ifo-Präsident Sinn: Griechenland bleibt nur noch der Austritt

exklusivifo-Präsident Sinn: Griechenland bleibt nur noch der Austritt

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Hans-Werner Sinn, Volkswirt und Präsident des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung

von Konrad Handschuch

Der Präsident des Münchner ifo Instituts, Hans-Werner Sinn, sieht keine Möglichkeit mehr für einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone.

„Die Griechen haben keine Chance, im Euro-Raum wettbewerbsfähig zu werden. Sie müssten ihre Löhne um die Hälfte senken. Das geht nur durch Austritt und Abwertung“, sagte Sinn der WirtschaftsWoche. Auch wenn es keine Rechtsgrundlage für einen Austritt gibt, sei die Trennung vom Euro möglich. „Alles ist technisch machbar“, sagte Sinn, „die Trennung der Tschechischen Republik von der Slowakei hat es gezeigt.“

Um das panikartige Abräumen der Euro-Guthaben bei Banken zu vermeiden, müsste die Regierung in Athen die Rückkehr zur Drachme heimlich vorbereiten. „Am besten führt man die Währungsreform an den Weihnachtsfeiertagen durch“, rät Währungsexperte Manfred Neumann, Professor an der Universität Bonn, in der WirtschaftsWoche. Man müsse dann das ganze Land abschotten.

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„Die Grenzen müsste die Armee überwachen, damit niemand versucht, Euro aus dem Land zu schmuggeln.“ Athen müsse per Notstandsverordnung regieren. Banküberweisungen wären verboten, um den Abfluss von Fluchtgeldern einzudämmen und auch der internationale Flug- und Bahnverkehr würde eingestellt. „Um die neuen Scheine zu drucken, braucht man etwa drei Tage“, sagt Neumann.

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