Quer durch die Kulturen ist der Sonntag ein Tag der Ruhe, des Innenhaltens – im britisch geprägten Hongkong nicht anders...
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22 Kommentare
Sinn hat wie fast immer recht. Die vielen Milliarden für die Immobilien und Bankenkrise die bereits "versenkt" wurden sind dagegen "Peanuts".
Ein Europa der "Glühbirnen" und "Gurkenkrümmung" kannste in die Tonne hauen.
Ausserdem kann und darf es nicht sein, dass eine paar wenige Länder die Schuldenmacherländer (und deren Banken) finanzieren.

Im Grunde hat er Recht. Und zu dieser schmerzlichen Einsicht habe ich als ehemals überzeugter Europäer lange gebraucht: Brüssel hat Europa und seine auf nationaler Sebstständigkeit basierende Vielfalt kaputt gemacht und der Euro hat inzwischen die Völker Europas gegeneinander aufgehetzt. Also wie immer genau das Gegenteil von dem, was uns die Politik vorher verkauft hat.

Genau das ist der Plan der Barosos, Junckers, vanRumpouy und Merkel, Gauck, Schäuble und und und......

Der Euro war und der Euro ist ein rein politisches Projekt. Die jahrelangen Fehlentwicklungen schon seit dem Beginn dieser Währungsunion wurden bewusst und vorsätzlich übersehen, ignoriert und sogar bestritten. Man sollte sich auch einmal das Zustandekommen dieser Währungsunion vor Augen führen, Stichwort 1990 Deutsche Wiedervereinigung, Kohl, Mitterrand.
Der Euro hat diesen europäischen Wirtschaftsraum in einen finanz- und gesellschaftspolitischen Brandherd verwandelt. Armut, wachsende Arbeitslosigkeiten, Haftungsvergemeinschaftlichungen und auch eine steigenden versteckte Verschuldung sind zur ökonomischen Realität geworden. Die EZB hat alle früheren Grundsätze einer stabilitätsorientierten Geld- und Währungspolitik der Bundesbank über Bord geworfen und versucht mit allen Mitteln, diese Eurozone mit all ihren bisherigen Mitgliedern zu erhalten. Die Bilanzsumme der EZB von 2007 bis heute spricht für sich. Eine Vielzahl von Euroländern ist innerhalb dieser Währungsunion nicht ausreichend oder gar nicht eigenständig existenz- und überlebensfähig. Viele Südbanken hängen von der EZB ab (LTRO, ELA, Target II) und müssen von den Rettungsfonds rekapitalisiert werden (EFSF, EFSM, ESM).
Das ökonomische, politische, soziale und auch gesellschaftspolitische Ergebnis nach über einem Jahrzehnt Eurozonenexperiment oder Euroabenteuer (diese Bezeichnung ist hier leider angebracht) ist katastrophal bis verheerend.
Dieser Realität haben sich jedoch die politisch Verantwortlichen in Brüssel und auch in Berlin völlig verschlossen, David Cameron hat versucht, hier einen konstruktive Diskussion anzustoßen. Und damit hat er in ein machtpolitisches Tabu berührt. Er hat eine Diskussion über die EU und den Euro begonnen. Außer in Wiwo, dem Handelsblatt, der FAZ und den Foren des Spiegels (Focus) findet man dazu nichts. Und auf einigen weinigen sonstigen Internetforen.

Brillant, Prof. Sinn. Eine politische Union, wie sie angestrebt wird ist, kontraproduktiv, weil jedes Land seine Hausaufgaben machen muss. Die Randlage müsste durch einen Austritt aus dem Euro beendet werden. Und zwar eher früher als später. Es droht ohnehin ein dauerhaftes Unterbeschäftigungsproblem das den Euro verzögert zerreißt. Allerdings erst wenn es zu spät ist. Das beste Beispiel ist Spanien. Ein Arbeitslosigkeitsrekord von 6 Mio. in Spanien. Ole! In Frankreich 3 Mio. Das Desaster hat der überbewertete Euro gebracht. Spanien ist nicht wettbewerbsfähig und wird seine Lage nicht verbessern können, weil der Euro wie ein Beschäftigungsverbot wirkt. Wenn die Produktivität mit einer Währung nicht zusammenpasst, muss das Arbeitslosenheer eben den 'Erfolg des Euro' ausbaden.
Derweil kann sich Merkel in Davos in ihrer Rettungsschirmwährung sonnen. Und man kann auf Leuten wie Cameron herumhacken, der Europa die Wahrheiten einschenkt. Solange kein Südeuro kommt, wird Europa nicht genesen, weil der Abwertungsbedarf einfach ignoriert wird, verbunden mit den entsprechenden realwirtschaftlichen Folgen, siehe fortunanetz 25.01.2013. Merkel schwafelt in Davos von Wettbewerbsfähigkeit und propagiert einen EU-Pakt für mehr Wettbewerbsfähigkeit, ohne zu merken, dass der Euro genau diese abgeschafft hat. Das grenzt an Schizophrenie. Man muss nur den propagierten Pakt mit den Worten Sinns vergleichen, um das ganze Ausmaß des Fehltrips zu erkennen.

