Hohe Arbeitslosigkeit: 23,3 Millionen Europäer ohne Job

Hohe Arbeitslosigkeit: 23,3 Millionen Europäer ohne Job

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23,3 Milliarden Europäer haben keine Arbeit. 4,7 Millionen von ihnen sind unter 25 Jahren.

Die Belebung der europäischen Arbeitsmärkte lässt auf sich warten. Die Zahl der Arbeitslosen verharrt auf hohem Niveau. Auch eine zweite Nachricht des europäischen Statistikamtes Eurostat bereitet Sorgen.

Die meisten Volkswirtschaften Europas wachsen, doch der Aufschwung kommt bislang nicht auf den Arbeitsmärkten an. Im Euroraum ist die Zahl der Arbeitslosen im Juni gegenüber dem Vormonat um 31.000 Personen auf 17,756 Millionen gestiegen. Die Arbeitslosenquote von 11,1 Prozent blieb in den 19 Ländern mit der Gemeinschaftswährung aber unverändert, wie das Europäische Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte.

Die höchsten Werte verzeichnete erneut Griechenland mit 25,6 Prozent nach jüngsten Daten vom April, gefolgt von Spanien mit 22,5 Prozent im Juni. Die anteilig wenigsten Arbeitslosen meldete Deutschland mit 4,7 Prozent vor Tschechien mit 4,9 Prozent.

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Jugendarbeitslosigkeit Für die europäische Jugend sieht es finster aus

Viele der 16- bis 29-jährigen Europäer haben keinen Job, keine Ausbildung, keinen Abschluss. Selbst die Qualifizierten haben kaum Chancen. Damit sich daran etwas ändert, müssen Unternehmen und Schulen zusammen arbeiten.

Junge Demonstranten sitzen auf einem Platz in Madrid Quelle: dpa

EU-weit waren im Mai 23,3 Millionen Menschen auf der Suche nach einer Arbeit. 4,7 Millionen von ihnen sind junge Menschen. Besonders hoch ist die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland. Mehr als die Hälfte der jungen Erwerbsbevölkerung unter 25 Jahren ist dort ohne Job (53,2 Prozent im März). Ähnlich ist die Situation in Spanien. Hier sind 49,2 Prozent der jungen Menschen arbeitslos gemeldet.

Niedriges Preisniveau bereitet der EZB Sorgen

Neben den Arbeitslosenzahlen veröffentlichte Eurostat auch die neuesten Daten zur Entwicklung der Inflation im Euro-Raum. Demnach stagnieren die Verbraucherpreise in den 19 Euro-Ländern auf niedrigem Niveau. Nach einer ersten Schätzung  lag die jährliche Inflationsrate im Juli bei durchschnittlich 0,2 Prozent. Im Vormonat hatte sie ebenfalls 0,2 Prozent betragen. In Deutschland liegt die Teuerung nach neuesten Daten des Statistischen Bundesamtes in etwa auf dem durchschnittlichen Niveau der Eurozone.

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Währungshütern macht das niedrige Preisniveau Sorgen. Mit 0,2 Prozent liegt die Inflation im gemeinsamen Währungsraum weiter deutlich unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) für die Preisstabilität. Die Notenbank strebt mittelfristig knapp zwei Prozent an. Die EZB hat deshalb ihre Geldpolitik extrem gelockert. Sie erwartet allerdings, dass die Inflation im Euroraum erst zum Jahresende hin allmählich anziehen wird.

Für den aktuellen leichten Auftrieb sorgten vor allem die Preise für Dienstleistungen sowie für Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak. Sie lagen im Juli nach Angaben vom Freitag um 1,2 beziehungsweise 0,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Bremsend wirkten hingegen weiter die Energiepreise, die um 5,6 Prozent sanken.

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