Hochfrequenzhandel: EU-Staaten gegen Mindesthaltefrist

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Mindesthaltefristen im Hochfrequenzhandel wird es vermutlich erst einmal nicht geben

von Silke Wettach

Im risikoreichen Hochfrequenzhandel mit Wertpapieren wird es wohl auch künftig keine Mindesthaltefrist geben.

Das Europäische Parlament fordert sie zwar, kann sich damit aber wahrscheinlich nicht durchsetzen. Ende Oktober hatten die Abgeordneten mit großer Mehrheit schärfere Regeln beschlossen. Unter anderem sollen die Händler in dem Bereich Aufträge mindestens eine halbe Sekunde lang halten.

Doch die EU-Staaten wollen sich nicht darauf einlassen. Dies sei „kein Erfolg versprechender Ansatz“, heißt es im EU-Rat. Aus gutem Grund habe der zuständige EU-Kommissar Michel Barnier in seinem ursprünglichen Richtlinienvorschlag nie eine Mindesthaltedauer vorgesehen.

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Den EU-Staaten ist es wichtiger, dass die Hochfrequenzhändler ab 2014 unter die Finanzmarktrichtlinie Mifid fallen und somit denselben Regeln unterliegen, die für den Rest des Marktes gelten. Außerdem erwägen die Staaten, Händler zur Offenlegung ihrer Algorithmen zu zwingen.

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