Hans-Werner Sinn: "Deutsche Sparer tragen die Risiken"

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Hans-Werner Sinn

Die Europäische Zentralbank (EZB) und der Rettungsfonds ESM bewirken nach Ansicht von ifo-Präsident Hans-Werner Sinn eine Fehlleitung von Kapital innerhalb der Währungsunion.

„Mit EZB und ESM verfügt die Euro-Zone nun über zwei mächtige Institutionen, die Ersparnisse dorthin lenken, wo sie eigentlich nicht mehr hin wollen“, schreibt Sinn in einem Gastbeitrag in der WirtschaftsWoche. Damit mutiere das Euro-System „zu einer Art Zentralverwaltungssystem, in dem nicht der Vergleich der Ertragskraft, sondern politisches Gutdünken über die Verteilung des gesellschaftlichen Produktionsfonds entscheidet. Wohin das führt, hat Deutschland schon einmal ausprobiert.“ Die Kosten dieser Politik trügen die Sparer in Deutschland, zum einen durch kaum noch vorhandene Haben-Zinsen für ihr Kapital und durch sehr ginge Erträge beispielsweise ihrer Lebensversicherungen.

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Eine weitere Gefahr für die Altersversorgung der Deutschen sieht Sinn in den Target-Forderungen der Deutschen Bundesbank an das Euro-System. „Die Altersversorgung der Deutschen hängt heute im Umfang von 500 Milliarden Euro an einer offenen Forderung gegen ein System, das nicht mehr existieren würde, wenn sie es nicht selbst mit ihren vielfältigen Rettungsversprechen stützen würden“, kritisiert Sinn.

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Zwar hält es Sinn für möglich, dass die Target-Forderungen der Bundesbank ab März durch Gründung des ESM sinken. „Damit wird dem störrischen Privatkapital ein dauerhafter Geleitschutz für den Weg in den Süden gegeben. Grund zur Beruhigung ist das freilich nicht, denn es sind ja auch dann die deutschen Sparer selbst, die den Geleitschutz organisieren und die dabei entstehenden Risiken tragen müssen.“

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