"Deutschland spart nun wirklich nicht ambitioniert"

Und wenn die Griechen weiterhin die Dinge treiben lassen?
Dann wäre für Griechenland kein Platz mehr in der Euro-Zone. Essenziell ist, dass dadurch nicht auch andere Mitgliedstaaten unter Druck geraten.
Sehen Sie diese Gefahr?
Viele Fachleute halten die Ansteckungsgefahr für beherrschbar. Wir haben die EFSF, demnächst den ESM und den IWF. Irland und Portugal haben dank ihres Sanierungskurses sehr an Glaubwürdigkeit am Kapitalmarkt zurückgewonnen. Spanien und Italien können dies ebenfalls aus eigener Kraft.
Macht denn Deutschland alles richtig?
Weiß Gott nicht. Deutschland spart nun wirklich nicht ambitioniert. Da strengen sich viele andere Euro-Länder deutlich mehr an.
Aus dem Finanzministerium heißt es, man wolle wachstumsschonend sparen.
Sorry, ich sehe nicht, wo die Bundesregierung überhaupt richtig spart. Die sinkende Neuverschuldung ist auf die sprudelnden Steuereinnahmen zurückzuführen. Die sollten wir nicht vergeuden. An einer ernsthaften Diskussion über Einsparungen und Subventionsabbau würde sich die Wirtschaft beteiligen.
Konkrete Angebote hat die Wirtschaft nie gemacht.
Aus gutem Grund. Von uns kommt kein erster Aufschlag, und den erwartet auch kein vernünftiger Mensch. Ich will erst definitiv wissen: Um wie viel geht es, und ist das wirklich eine ernsthafte Anstrengung und Vereinbarung?
Bild: dapdFür die griechische Nationalmannschaft gab es lange keinen Spitznamen. Erst, nachdem die Griechen die EM 2004 gewannen, erhielten sie den Spitznamen „To Piratiko“, zu deutsch: das Piratenschiff. Der Name ist eine Anspielung auf die Seefahrernation Portugal, der die Griechen die Trophäe abluchsten.
Bild: dpaDem berühmten antiken Mathematiker, Physiker und Ingenieur Archimedes wird das Zitat zugeschrieben: „Gib mir einen Punkt, auf dem ich stehen kann, und ich werde dir die Welt aus den Angeln heben“. Doch auch mit einem festen Punkt und mithilfe eines Flaschenzugs hätte Archimedes das nicht vollbringen können: Selbst mit der Geschwindigkeit eines galoppierenden Pferdes hätte er 45 Billionen Jahre lang ziehen müssen, um die Erde auch nur einen Daumen breit verschieben zu können.
Bild: dapdGriechenland, damit verbinden viele vor allem Sonnenschein und warme Temperaturen. Und tatsächlich hat das Land einen Rekord zu bieten: In Iraklio auf der Insel Kreta wurde noch nie eine Temperatur unter 0 Grad Celsius gemessen.
Bild: APOb Vicky Leandros oder Nana Mouskouri: Der griechische Schlager ist in Deutschland beliebt, „Weiße Rosen aus Athen“ oder „Theo, wir fahr‘n nach Lodz“ klingen im Ohr. Was aber viele nicht wissen: Vicky Leandros war auch als Politikerin aktiv. 2006 errang sie ein Mandat bei den Kommunalwahlen in Piräus für die sozialdemokratische Pasok-Partei. Sie wurde Stadträtin für Kultur und Vizebürgermeisterin. 2001 und 2006 war sie sogar in Deutschland als Kultursenatorin im Gespräch, zuerst für Hamburg und fünf Jahre später für Berlin. Leandros lehnte das Angebot aber ab.

2008 schaffte es die größte Bougatsa der Welt ins Guinness-Buch der Rekorde. Dabei handelt es sich um ein Blätterteig-Gebäck, das süß oder herzhaft gefüllt wird und besonders in Nordgriechenland verbreitet ist. Die Rekord-Bougatsa wog 182,2 Kilogramm und war 19,97 Meter mal 58,5 Zentimeter groß und 2 Zentimeter dick. Sie wurde im ostmakedonischen Serres in einem 20 Meter großen Ofen zubereitet.
Foto: Konstantinos Stampoulis, GNU-Lizenz 1.2
Bild: REUTERSFür die Zeit zwischen 1200 vor Christus bis etwa 750 vor Christus gibt es kaum historische Belege wie Schriftstücke oder archäologische Funde. Die Zeit wird daher auch als die „Dunklen Jahrhunderte“ bezeichnet.
Bild: dapdEine Geschichte, die Schlagzeilen machte: Im Juli 2011 fiel auf der griechischen Urlaubsinsel Samos der Strom aus – auch in einem Krankenhaus. Eine Frau, die gerade in den Wehen lag, musste ihr Baby im schwachen Schein von Handydisplays gebären. Das Kind kam trotz allem gesund zur Welt.
Bild: gmsOlivenöl, frischer Fisch und Meeresfrüchte, eine reiche Auswahl an Obst- und Gemüsesorten: Die griechische Küche hat viel zu bieten. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen sogar, dass die Bewohner des Mittelmeerraumes eine höhere Lebenserwartung und eine geringere Krankheitsrate bei den sogenannten Zivilisationskrankheiten (zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bestimmte Krebsarten oder Diabetes) aufweisen, als andere Europäer.

