IfW-Vize Langhammer: Zerfall der Euro-Zone würde Europa und Teile Afrikas spalten

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Unter einem Bruch der Währungsunion würde die gesamte Weltwirtschaft leiden

von Malte Fischer

Bricht die Euro-Zone auseinander, könnte die Integration der Weltwirtschaft gänzlich zum Stillstand kommen meint Rolf Langhammer, Vizepräsident des Instituts für Weltwirtschaft.

Ein Auseinanderfallen der Währungsunion in eine Nord- und eine Süd-Zone hätte nach Ansicht von Rolf Langhammer, Vizepräsident des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, weitreichende Folgen für die gesamte Weltwirtschaft. Alle Länder außerhalb der Euro-Zone, die den Wechselkurs ihrer Währung an den Euro gebunden haben, müssten sich dann entscheiden, an welcher Währung sie sich in Zukunft orientieren, schreibt Langhammer in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche. Bricht die Euro-Zone auseinander, „hätte dies dramatische Folgen und stellte viele Länder vor die Alternative, sich bei der Fortsetzung von expliziten oder impliziten Wechselkursbindungen entweder einer im Trend aufwertenden ‚Nord-Zone‘ oder einer im Trend abwertenden ‚Süd-Zone‘ anzuschließen.“

„Einiges spricht dafür, dass nach den Erfahrungen im Euro-Raum die Anbindung an den Süden als einfacherer Weg gesehen würde“, glaubt der Ökonom. „In jedem Falle wäre der Riss, den der Zerfall verursachen würde, nicht auf den Euro-Raum beschränkt, sondern würde sich in Drittländern fortsetzen.“ Betroffen sei ein Ländergürtel „vom Baltikum über den Balkan bis in das frankofone West- und Zentralafrika“, so Langhammer. „Das Thema ‘weitere Integration der Weltwirtschaft‘ hätte sich dann vorerst erledigt.“

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