland war die Erleichterung groß. Finanzminister Ioannis Stournaras sprach von einem „großen Tag für Griechenland“. Auch die Geldgeber hoffen, dass das Euro-Sorgenkind nun wieder in ruhiges Fahrwasser kommt. Juncker sagte nach dem Beschluss zu Griechenland und der Grundsatzeinigung auf eine europäische Bankenaufsicht, es sei eine „gute Zeit für Europa“. Allerdings sei die Krise noch nicht vorbei.

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Radierer radiert das Wort Schulden aus Quelle: Fotolia

Das Geld stammt aus dem laufenden Hilfsprogramm. Die Geldgeber - Euro-Länder und Internationaler Währungsfonds - hatten die Überweisung der Kredite davon abhängig gemacht, dass Athen sein Programm zum Rückkauf griechischer Staatsanleihen erfolgreich abschließt.

Erst vor wenigen Tagen hatte Griechenland mit dem Abschluss dieser Aktion den Weg für die Hilfsmilliarden freigemacht. Mit dem Rückkauf von alten Staatsanleihen über 31,9 Milliarden Euro reduzierte Athen seine Schuldenlast auf einen Schlag um rund 20 Milliarden Euro. Viele Anleger wollten ihre Papiere, deren Wert in den vergangenen Jahren rasant gesunken war, zu akzeptablen Preisen von 30 bis 40 Prozent des Nennwertes zurückgeben.

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