Hilfsprogramm für Griechenland : IWF-Chefin Lagarde lässt Beteiligung offen

Hilfsprogramm für Griechenland : IWF-Chefin Lagarde lässt Beteiligung offen

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Christine Lagarde lässt offen, ob sich der IWF am Hilfspaket für Griechenland beteiligt.

Damit sich der IWF am Hilfsprogramm für Griechenland beteiligt, muss das Land nach Meinung von Chefin Lagarde noch einige Voraussetzungen erfüllen. Eine Entscheidung soll im zweiten Quartal 2016 getroffen werden.

Die Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF) am laufenden dritten Hilfsprogramm für Griechenland ist derzeit noch völlig offen. Bisher seien die Voraussetzungen dafür "nicht gegeben", sagte IWF-Chefin Christine Lagarde der "Süddeutschen Zeitung" vom Freitag.

Das betreffe sowohl die Umsetzung einer ambitionierten Rentenreform als auch die Forderung, dass "die Gesamtschulden Griechenlands nachhaltig sein müssen". Um entscheiden zu können, ob bei diesen Themen die IWF-Anforderungen erfüllt werden, könne es noch länger dauern, "vielleicht bis ins zweite Vierteljahr 2016", sagte sie.

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Giorgos Stathakis Quelle: REUTERS

"Ganz klar ist die Rentenreform der Trigger, um zu beweisen, dass sich die ökonomische Leistungsfähigkeit verbessert", unterstrich Lagarde. Griechenland habe diese Reform zwar eingeleitet. "Aber wir können das Ergebnis am Ende nicht vorhersehen", ergänzte sie. In welcher Höhe sich der Fonds gegebenenfalls an dem Programm beteiligen könnte, das einen Gesamtumfang von bis zu 86 Milliarden Euro hat, ließ sie offen.

Griechenland hat wiederholt dafür plädiert, den IWF künftig nicht mehr an den Rettungsbemühungen zu beteiligen. Seine Euro-Partner, vor allem aber Deutschland, wollen den Fonds dagegen als einen der Akteure an Bord halten.

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Inzwischen stellte auch der griechische Finanzminister Euclid Tsakalotos im "Handelsblatt" klar: "Die Beteiligung des IWF ist verabredet. Zu dieser Verpflichtung stehen wir."

Der Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, kündigte unterdessen in einem Gespräch mit der griechischen Zeitung "Kathimerini" an, die erste Generalüberprüfung der griechischen Reformfortschritte werde wahrscheinlich in den kommenden Woche beginnen. Dabei gehe die Kommission davon aus, dass der IWF sich auch am dritten Hilfsprogramm beteilige.

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2 Kommentare zu Hilfsprogramm für Griechenland : IWF-Chefin Lagarde lässt Beteiligung offen

  • So sollte sich lieber Christine Lagarde fragen, wer
    am Schluß den IWF rettet, denn mit dem 'asset stripping'
    Griechenlands wird dieses nie wieder finanziell
    und wirtschaftlich auf die Beine kommen und selbst
    für den finanziell gut gepolsterten IWF zur Risiko-
    falle mit einem Faß ohne Boden werden, denn wie es
    aussieht, kumuliert das Ganze zu einem vierten und
    fünften 'Hilfsprogramm', nur weil man sich nicht
    eingestehen will, daß man mit der EUROsion einen
    schweren Fehler gemacht hat und dieses Experiment
    gescheitert ist!

  • Bester Heinz Schroeder
    Das zweite Fass ohne Boden fuer den IWF ist die Ukraine,dort zaehlen keine Wirtschaftsdaten,nur GeoPolitik,bestimmt in USA

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