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ifo-Präsident Sinn: Griechenland bleibt nur noch der Austritt

von Konrad Handschuch

Der Präsident des Münchner ifo Instituts, Hans-Werner Sinn, sieht keine Möglichkeit mehr für einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone.

Hans-Werner Sinn, Volkswirt und Präsident des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung Quelle: dapd
Hans-Werner Sinn, Volkswirt und Präsident des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung Quelle: dapd

„Die Griechen haben keine Chance, im Euro-Raum wettbewerbsfähig zu werden. Sie müssten ihre Löhne um die Hälfte senken. Das geht nur durch Austritt und Abwertung“, sagte Sinn der WirtschaftsWoche. Auch wenn es keine Rechtsgrundlage für einen Austritt gibt, sei die Trennung vom Euro möglich. „Alles ist technisch machbar“, sagte Sinn, „die Trennung der Tschechischen Republik von der Slowakei hat es gezeigt.“

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Um das panikartige Abräumen der Euro-Guthaben bei Banken zu vermeiden, müsste die Regierung in Athen die Rückkehr zur Drachme heimlich vorbereiten. „Am besten führt man die Währungsreform an den Weihnachtsfeiertagen durch“, rät Währungsexperte Manfred Neumann, Professor an der Universität Bonn, in der WirtschaftsWoche. Man müsse dann das ganze Land abschotten.

„Die Grenzen müsste die Armee überwachen, damit niemand versucht, Euro aus dem Land zu schmuggeln.“ Athen müsse per Notstandsverordnung regieren. Banküberweisungen wären verboten, um den Abfluss von Fluchtgeldern einzudämmen und auch der internationale Flug- und Bahnverkehr würde eingestellt. „Um die neuen Scheine zu drucken, braucht man etwa drei Tage“, sagt Neumann.

7 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 07.11.2011, 15:15 UhrAnonymer Benutzer: nicolo

    „Alles ist technisch machbar“, sagt(e) Sinn

    Ja, nur leider gibt es hierzu keine konkreten Vorschläge von unserem Super-Ökonom (auch über die Höhe der Kosten eines Euro-Austritts sagt er nichts), der immer erst ex post alles schon immer gewusst hat?! Denn so schlau ist dann Herr Sinn doch, dass er im nebulösen bleibt, wenn es anfängt konkret zu werden. Schuld sind hinterher schließlich immer die anderen.

    Einen Pudding kann man besser an die Wand nageln als Herrn Sinn!

  • 06.11.2011, 10:41 UhrAnonymer Benutzer: Joker1

    Ja, ja lieber Her Sinn, Ihre Einsicht berührt nur einen kleinen Teil des
    Problems. Die gesamte Eurozone muss weg, sie ist ein Instrumentarium für
    Bankster, die Industrie und Handel, sowie für die Politkasten, die mittlerweile alle ihr "Schäfchen im trockenen haben".
    Der Normalbürger wurde bei der Euroeinführung schon mit dem Umtauschkurs
    betrogen, d.h. enteignet. Einkommen und Sparguthaben halbiert.
    Schaut man sich die Gier der Politiker (privat) an, dann kommteinem das
    Grausen. Siehe H. Eichel, bekommt € 8000Pension/Monat und streitet um
    mehr. Hat sicherlich noch etliche Nebeneinkünfte, aber es reicht Ihm halt nicht, man könnte eine Liste aufstellen ...
    Zur Eurozone zurück, als nächstes kommt Italien, dann Spanien und Frankreich, usw. Es geht nicht mehr; und lasst die Pfoten von den Goldreserven der Bundesbank, das ist Volkseigentum !

  • 06.11.2011, 07:30 UhrAnonymer Benutzer: Novaris

    Es geht nicht nur um Griechenland.
    Das Herzstück eines vereinten Europas ist und bleibt die gemeinsame Finanz- und Wirtschaftspolitik und daran krankt der EURO seit seiner Einführung.
    Dieser Fehler sollte hilfsweise durch den Maastricht-Vertrag behoben werden . Die im Vertrag niedergelegten Kriterien (60/3% vom BIP) wurden jedoch nie wirklich beachtet und Staatshaushalte wurden unter Missachtung des Kriteriums der Neuverschuldung ( bis zu 3% vom BIP) ausgeglichen mit dem Ergebnis exorbitant hoher Staatsschulden, hervorgerufen durch kumulierte Neuverschuldungen.
    Es gibt deshalb nur einen zielführenden Weg, der aus der Krise Europas und damit der EURO-Krise herausführt und dessen Name ist :
    Ausgeglichener Staatshaushalt o h n e Aufnahme neuer Schulden oder bis zu 3% des BIP.
    Diese Forderung m u ß von sämtlichen EURO-Staaten im Rahmen von Referenden
    (JA oder NEIN) akzeptiert werden und das einschließlich
    a u t o m a t i s c h e r Sanktionen bei Verstößen – bis hin zum Ausschluss aus der EURO-Zone.
    Ein Referendums-NEIN bedeutet den Austritt aus der EURO-Zone.
    Es versteht sich von selbst, dass die Verwirklichung dieser Forderung eine Neubewertung der steuerlichen Belastbarkeit der Bürger bedeutet und s ä m t l i c h e Staatsausgaben auf den Prüfstand gehören; notwendige Reformen, insbesondere in den Sozialsystemen, eingeschlossen.
    Sollten die EURO-Staaten zu einer gemeinsamen Finanz- und Wirtschaftspolitik (wie zuvor beschrieben) nicht finden, bleibt nur die Rückkehr zu den Nationalwährungen.
    Die Politik sollte s o f o r t das „herumdoktern“ an Symptomen auf endlosen „Rettungsgipfeln“ beenden und die Mitverantwortung der Bürger durch Referenden einfordern und dieses Instrument nicht ängstlich, wie im Falle Griechenlands, ausschließen.

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