Das Landschaftsbild Griechenlands ist von Bergen geprägt: Mehr als zwei Drittel des Landes sind bergig. Der Olymp ist das höchste Gebirge Griechenlands, mit der 2918,8 Meter hohen Mytikas als höchstem Gipfel. Der Mythologie nach ist der Olymp der Sitz der Götter.
Bild: dpaDie griechische Nationalhymne besteht aus ganzen 158 Strophen. Die „Hymne an die Freiheit“ schrieb Dionyssios Solomos im Mai 1823 der Legende nach innerhalb eines einzigen Monats. Gesungen werden aber nur die ersten beiden Strophen.
Für die griechische Nationalmannschaft gab es lange keinen Spitznamen. Erst, nachdem die Griechen die EM 2004 gewannen, erhielten sie den Spitznamen „To Piratiko“, zu deutsch: das Piratenschiff. Der Name ist eine Anspielung auf die Seefahrernation Portugal, der die Griechen die Trophäe abluchsten.
Der DIHK schlägt den Rasenmäher vor.
Vom Rasenmäher halte ich nichts, er kann kein strukturelles Ausgabenproblem lösen und ist im Kern unpolitisch. Es gibt nüchterne Argumente für und wider bestimmte staatliche Ausgaben. Über die lässt sich ernsthaft diskutieren. Da darf man sich nicht in irgendwelche Hilfskonstruktionen flüchten. Die aktuelle Krise zeigt, dass man nie unverschuldet in Schwierigkeiten gerät. Man kann langfristig nicht mehr ausgeben, als man einnimmt.
Von der Zuschussrente bis zu Mindestlöhnen – werden hier schon die ersten Wahlgeschenke in buntes Papier gewickelt?
Es gibt Ideen und Luftballons, die immer wieder auftauchen, manche sogar jedes Jahr im Sommer.
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Alle Kommentare lesen25.08.2012, 22:21 UhrAnonymer Benutzer:suchtgruebler
Ein Beitrag, der wohltuend auch konkreten Bezug zu den Problemen herstellt und einige Themen undogmatisch beleuchtet. Für mit Erfolg umsetzbar halte auch ich den Vorschlag einer Sonderwirtschaftszone für Griechenland. Die angeführte Ausgestaltung dieses Vorschlages bleibt jedoch zu allgemein. Die Umsetzung dieses Vorschlages benötigt aber zusätzliche Zeit und richtig gemacht könnte dieser Vorschlag auch die gewünschte Luft in der aktuellen Engpassituation Griechenlands bringen
23.08.2012, 16:31 UhrAnonymer Benutzer:Alex
Ich musste unbedingt auch hier etwas schreiben. Also man kann doch nicht sagen nur die Griechen sind Schuld sondern auch Deutschland wie man bei Fällen in der Geschichte sehen kann oder auch Siemens an kriminellen Geschäften in GR teilgenommen hat um Geld zu verdienen. Hier in D ist die Berichterstattung nur Pro D das ist ja klar die andere Sichtweise wird den Leuten hier nicht gezeigt sondern die sind Schuld das wars! Gerade in diesem Land hier ist es wichtig alle Seiten einer Situation aufzuzeigen und nicht ein anderes Land durch die schlechten und unwahren Berichtertsattungen kaputt reden zu wollen!
23.08.2012, 13:44 UhrAnonymer Benutzer:Wegweiser
Deutschland braucht mehr Sparanstrengungen? Mehr Reformen?
Deutschland, besser der deutschen Volkswirtschaften entgehen seit der Euroeinführung alle Aufwertungsgewinne einer eigenen Währung, wir hatten die höchsten Kapitalexporte in die heutigen Europroblemvolkswirtschaften, die niedrigste Nettoinvestitionsquote aller entwickelten Industrienationen, die höchsten realen Kapitalbeschaffungskosten für die Unternehmen, die mit großem Abstand schwächste Realentgeltfindung, teilweise sogar Absenkung, die höchsten erzielten Leistungsbilanzüberschüsse. Dies alles zusammen macht nach seriösen Berechnungen schon alleine ca. 2.500 Milliarden EUR aus.
Weiterhin kommen die Risiken aus dem EFSF, dem EU-Fonds EFSM, dem neuen Gemeinschaftsfonds ESM hinzu, die Target 2 Salden expoldieren, ELA läuft ungehemmt weiter. LTRO ohne ausreichende Besicherung hat keinerlei Stabilisierung erbracht, eine real stattfindende Kapitalflucht findet aus den südlichen Euroländern statt. Die EZB kauft Staatsanleihen auf und versucht ohne großen Erfolg mit einem Niedrigstzinssatz die Eurozone zu erhalten. Die EZB-Geld- und Währungspolitik können wir nicht mehr beeinflussen, ein Land, ein Stimme, Malta = Deutschland.
Die Vergemeinschaftlichung, die Monetarisierung und die damit verbundene Sozialisierung von Fremdschulden und von Fremdrisiken hingegen untergräbt die Grundlagen dieser Währungsunion nachhaltig und dauerhaft. Eine zusätzliche Bankenunion mit gemeinsamer Haftungssicherungseinlage ist zudem angedacht.
Das sind die Realtitäten und Fakten dieser europäischen Währungsunion.