Hochfrequenzhandel: FIA warnt vor Ausschluss ausländischer Marktteilnehmer

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Der Börsenstandort Deutschland könnte an Bedeutung verlieren, wenn der Gesetzentwurf zum Hochfrequenzhandel nicht überarbeitet wird.

von Yvonne Esterházy

Ausländer werden beim sekundenschnellen, computergestützten Aktienhandel in Deutschland benachteiligt, wenn die Bundesregierung den Gesetzentwurf zum Hochfrequenzhandel nicht ändert.

Das befürchtet der europäische Börsenhändlerverband FIA. „Wir sehen eine reelle Chance, dass nicht deutsche Marktteilnehmer vom direkten Zugang ausgeschlossen werden und künftig an den deutschen Börsen nur noch über dritte Parteien handeln können“, warnt FIA-Generalsekretär Mark Spanbroek. Kommenden Mittwoch will er seine Kritik vor dem Finanzausschuss des Bundestages vortragen.

Das Gesetz sieht unter anderem eine Zulassungspflicht für alle Hochfrequenzhändler vor, sie sollen künftig von der deutschen Finanzaufsicht BaFin überwacht werden. Auch in deutschen Kreisen gibt es Bedenken. Denn die komplizierten Zulassungsregeln könnten bewirken, dass der Börsenstandort Deutschland Geschäft verliert. Spanbroek schätzt, dass 30 Prozent der Umsätze mit Derivaten, die aus den USA stammten, wegfallen könnten.

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Die Bundesregierung will mit dem Gesetz den besonderen Risiken des algorithmischen Hochgeschwindigkeitshandels und der Marktmanipulation entgegenwirken. Schon im Sommer soll es in Kraft treten.

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