Das Fürchterliche ist die Tatsache, dass die politische Klasse Deutschlands sich zum Ziel gesetzt hat, die EU-Politik dazu auszunutzen, das eigene Volk, das deutsche Volk, abzuschaffen. Ich beziehe mich auf einen Beschluss des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern, wo alle Parteien diesem Ziel, der Auflösung des eigenen Volkes, im Grundsatz zustimmten, mit der Ausnahme der NPD-Abgeordneten. Ich bin entsetzt, dass ich das lesen musste. Diese Volksvertreter (?) gehen weiter, als es z.B. Stalin jemals getan hätte. Sie gehen weiter, als 1945 die Sieger.

@Rainer, etwas zur Klarstellung :
Art. 1 des 9. Teils des Überleitungsvertrages gilt gem. 2+4-Vertrag
weiterhin :
"Vorbehaltlich der Bestimmungen einer Friedensregelung mit Deutschland dürfen deutsche Staatsangehörige, die der Herrschaftsgewalt der Bundesrepublik unterliegen ........"
Dieses vorgenannte Deutschland ist lt. Herrn Schäuble in der "Welt" nicht souverän, hat 68 Jahre nach Ende des WKII noch keinen Friedensvertrag und ist weiterhin Feindstaat nach den Artikeln 53/107 der UN-Charta.
Es handelt sich somit in ihrem Kommentar nicht um die politische Klasse Deutschlands sondern die der Bundesrepublik, deren Herrschaftsgewalt !! Deutschland unterliegt.
Sie werden sicherlich einwenden : Das sind aber Deutsche. Dazu kann man eigentlich nur entgegnen : Herr Quisling war auch Norweger !!
Das vorgegebene Ziel derjenigen, deren Herrschaftsgewalt wiederum die Bundesrepublik unterliegt ist das Aufgehen des nicht souveränen Deutschlands in der supranationalen, undemokratischen Behörde namens EU und die Nutzung des deutschen Humankapitals in der NATO, damit lt. Henry Kissinger (ehemaliger US-Außenminister in der "Welt am Sonntag" v. 23.10.1994) Deutschland "keine dominante Rolle" mehr spielen kann; denn um das zu verhindern wurden zwei Weltkriege geführt.
Die "EURO-Krise" ist das Werkzeug, um die gesetzten Ziele zu erreichen.
Erstaunlich ist, dass Ökonomen wie Herr Sinn oder andere Oekonomen etc. bei ihren Reformvorschlägen die fehlende Souveränität Deutschlands unberücksichtigt lassen.
Das politische Personal der Bundesrepublik verfolgt jedenfalls den befohlenen Kurs bis zum Ziel und stellt jeden, der sich diesem Ziel widersetzt, bevorzugt in die "braune Ecke" ---- auch diejenigen, die Deutschland mit seiner Kultur erhalten wollen und keine NAZIs sind !!

Mein lieber Novaris
Sie wollen nichts Klarstellen, sondern der Verdummung beitragen.
Es hat sich in D nichts geändert: 85% sau Blöd - 15% will die Weltherrschaft. Und das sind Politiker,Industrielle u. Juristen
Sie wollen auch nicht behaupten das D und Golanhöhen den gleichen
Status haben. Seit Bush Ära bestimmt nicht mehr.
Die Verbrechen der Nationalsozialisten werden schon auf ein Volk
reduziert. Die Zerschlagung Jugoslawiens ist das Werk Deutschlands
wobei Russland heute noch als Feind betrachtet wird. NICHTS NEUES
Ein nicht souveränes Land Sitz im Weltsicherheitsrat???
Ist das noch Politik oder hat sich die Politik die WIRTSCHAFT als
Waffe angeeignet? Was Merkels Aussage entsprechen würde =
der euro ist eine politische Waffe.
DEUTSCHLAND will wirtschaftliche Unterwefung aller Europäischen Länder
und für dieses Ziel rauben die D-Politiker ds Volk aus.Steuer auf Steuer
Und Deutschland ist bestimmt kein OPFER der ehem. Besatzungsmächte.
So lange diese Mächte in D noch was zu bestimmen hatten, konnte man
auch in einer "prlament.Demokratie" demokratische Züge erkennen.
Heute regiert DIKTATUR - RECHTSBEUGUNG - POLIZEIGEWALT

"Die deutsche Europapolitik grundlegend überdenken"
- Mit welchem ZIEL
- Mit welchen MITTELN
Sinns Aussagen vermag nicht jeder zu folgen.

@Dr.NorbertLeinew...
Das Nord-Süd-Euro Szenario ist doch auch nur eine faule Kompromisskrücke. Nationale Haushaltspolitik kann nur jeder Staat für sich mit EIGENER Währung realisieren! Das wird umso klarer, wenn man allein das rumgehacke betreffs Länderfinanzausgleich sieht!
Merke: Je größer ein Währungsgebilde, umso unflexibler, ungerechter und uneffektiver!
Quer durch die Kulturen ist der Sonntag ein Tag der Ruhe, des Innenhaltens – im britisch geprägten Hongkong nicht anders...
Kommentare zu: "Deutsche Europapolitik grundlegend überdenken"
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