"Internationale Verankerung notwendig": Chef der Wirtschaftsweisen: Energiewende braucht Verbündete

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exklusiv"Internationale Verankerung notwendig": Chef der Wirtschaftsweisen: Energiewende braucht Verbündete

von Bert Losse

Der Vorsitzende der Fünf Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, hat die Bundesregierung aufgefordert, die Energiewende nicht im Alleingang durchzuziehen, sondern international Mitstreiter zu suchen.

„Angesichts eines deutschen Anteils von rund zwei Prozent an den globalen Treibhausgasemissionen ist klar, dass selbst eine in Deutschland perfekt umgesetzte Energiewende für das Klima völlig folgenlos bleiben wird – sofern sich nicht eine breite Allianz von Staaten auf einen vergleichbaren Pfad begibt“, schreibt der Vorsitzende des Sachverständigenrats für Wirtschaft und Präsident des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche. Die deutsche Energiewende sei „im globalen Maßstab nicht mehr als eine Machbarkeitsstudie. Um seiner angestrebten Pionierrolle gerecht zu werden, muss Deutschland daher nicht nur die nationalen Hausaufgaben der Energiewende lösen, sondern vor allem ihre internationale Verankerung sicherstellen.“

Dazu müsse es gelingen, den Emissionshandel als Mittel zur Senkung des CO2-Ausstoßes zu reaktivieren. „Durch eine konsequente Erweiterung um weitere Sektoren, eine verlässliche Fortschreibung über das Jahr 2020 hinaus und die Optimierung des Handelssystems muss seine Rolle als Leitsystem der EU-Klimapolitik gestärkt werden“, schreibt der Ökonom. „Parallel dazu sollte sich die EU darauf verständigen, das europäische System des Emissionshandels durch die schrittweise Integration von Schwellen- und Entwicklungsländern mithilfe gezielter Transferzahlungen so weit auszubauen, dass ein im globalen Maßstab wirksamer Klimaschutz möglich wird.“

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