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exklusiv IfW-Vize Langhammer: Zerfall der Euro-Zone würde Europa und Teile Afrikas spalten

von Malte Fischer

Bricht die Euro-Zone auseinander, könnte die Integration der Weltwirtschaft gänzlich zum Stillstand kommen meint Rolf Langhammer, Vizepräsident des Instituts für Weltwirtschaft.

Vor dem Schein einer Flamme ist eine zersägte Euro-Münze aus Griechenland zu sehen Quelle: dpa
Unter einem Bruch der Währungsunion würde die gesamte Weltwirtschaft leiden Quelle: dpa

Ein Auseinanderfallen der Währungsunion in eine Nord- und eine Süd-Zone hätte nach Ansicht von Rolf Langhammer, Vizepräsident des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, weitreichende Folgen für die gesamte Weltwirtschaft. Alle Länder außerhalb der Euro-Zone, die den Wechselkurs ihrer Währung an den Euro gebunden haben, müssten sich dann entscheiden, an welcher Währung sie sich in Zukunft orientieren, schreibt Langhammer in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche. Bricht die Euro-Zone auseinander, „hätte dies dramatische Folgen und stellte viele Länder vor die Alternative, sich bei der Fortsetzung von expliziten oder impliziten Wechselkursbindungen entweder einer im Trend aufwertenden ‚Nord-Zone‘ oder einer im Trend abwertenden ‚Süd-Zone‘ anzuschließen.“

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„Einiges spricht dafür, dass nach den Erfahrungen im Euro-Raum die Anbindung an den Süden als einfacherer Weg gesehen würde“, glaubt der Ökonom. „In jedem Falle wäre der Riss, den der Zerfall verursachen würde, nicht auf den Euro-Raum beschränkt, sondern würde sich in Drittländern fortsetzen.“ Betroffen sei ein Ländergürtel „vom Baltikum über den Balkan bis in das frankofone West- und Zentralafrika“, so Langhammer. „Das Thema ‘weitere Integration der Weltwirtschaft‘ hätte sich dann vorerst erledigt.“

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 13.08.2012, 09:06 UhrSiggi40

    Teil II
    Entgegen ihrem Amtseid regieren auch unsere Politiker gegen das eigene Volk, um sich ein Plätzchen in den Geschichtsbüchern zu sichern. Wie erbärmlich!
    Der Euro, ein Konstrukt, das auf Lug und Betrug aufgebaut wurde und durch Rechtsbruch am Fliesband am Leben erhalten wird, auf Wunsch von den 1% der Bevölkerung Europas, den Nutznießern, denen das Leid von unzähligen ehrlichen und fleißigen Arbeitern am Hintern vorbeigeht, hatte noch nie eine Daseinsberechtigung.

    Die Gründungsväter der BRD haben bereits in weiser Voraussicht für solche Problem den Art.20 Abs.4 im GG verankert. Jeder Deutsche hat die Pflicht zum Widerstand. Und von einem friedlichem Widerstand habe ich nichts gelesen!
    Widerstand wird in diesem Fall nicht nur legitimiert, sondern sogar ausdrücklich gewünscht. Einfach mal nach „Es wird geschehen 1848“ googeln. Da werden Sie geholfen. 1789 – 1793 hatten die Franzosen die selben Probleme zur vollsten Zufriedenheit gelöst. Und auf was warten wir heute eigentlich noch?

  • 13.08.2012, 09:05 UhrSiggi40

    Fast alle westl. Ind.staaten haben das selbe Problem. Um das Finanzarmageddon abzuwenden, hatte man ab 2008 die Märkte mit 32,5 Bio. § neuer Schulden geflutet, ohne den gewünschten Erfolg, einen selbsttragenden Aufschwung zu erreichen. Jetzt stehen fast alle westl. Ind.staaten vor wegbrechenden Steuereinnahmen und explodierenden Ausgaben für Zinsen und Soziales. Die größte Krise der Neuzeit, entstanden durch Leben auf Pump, wollte man auf Anraten der Verursacher und Profiteure der Schuldenkrise mit noch mehr Krediten beheben. Die Weltverschuldung hat sich in den letzten 4 Jahren von 62 Bio. auf über 96 Bio. $, also um 50% erhöht. Wie töricht.
    Der Euro ist nicht Verursacher, sondern eine Randerscheinung der Krise. Die Verursacher sind in der Londoner City und der Wall-Street zu finden. Mit der Euroeinführung wurde die Wettbewerbsfähigkeit der PIIG(F)S schlagartig beendet. Unzählige Finanzwissenschaftler haben vor diesem Worst-Case-Szenaro gewarnt. Aber man hatte sie ausgelacht und verspottet. Das Problem ist also nicht neu, es wurde „nur“ ignoriert, zum Nachteil der Völker Europas. Mit dem Euro wurde Europa auseinanderdividiert. Der Euro wurde zum Spaltpilz Europas. Da stehen wir jetzt und wollen auf Anraten der Lobbyisten unserer Politiker, der Parteispender, den Verursachern und Nutznießern der Finanzbetrugskrise an dieser Missgeburt festhalten??

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