ifo-Institut: Sinn sieht EZB-Anleihekäufe als Staatsfinanzierung

ThemaEZB

exklusivifo-Institut: Sinn sieht EZB-Anleihekäufe als Staatsfinanzierung

Bild vergrößern

Der Präsident des ifo Instituts, Hans-Werner Sinn

von Bert Losse

Ifo-Chef Hans-Werner Sinn fürchtet nach dem EZB-Entscheid ein Ausufern der Staatsfinanzierung durch weitere Anleihekäufe.

Nach dem umstrittenen Beschluss der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Ankauf von Staatsanleihen hat ifo-Institutschef Hans-Werner Sinn vor dem Ausufern der Gemeinschaftshaftung in der Euro-Zone gewarnt. Sinn bezieht sich dabei auf die Ankündigung, dass die EZB 20 Prozent der Käufe auf eigene Rechnung vornehmen will. „Das Eis ist gebrochen. Deutschland befindet sich von nun an in einer fortwährenden Abwehrschlacht gegenüber einer Erhöhung des Anteils dieser gemeinschaftlich abgesicherten Papiere“, schrieb Sinn in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche. Ökonomisch besteht für den Wissenschaftler kein relevanter Unterschied zu einer direkten Finanzierung der Staaten durch die EZB. „Im Umfang der EZB-Käufe wird frisches Geld gedruckt, das man den Staaten genauso gut direkt hätte übereignen können, um damit die Staatsausgaben zu finanzieren. Die italienische Interpretation der Notenbankpolitik hat über die deutsche gesiegt, denn die Finanzierung des Staates über die Druckerpresse war in Italien seit jeher Usus.“

Anzeige
Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%