Inflation in der Eurozone: Preissteigerung erstmals wieder bei zwei Prozent

Inflation in der Eurozone: Preissteigerung erstmals wieder bei zwei Prozent

Bild vergrößern

Die Preise in der Eurozone steigen weiter.

Die Verbraucherpreise sind in der Eurozone so stark wie lange nicht mehr gestiegen. Deutlich teurer als vor einem Jahr war Energie. Die Arbeitslosenquote in der Eurozone hat sich nicht verändert.

Die Inflationsrate im Euroraum hat erstmals seit Januar 2013 eine zwei vor dem Komma. Die Verbraucherpreise seien um 2,0 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat in Luxemburg mit. Im Januar hatte die Rate noch bei 1,8 Prozent gelegen.

Deutlich teurer als vor einem Jahr war Energie, nachdem diese wichtige Komponente die allgemeine Preisentwicklung lange gedämpft hatte. Die Energiepreise legten um 9,2 Prozent im Jahresvergleich zu. Die Kerninflationsrate, die schwankungsanfällige Lebensmittel und Energiepreise ausschließt, verharrte wie erwartet bei 0,9 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zuletzt die Fortführung ihrer expansiven Geldpolitik auch mit der niedrigen Kerninflationsrate begründet.

Anzeige

Die Notenbank strebt für den Euroraum eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Das Ziel ist also zunächst erreicht. Bislang macht die Notenbank aber keine Anstalten, wegen des etwas stärkeren Preisauftriebs eine Straffung ihrer Geldpolitik zu signalisieren.

Inflation sabotiert Sparer Wo Ihre Ersparnisse jetzt hingehören

Der deutliche Anstieg der Inflation hat die Sparer aufgeschreckt. Mit den niedrigen Zinsen auf ihre Ersparnisse verlieren sie jetzt Geld. Anleger müssen was riskieren, um es zu schützen.

Inflation: Der Druck auf das Geld wächst. Quelle: Getty Images

Die Arbeitslosenquote in der Eurozone hat sich im Januar wie erwartet nicht verändert. Die Quote habe wie im Vormonat bei 9,6 Prozent gelegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mit. Volkswirte hatten dies erwartet. Niedriger war die Quote zuletzt im April 2009. Im Dezember 2016 hatte die Quote bei 10,4 Prozent gelegen.

Die Zahl der Arbeitslosen fiel im Januar zum Vormonat um 56 000 auf 15,620 Millionen. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat sank die Arbeitslosenzahl um 1,101 Millionen.

Nach wie vor bleiben die Unterschiede zwischen den Euroländern groß: Deutschland verzeichnete im Januar, nach europäischen Standards berechnet, mit 3,8 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote. Die höchste Quote hat Griechenland. Die aktuellsten Zahlen beziehen sich auf November, als die Quote bei 23,0 Prozent lag.

Die stärksten Rückgänge der Quote im Jahresvergleich verzeichnen Spanien und Portugal. In Spanien sank die Quote von 20,6 Prozent im Vorjahresmonat auf 18,2 Prozent im Januar, in Portugal fiel sie von 12,1 auf 10,2 Prozent.

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%